Die Französin Penelope Leprevost hat bei der Premiere der Global Champions Tour in Wien am Samstagabend das große Los gezogen. Mit ihrem zwölfjährigen Hengst Mylord Carthago triumphierte die 32-Jährige im 11. Saisonbewerb, dem Höhepunkt des Vienna Masters, vor dem Rathaus dank des schnellsten fehlerfreien Ritts im Stechen 1,51 Sekunden vor der Deutschen Meredith Michaels-Beerbaum und 2,93 vor dem Olympia-Zweiten Gerco Schröder (NED). Die Team-Vizeweltmeisterin erhielt den Siegerscheck über 100.000 Euro.
Die Australierin Edwina Tops-Alexander verzeichnete in dem enorm stark besetzten Feld mit Olympiasiegern, Welt- und Europameistern auf Itot du Chateau zwei Abwürfe, führt nach ihrem 24. Rang aber die Gesamtwertung in der 2011 von ihr gewonnenen höchstdotierten Serie vor dem Finale im November in Abu Dhabi gemeinsam mit dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson weiter an. Der Weltranglisten-Erste belegte in Wien mit Carusso La Silla nach zwei Fehlern im 2. Umlauf den elften Rang.
Von den vier Österreichern schlugen sich vor knapp 4.000 Zuschauern Stefan Eder und sein Hengst Chilli van Dijk am besten. Das Paar verzeichnete in der Dreier-Kombination aber zwei Abwürfe und musste sich mit einem zusätzlichen Zeitfehlerpunkt mit dem 29. Platz begnügen.
Eder als "Testpilot" unterwegs
Eder musste als erster Reiter in den Parcours. "Da ist man der Testpilot. Leider habe ich eine Fehlentscheidung getroffen und bin mit sechs statt sieben Galoppsprüngen zur Kombination geritten", sagte der 31-jährige Wahl-Salzburger. "Aber Chilli ist sehr gut gesprungen, der Parcours war wirklich schwierig, wie man an der geringen Zahl von Null-Fehler-Ritten sieht." Es sei schade um diese zwei Fehler, meinte denn auch Eders Trainer Thomas Frühmann. "Denn Chilli war heute richtig gut."
Gerfried Puck und Stefanie Bistan klassierten sich in der enorm schwierigen Prüfung, in der im ersten Umlauf nur sechs von 46 Reiter-Pferd-Paaren ohne Fehlerpunkt blieben, mit je 16 Punkten auf den Rängen 37 und 38, Astrid Kneifel gab ebenso auf wie u.a. Olympiasieger Steve Guerdat, der nach mehreren Abwürfen mit seinem Carpalo verzichtete. Der 30-jährige Weltranglisten-Dritte war schon nach dem Einspringen verärgert gewesen. Das habe auf dem viel zu engen Platz nicht geklappt, weil sein Wallach Angst vor anderen Pferden habe, kritisierte der Schweizer. Mitorganisator Frühmann ließ das nicht gelten. "Der Abreiteplatz passt, der ist groß genug."
(APA)

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