22.05.2013 12:53 Merkliste 0

Paralympics: Erstes Gold für Österreich

03.09.2012 | 20:17 |  Von FELIX LILL (London) (Die Presse)

Dressurreiter Pepo Puch siegte mit seiner Stute "Fine Feeling". Präsidentin Rauch-Kallat fordert volle Gleichberechtigung mit nicht behinderten Sportlern.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Österreich hat seit Montag bei den Paralympics in London die erste Goldmedaille. Dressurreiter Pepo Puch holte sich in der Kür (Grade Ib) mit seiner Stute „Fine Feeling" in überragender Manier den Sieg. Der 46-jährige Steirer überzeugte mit einer schwungvollen, fehlerfreien Vorstellung zu den Klängen des Radetzkymarsches und brachte es auf 79,150 Punkte. Die Finnin Katja Karjalainen (74,250) sowie der Brite Lee Pearson (74,200) landeten mit Respektabstand auf den weiteren Podesträngen.

„Es ist großartig, dass ich jetzt auch noch Gold geholt habe", sagte Puch. Für den Steirer war es bereits die zweite Medaille, hatte er doch bereits in der Dressur-Pflicht Bronze gewonnen. Österreich hat damit schon sechsmal Edelmetall gewonnen, hält bei einer Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen.

„Heute war einer der Tage, an denen es etwas schwieriger geht", prustete Doris Mader in der fast vollen Londoner ExCel-Halle. In drei Sätzen war sie der Schwedin Anna-Carin Ahlquist im Tischtennisfinale der Kategorie C3 klar unterlegen. „Das bedeutet Silber für mich, mehr konnte ich heute nicht erwarten", lächelte sie froh. Auf dem Weg ins Finale hatte die Fünftplatzierte der Spiele von Peking 2008 zudem die chinesische Weltranglistenerste Qian Li sowie die von ihrem Publikum lautstark unterstützte Britin Sarah Head geschlagen. Für die 36-jährige Mader, die ab dem sechsten Brustwirbel querschnittsgelähmt ist, bedeutet das paralympische Silber den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere.

Das bessere Abschneiden der Behindertensportler im Vergleich zum Olympiakader nahm ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat zum Anlass, sich über Ungleichbehandlungen zu beschweren. „Ich fordere die volle Gleichberechtigung zwischen behinderten und nicht behinderten Sportlern. Bisher ist das bei Weitem nicht der Fall." Unter anderem sei es ungerecht und unklug, dass Behindertensportler nicht die Trainingsanlage der wichtigen Heeressportschule Wünsdorf nutzen dürften.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

6 Kommentare
Gast: Ein Wahrer der deutschen Sprache
04.09.2012 23:29
0 0

Deutsch ist anders!

Fehlen der Journaille schon die deutschen Worte? Oder hat sie, im Denken überfordert, einer Suchmaschine das Übersetzen übertragen?

Anders kann sich ein durchschnittlicher Österreicher nicht erklären, woher die Journaille die 'inkomplette Querschnittslähmung' gezerrt hat.

Es ist für den Betroffenen ohnehin schlimm genug. Lassen wir die Lähmung unvollständig bleiben...

Umso mehr zählt die erbrachte Leistung und wiegt der errungene Sieg!

Gast: sportlich fair
04.09.2012 12:52
2 0

es geht ja doch ..gold für österreich

...herzlichen glückwunsch zur goldenen, aber auch allen anderen teilnehmern alles gute und in zukunft viel unterstützung bei der ausübung des sports. die behinderten, ja das sind die wahren sieger, egal ob mit oder ohne stockerlplatz
kopf hoch


Die dumme Rauch-Kallat

kann fodern was sie will, bei mir hat die alles verspielt. Aber bitte zitiert nicht jede ihrer oralen Überflüssigkeiten!

Das sind die wahren Helden!

Es gibt doch noch Gold-Jungs in Österreich!

8 0

ganz großes Kompliment...

ein Mensch zeigt, dass man mit viel Einsatz, Mut, Bemühen und nach Vorne schauen, weit kommt. Als - was ist das - gesunder Mensch, ohne Handicap, ziehe ich den Hut vor Menschen mit Handicap!

Re: ganz großes Kompliment...

schön gesagt. Bin voll Ihrer Meinung. nur eines fehlt - GRATULATION und danke für die Rollen Sport Momente für Österreich.