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Leichtathletik: Bolt und Blake im Regen schnell

30.08.2012 | 22:13 |   (DiePresse.com)

Die Sprintstars Usain Bolt und Yohan Blake haben sich im Züricher Letzigrund auch vom strömenden Regen nicht ausbremsen lassen. Beate Schrott wurde Neunte im Hürden-Sprint.

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Die Sprintstars Usain Bolt und Yohan Blake haben sich beim Leichtathletik-Klassiker in Zürich auch vom strömenden Regen nicht ausbremsen lassen. Dreifach-Olympiasieger Bolt stellte am Donnerstag in 19,66 Sekunden einen Meetingrekord über 200 Meter auf. Seinem Freund und Rivalen Blake gelang wenige Minuten zuvor das gleiche über 100 Meter in 9,76 Sekunden.

Der einzige Top-Athlet, der bei dem traditionsreichen Diamond-League-Wettbewerb im Letzigrund-Stadion unter dem nasskalten Wetter richtig litt, war 800-m-Favorit David Rudisha. Statt wie erhofft einen Weltrekord zu laufen, kassierte der Olympiasieger aus Kenia völlig überraschend die erste Niederlage dieser Saison - gegen den erst 18-jährigen Äthiopier Mohammed Aman.

"Es war mir ein großes Vergnügen, wieder hier zu laufen", sagte Bolt nach seiner Rückkehr zum berühmtesten Leichtathletik-Meeting der Welt. Hinter dem Superstar reihten sich gleich drei weitere Sprinter aus Jamaika ein. Auch sein Trainingspartner Blake war über 100 Meter schneller, als es Legenden wie Carl Lewis oder Bolt selbst im Letzigrund jemals gewesen sind.

Der Weltmeister siegte mit großem Vorsprung vor seinem Landsmann Nesta Carter (9,95) sowie dem Amerikaner Ryan Bailey (9,97). Ex-Weltmeister Tyson Gay aus den USA wurde wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. "Ich bin nicht wirklich überrascht, dass ich nach Olympia so stark und so schnell bin", sagte Blake, der in der vergangenen Woche in Lausanne sogar eine Zeit von 9,69 Sekunden gelaufen war.

Rudisha kassierte hingegen überraschend die erste Niederlage seit dem September 2011. Eigentlich wollte der 22-Jährige noch einmal seinen eigenen Weltrekord unterbieten, doch dann wurde er auf der Zielgeraden noch von Aman abgefangen. Der Äthiopier siegte wie schon vor elf Monaten in Mailand in 1:42,53 Minuten vor Rudisha (1:42,81), was den großen Favoriten sichtlich enttäuschte. "Ich kann einfach nicht gut laufen, wenn das Wetter nicht gut ist. Es war der Regen, der mich gestoppt hat", meinte Rudisha.

Beate Schrott überquerte über die 100 Meter Hürden als Neunte in 13,04 Sekunden die Ziellinie. Siegerin wurde die US-Olympia-Zweite Dawn Harper in 12,59. Unmittelbar nach dem Rennen erklärte Schrott, in dieser Saison nur noch in Berlin am kommenden Sonntag laufen zu wollen. "Das war mein vorletztes Rennen. Ich habe stark kämpfen müssen, weil ich mental sehr müde bin", sagte die Olympia-Achte. Sie fühle sich nach einem langen Sommer ausgelaugt.

"Das war dieses Jahr mein 27. Rennen, vielleicht mache ich nächstes Jahr weniger", erklärte Schrott. "Es war ein Traumjahr für mich. Ich hätte niemals gedacht, dass es so gut läuft für mich. Aber jetzt freue ich mich schon sehr auf den Urlaub."

(APA/dpa)

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