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Paralympics: "Magisches" Rennen bringt Zanardi Gold

06.09.2012 | 10:31 |   (DiePresse.com)

Ex-Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi erfüllte sich seinen Traum und gewann Gold im Handbike. Nach London will er seine Paralympics-Karriere beenden.

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Aus internationaler Sicht erfüllte sich Alessandro Zanardi den Traum von Gold. Der beinamputierte ehemalige Formel-1-Pilot siegte in der Klasse H4 mit einer Zeit von 24:50,22 Minuten vor dem Deutschen Norbert Mosandl (25:17,40). Bronze ging an Oscar Sanchez aus den USA.

"Für mich ist etwas Magisches passiert", sagte der Italiener im Ziel. "Es ist ein wunderbares Gefühl, ich bin überglücklich, aber auch traurig, weil das große Abenteuer vorbei ist." Zanardi hat noch weitere Starts geplant - sein großes Ziel, auf das er seit 2009 hinarbeitet, aber hat er jetzt schon erreicht.

Seine Karriere im Handbike wird für den vor fast genau elf Jahren auf dem Lausitzring schwer verunglückten 45-Jährigen jedenfalls nach London wieder zu Ende gehen, das hatte er bereits im Vorfeld angekündigt. Aber das fällt ihm schwer. "Ich fühle mich wie ein kleiner Junge, der morgens im Bett liegt, und die Mama ruft: Frühstück! Aber ich will nicht aufstehen müssen, sondern noch ein bisschen länger liegen bleiben."

EPA (Karmann)

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909 SMS und ein bewegender Anruf

621 SMS vor dem Schlafengehen und dann noch einmal 288 in der Früh - dem früheren Formel-1-Piloten Alessandro Zanardi wollten nach seinem Gold-Coup im Straßenrennen bei der Paralympics-Premiere alle Bekannten gratulieren. "Ich glaube, ich habe zu vielen Menschen meine Telefonnummer gegeben", sagte Zanardi. Gerührt hat den 45-Jährigen aber vor allem der Anruf seines 13-jährigen Sohnes.

"Kinder sind ja anders, er interessiert sich nicht immer dafür, wenn ich im Fernsehen bin", erzählte der Italiener, "aber dieses Mal hat er mir genau erklärt, wie ich das Rennen gefahren bin und wollte mir damit sagen: Ich bin stolz auf dich, weil du mein Vater bist und nicht, weil du Gold gewonnen hast". Noch beim Erzählen bekam der gerührte Zanardi eine Gänsehaut.

Herzlich bedankte er sich bei den deutschen Ärzten, die ihm vor elf Jahren nach seinem schrecklichen Unfall auf dem Lausitzring und der folgenden Amputation seiner Beine das Leben gerettet hatten. Er musste sieben Mal wiederbelebt werden.

(APA, red)

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1 Kommentare

Wow.

Schweren Respekt vor dieser Leistung!

Zu schade, dass die Paralympics so wenig Medienaufmerksamkeit bekommen.