Ski alpin: Höfl-Riesch dachte schon an Karriereende

"Wahnsinnig kränkende" Medienberichte belasteten Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch. Nächste Woche stellt die Deutsche ihre Autobiografie vor.

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Maria Höfl-Riesch – (c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)

Die deutsche Rennfahrerin Maria Höfl-Riesch hat nach der vergangenen Weltcup-Saison über ein Karriereende nachgedacht. "Ich war kurz davor, hinzuschmeißen", sagte die 27-Jährige in einem Interview der Zeitschrift "Bunte". "Aber das entscheidet man nicht auf die Schnelle."

Im Urlaub habe sie mit ihrem Ehemann und Manager Marcus Höfl darüber gesprochen. Sie habe sich überlegt, ob sie sich "das weiter antun soll", führte die Doppel-Olympiasiegerin von 2010 aus. Höfl-Riesch hatte sich im vergangenen Winter wiederholt über Medienberichte geärgert. Diese hätten sie ebenso wie Äußerungen von Verbandsfunktionären "wahnsinnig gekränkt. Es tat weh, was da alles abgelaufen ist".

Die "Bild"-Zeitung (Mittwoch) druckte unterdessen Auszüge aus Maria Höfl-Rieschs neuem Buch, das am 1. Oktober erscheint. In "Geradeaus. Höhen und Tiefen meines Lebens" (Malik Verlag) schreibt die Gesamtweltcupsiegerin von 2011 unter anderem über die Belastungen des Leistungssports.

"Wenn ich von heute an ein Jahr zurückrechne, habe ich von 365 Tagen an knapp 300 entweder trainiert oder Rennen bestritten. Und das war in den zehn Jahren davor auch nicht anders", schilderte Höfl-Riesch, die von der Siegerehrung bei Olympia immer noch besonders berührt wird. "Wenn ich mir heute Bilder oder Filme davon anschaue, bekomme ich eine Gänsehaut." Die neue Weltcup-Saison beginnt traditionell Ende Oktober in Sölden.

(ag)

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