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"Paralympics haben den Blickwinkel verändert"

10.09.2012 | 06:54 |   (DiePresse.com)

Die 14. Paralympics wurden in London mit einer rauschenden Schlussfeier beendet. Doppel-Sieger Matzinger trug die österreichische Fahne.

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Um 23:31 Uhr Ortszeit erlosch das Feuer im Olympiastadion von London. Mit einer rauschenden Schlussfeier sind am Sonntag die 14. Paralympics in London zu Ende gegangen. Vor 80.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion waren die Band Coldplay und Rihanna die Hauptattraktionen. Vor der futuristischen Musikshow "Festival of Flame" marschierten die Athleten aus 165 Nationen ein, die österreichische Fahne trug mit Leichtathlet Günther Matzinger der zweifache Goldmedaillengewinner im ÖPC-Team.

Der britische Premierminister David Cameron hatte vor Beginn der Feier die Leistungen der "übermenschlichen" Athleten gewürdigt. "Wir werden uns für alle Zeiten an diesen Sommer erinnern", sagte der Regierungschef, dessen schwerbehinderter Sohn 2009 gestorben war. "Über allem steht das öffentliche Engagement und was es für den Sport bringen kann", sagte er. "Die Paralympics haben den Blickwinkel verändert."

"Ein außerordentlicher Sport-Sommer"

Organisationschef Sebastian Coe hatte am Sonntag in einer Pressekonferenz ebenfalls Bilanz gezogen. "Wir haben hier einen außerordentlichen Sport-Sommer gehabt", sagte der Olympiasieger. Und Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), konnte die unerwartet hohen TV-Einschaltzahlen kaum glauben. "Ich fühle mich auf Wolke neun, manchmal sogar auf zehn oder elf."

Dem unter Koordinationsstörungen leidenden Iren Michael McKillop und der Kenianerin Mary Zakayo wurde der "Whan Youn Dai Overcome"-Preis verliehen. Die Ehrung wird seit 1988 vorgenommen. Der Preis soll die besonderen Leistungen bei der Überwindung der Behinderung durch den Sport würdigen. Er wurde nach der Koreanerin Whang Youn Dai benannt, die sich ein Leben lang für die Behinderten eingesetzt hatte.

Im Medaillenspiegel setzte sich China mit 231 Mal Edelmetall (95 Gold, 71 Silber, 65 Bronze) überlegen durch. Das sind mehr Medaillen als die zweitplatzierten Russen mit 102 (36-38-28) und die drittplatzierten Briten mit 120 (34-43-43) zusammen holten. Österreich belegte mit 13 (4-3-6) Rang 30. Mit 2,7 Millionen verkauften Tickets stellten die Organisatoren einen Rekord auf, in Peking 2008 waren es 1,29 Millionen gewesen.

(APA/dpa/Reuters/AFP)

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4 Kommentare
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Respekt

ich finde diese Leistung was diese Menschen zeigen muss man viel höher anrechnen wie diese von nicht behinderten denn man muss es erst einmal schaffen von diesem Loch wo die meisten behinderten Menschen hineingefallen sind herauszukommen und sagen ich will etwas machen aus meinem leben und nicht nur das Mitleid meiner Mitmenschen erhalten.

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Man muss die Leistung hoch anrechnen,

darf aber nicht vergessen, dass die Konkurenz bei den nicht - Behinderten dann doch deutlich höher ist !

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dass behinderte menschen es schafften uns endlich mal die viel ersehnten medaillen zu holen finde ich einerseits gut, doch die "normalen" sportler sollten sich schon langsam fragen WAS in Österreich so richtig falsch läuft (ja, richtig falsch!), wenn die nicht in der lage waren eine einzige medaille -egal welche- für Österreich zu holen!


Gast: Rigor mortis
10.09.2012 08:18
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Gratuliere! Tolle Leistungen!

Und den sogenannten "normalen" Spitzenathleten und dem ÖOK sei hier ein mehr als peinlicher Spiegel vorgehalten.
Ich bezweifle nämlich, daß die Paralympic-Sportler auch nur einen Bruchteil an Geldern und Lobbyismus genießen wie die Medien-Stars.
Und holen einfach so 13 Medaillen.