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Lance Armstrong ist nun auch seine Tour-Titel los

25.08.2012 | 17:52 |   (Die Presse)

Noch ist offen, wer die sieben Tour-Siege des Amerikaners erbt. Aus PR-Sicht dürfte Armstrong mit seinem Rückzug die beste Entscheidung getroffen haben. Sponsor Nike bleibt Armstrong treu, die Spenden stiegen an.

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Nach der Verhängung der lebenslangen Sperre hat die US-Anti-Doping-Behörde Lance Armstrong rückwirkend auch offiziell alle Titel, Medaillen, Preise und Punkte aus Wettbewerben seit August 1998 aberkannt. Damit verliert der frühere Radprofi seine sieben Tour-de-France-Siege von 1999 bis 2005. Allerdings könnte es nicht das letzte Kapitel dieser Affäre sein. Der Weltverband (UCI), dem die Gerichtsbarkeit entzogen wurde, könnte zur Prüfung des Urteils das Oberste Sportgericht (CAS) in Lausanne anrufen. Armstrong nahm die Entscheidung ohne weiteren Kommentar zur Kenntnis. Via Twitter teilte der 40-Jährige seine Pläne fürs Wochenende mit – ein Mountainbike-Rennen am Samstag, ein Marathon am Sonntag.

Aus PR-Sicht dürfte Armstrong mit seinem Rückzug die beste Entscheidung getroffen haben. Zumindest stiegen die Spenden für seine Krebs-Stiftung „Livestrong“ sprunghaft an, nachdem der Amerikaner angekündigt hatte, sich nicht mehr gegen Dopingvorwürfe zu wehren und auf den Auftritt vor dem Schiedsgericht der US-Anti-Doping-Agentur zu verzichten. Allein bis Freitagnachmittag waren 78.000 Dollar (62.400 Euro) an Spenden eingegangen. „Es war überwältigend. Die vielen E-Mails, Anrufe und Mitteilungen haben uns einfach sprachlos gemacht“, sagte Geschäftsführer Doug Ulman.

Auch Sponsor und Sportartikelhersteller Nike hält seinem Star vorerst die Treue. Armstrong habe seine Unschuld beteuert, Nike werde ihn und seine Krebshilfe-Stiftung weiter fördern. Der Fahrradhersteller Trek hingegen will zunächst die neue Lage analysieren. Allerdings könnten diverse Promoter oder Rennveranstalter von Armstrong noch Schadenersatz oder die Rückzahlung von Preisgeld einfordern.


Tour gehen die Sieger aus. Offen bleibt die Frage, wer nun Armstrongs sieben Tour-Siege erbt. Nach Floyd Landis (2006) und Alberto Contador (2010) ist Armstrong der dritte Profi, der in den letzten zehn Jahren wegen Dopings aus den Siegerlisten des berühmtesten Radrennens gestrichen wird. Der Tour-Organisator ASO verwies in einer Stellungnahme darauf, die Entscheidung der UCI abwarten zu wollen.

Größter Nutznießer wäre Jan Ullrich, der insgesamt dreimal hinter Armstrong Platz zwei belegte (2000, 2001, 2003), die Veranstalter aber vor ein Problem stellt. Denn der Deutsche wurde nach einem jahrelangen Rechtsstreit im Februar vom Internationalen Gerichtshof wegen Dopings verurteilt, alle errungenen Titel seit Mai 2005 annulliert. Die nachträgliche Ehrung eines verurteilten Dopingsünders wäre wohl nicht das erwünschte Zeichen, zumal Ullrich nie Reue zeigte. Der 40-Jährige hat aber ohnehin kein Interesse: „Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken. Ich habe mit meiner Karriere abgeschlossen und bin stolz auf meine zweiten Plätze.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2012)

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158 Kommentare
 
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Gast: sport
27.08.2012 17:19
0 0

auf

sport auf diesen niveau geht ohne doping sowieso nicht.....früher einmal waren sportler vorbilder für die jugend heute ist es deren dopingverhalten....

Gast: einBeobachter
25.08.2012 18:40
2 3

Depperl will ich heißen ...

... wenn der nicht gedopt hat.
Ich habe einmal in einem Anfall von zeitweiligem Schwachsinn einige Wochen lang ein Fitnesstudio besucht. Am ERSTEN Tag fand ich einen Beipackzettel (anaboles Steroid) und am zweiten Tag eine leere Trinkampulle in der Garderobe. Dort war kein einziger Profi, alles bestenfalls geölte Guglhupfe (credits EAV). Anderer Bereich, anderes Niveau, andere Sitten ? Glaub' ich nicht !

Re: Depperl will ich heißen ...

Kein Wunder! Über neunzig Prozent aller Dopingmittel werden in der Hobbysportler-Szene verkauft.

danke, das ist der Beweis, nach dem alle gesucht haben


Antworten Gast: Verweigerer
25.08.2012 20:46
1 0

Re: Depperl will ich heißen ...

Als Ausrede für's nicht Trainieren könnten Sie sich ruhig was Besseres aus den Findern saugen.

Antworten Gast: globetrotterneu
25.08.2012 18:59
3 1

Re: Depperl will ich heißen ...

eine leere drinkampulle kann kein steroid sein ist höchstens ein amino trinkampulle bitte nicht posten wenn sie sich nicht auskennen.

Antworten Antworten Gast: einBeobachter
25.08.2012 22:20
0 0

Re: Re: Depperl will ich heißen ...

Ich hab' die Ampulle nicht angegriffen, auch nicht gelesen, was d'raufstand. ABER ich habe auch nicht behauptet, daß es sich um irgendetwas möglicherweise Verbotenes handelt. Mir war es nur im Zusammenhang mit dem Beipackzettel als seltsam aufgefallen. Der Beipackzettel war eindeutig, da ging es um anabole Steroide.

1 0

Re: Re: Re: Depperl will ich heißen ...

Also in meinem Fitnessstudio habe ich dergleichen nicht beobachtet. Es ist erfreulicherweise bestückt mit Pensionisten und Leuten denen wohl ein Arzt oder Physiotherapeut den Besuch desselben nahegelegt hat. Kraftprotze sind eindeutig die Minderheit. Kann mir aber schon vorstellen, dass es auch andere Studios gibt, wo ich nicht hingehen würde

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: einBeobachter
26.08.2012 12:01
0 1

Re: Re: Re: Re: Depperl will ich heißen ...

Es ist in der Tat so, daß man sich offenbar genau aussuchen muß, wo man hingeht. Mir hat es nach zwei, drei Wochen gereicht, ich bin seither nie wieder in einem Fitnessstudio gesehen worden. Alleine die Gespräche. Lance Armstrong wäre als bekennender Doper ein Held bei den Leuten ...

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hexenjagt

nur weil armstrong sich weigert am laufenden verfahren gegen ihn teilzunehmen drohen sie ihm lebenslang zu sperren mit aberkennen aller seiner sieben tour siege,warum soll er auch teilnehmen er braucht niemannd was beweisen im gegenteil sie muessen ihm nach weisen das er gedopt war und das haben sie bis heute nicht geschaft alle tests waren negativ!! er ist eben der beste aller zeiten so oder so! man sollte so einen ausnahme sportler respektieren und nicht immer versuchen ihn ans bein zu pinkel!! was der mann geleistet hat schaft die naechsten hundert jahre sicher keiner

Antworten Gast: einBeobachter
26.08.2012 12:06
1 2

Re: hexenjagt

Stimmt NICHT - nachlesen, Armstrong wurde definitiv positiv getestet, nur gingen die Ergebnisse nicht den rechten Instanzenweg. Eh klar, wenn er die Dopingkontrollore sponsert. Ganz offen !
Ausnahmesportler ? Ausnahmebetrüger vielleicht. Denn es ist sicher eine "Lesitung" so zu betrügen. Aber mit dem Rad zeige ich als Unsportler ihm den Auspuff. Wenn er nicht gedopt ist, dann klappt er ja zusammen.

Gast: Lancebeobachter
25.08.2012 13:06
4 1

Fuer mich bleibt er der grosse Sieger

Die Sport-Politiker koennen mich alle mal. So wie ihn. Die Franzosen koennen mich sowieso schon seit 800 Jahren.

Antworten Gast: einBeobachter
26.08.2012 12:06
0 2

Re: Fuer mich bleibt er der grosse Sieger

Es gibt auch in anderen Bereichen ewig Gestrige ...

Gast: lance
25.08.2012 12:07
3 0

in einem Rechtsstaat sollten alle gleich behandelt werden

Als man beim spanischen Dopingarzt Fuentes eine Hausdurchsuchung machte, wurden Namen von Dopingsündern sichergestellt.

Man fand Sünder von verschiedenen Sportarten, unter anderem waren auch Starfussballer von Real Madrid dabei.
Wegen politischer Brisanz hielt man die aber unter Verschluss und auch die Anderen mit Vitamin B.

Veröffentlicht wurden nur Namen von Radrennfahrern (was hat man nur gegen die!), wobei der Prominenteste damals Jan Ullrich war.

Wo bleibt da die Gleichbehandlung.


Gast: landis
25.08.2012 11:47
3 1

auch Floyd Landis kämpfte um seine Reputation

Solange, bis nicht nur sein erradeltes Geld weg war, sondern er auch noch einen Berg von Schulden am Buckel hatte.

Als willenloser Bankrotteur in den Händen der Inquisitoren war er natürlich zu jeder Aussage bereit. Ein Vehikel um an den dicken Fisch Armstrong heranzukommen.

Armstrong, der nun schon jahrelang ein Heer von Anwälten durchfüttert, will nicht das gleiche Schicksal erleiden.
Was hilft ihm seine Ehre und seine Titel, wenn er den Rest seines Lebens als Bettler mit dem Hut herumrennen muss.
Armstrong ist eben kein Loser.

Gast: Gast328
25.08.2012 11:23
4 0

Lächerlich

Wenn man Aussagen von anderen Fahrern höher als die Fakten bewertet, dann beweist es wieder, dass sowohl das Dopingsystem als auch das Antidopingsystem ein reines Mafiasystem sind!

Hauptsache Winokurow (Doping übeführt mit Beweisen nicht mit Vermutungen und Aussagen) wird Olympiasieger!

Wer sich die unglaublichen Machenschaften der Antidopingorganisation in Österreich anschaut kann nur vermuten wie es in größeren Staaten zugeht!


und nimmt dafür eine lebenslange Sperre und den Verlust aller Siege in Kauf.

Und er wird auch wissen warum!

Antworten Gast: globetrotterneu
25.08.2012 11:12
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Re: und nimmt dafür eine lebenslange Sperre und den Verlust aller Siege in Kauf.

warum sollte er wenn sollten sie fast alle an den pranger stellen oder glauben sie er wahr der einzige im feld der gedopt hat, aber sie glauben sicher auch das herrmann maier nach seinen unfall nicht gedopt wahr.

Bernard Hinault

ist und bleibt der grösste.

auch wenn sie ihm jetzt ohne a und b probe seine siege wegnehmen.

Gast: Leser
25.08.2012 09:40
1 2

Verlogener Ami halt.

Die sollten viel merh kontrolliert werden aber nachdem Sport auch immer ein Politikum ist...

was für eine Demonstration Alpe D'Huez 2001: Armstrong vs. Ulrich

Am Fuße von Alpe D'Huez schaut Armstrong Ulrich an so nach dem Motto "na, packmas an?", dreht sich um und... weg ist er!

ab 7min03sec!

http://www.youtube.com/watch?v=1oiuwRejx0g

Des war richtig cool damals ;-)

PS: alle sind bei der TdF gedopt, so what?

Re: was für eine Demonstration Alpe D'Huez 2001: Armstrong vs. Ulrich

Nicht alle, aber sehr viele, Armstrong war mit Sicherheit dabei, war ja ein offenes Geheimnis. Die Tourleitung hat ihn jahrelang geschützt, sogar die Proben sind verschwunden, will aber keiner hören.

Es ist schwachsinnig

Der Kampf gegen Doping ist verloren.

Anstatt jetzt mit Rundumschlägen den Sport mit in den Abgrund zu reißen, sollten die "Dopingjäger" ihre Niederlage eingestehen und sich einen anderen Job suchen.

Wenn jeder nachhelfen darf, ist der Wettbewerb fairer, als wenn es nur darum geht, sich nicht erwischen zu lassen.

er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Dem kann man nichts mehr hinzuzufügen und nur noch den Kopf schütteln.

Re: er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Die Proben sind schon vor Jahren verschwunden, war damals ein Skandal. Scheinen alle vergessen zu haben.

Antworten Antworten Gast: lance
26.08.2012 11:35
1 0

Re: Re: er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Blödsinn!
Die eingefrorenen Proben (über Jahre) liegen nach wie vor bei einer Pariser Behörde unter Verschluss.

 
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