20.05.2013 11:14 Merkliste 0

Eishockey: Hype nach Vaneks "crazy Woche" in Graz

05.10.2012 | 11:31 |   (DiePresse.com)

Die Spiele mit dem NHL-Rückkehrer sind ausverkauft, das Trikot mit der Nummer 20 ist ein absoluter Verkaufsschlager. Das lassen sich die 99ers auch einiges kosten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

So einen Hype haben die Graz 99ers wohl noch nie erlebt. Seit der Zusage von NHL-Star Thomas Vanek, den "lockout" in der NHL beim Eishockey-Klub seiner Heimatstadt zu überdauern, laufen die Telefon- und Internetverbindungen heiß. Möglich gemacht hat den Coup der Gleisdorfer Unternehmer Herbert Jerich jun., der für die Versicherung von knapp unter 20.000 Euro pro Monat aufkommt und eine Zusage für sechs Monate abgegeben hat.

"Ich habe das nicht einmal zu träumen gewagt", erklärte Vereinspräsident Jochen Pildner-Steinburg. "Weil das eine Entwicklung ist, die wir uns nicht vorstellen konnten. Das ist eine Sternstunde für die 99ers, für unsere Jugend, für den Sport in der Steiermark und in Österreich und für die EBEL. Dass sich Thomas Vanek für Graz entschieden hat zeigt, dass er ein Herz für seine Heimat hat. Er zeigt Dankbarkeit, das ist eine großartige Einstellung", so der Klubchef.

Die Fans wissen das zu schätzen. Die Heimspiele am Freitag (19.15 gegen Zagreb) und am Sonntag (17.45/live ServusTV gegen Innsbruck) sowie die Auswärtspartie nächsten Freitag in Linz sind ausverkauft. 300 Restkarten sind für die Abendkassa aber noch reserviert. Und die Anhänger greifen auch nach dem Trikot mit der Rückennummer 20, die Vanek schon in seiner Jugend in Graz hatte, ehe er auf die Nummer 26 bei den Buffalo Sabres wechselte. In Graz allerdings hat Jean-Michel Daoust die Nr. 26, Vanek entschied sich daher für seine alte Nummer.

"Die Woche war ziemlich crazy, aber es war ein positiver Stress. Der Hype auf die Dressen ist enorm, wir haben schon 350 verkauft. Kalkuliert wurde mit 350 bis 400", erklärte 99ers-Manager Bernd Vollmann. Der Manager legte Wert darauf, dass ein Vanek-Dress genauso viel kostet wie für jeden anderen Spieler und es keinen Star-Aufschlag gibt. "Wir sollten die Spiele genießen und den Moment, dass Thomas Vanek da ist", meinte Vollmann.

Auch die Sponsoren sind happy, so der Manager, der hofft, "dass die Euphorie lange anhält, nicht nur sportlich in der Halle. Wir wollen einiges bewegen in Graz". Denn Graz will eine neue Eishalle, die ab der Saison 2016/17 die neue Heimstädte sein soll, rechtzeitig für die Special Olympics (ab 17. März 2017). Der Bürgermeister habe bereits zugesagt, so Vollmann.

In die Wege geleitet wurde der Transfer mit einem formlosen Mail am 17. September. Herbert Jerich jun. fragte per e-Mail lapidar "Was kostet Vanek?". "Das hat alles ins rollen gebracht. Davor war das ganze Thema nicht realitätsnah", so Vollmann.

Jerich ist seit langem ein Fan der NHL und von Vanek. Der Chef des Logistikunternehmens lebt seit zwölf Jahren in New York und hat sich mehrere Gastspiele der Buffalo Sabres bei den New York Rangers angesehen. Nun sprang er als Finanzier des Transfers ein. "Wenn ein Spitzensportler des österreichischen Sports die Hand ausstreckt, kann man nicht Nein sagen. Das tut man gerne. Weil ich in New York lebe habe ich mitverfolgt, dass einzigartig ist, was Vanek gemacht hat. Ich habe gefragt in der Hoffnung, dass man das machen kann", erklärte Jerich, der die Firmenzentrale in Gleisdorf auch für die erste Vanek-Pressekonferenz am Donnerstag zur Verfügung gestellt hat.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

2 Kommentare
1 3

Hype bei 350

Ich will die Tolle Stimmung ja nicht verderben, aber beim Satz "Der Hype auf die Dressen ist enorm, wir haben schon 350 verkauft." musste ich erst mal laut lachen.

350!

Jössas, ich bin sicher da werden in der Leiberlfabrik schon Sonderschichten gefahren ;o)

naja...

wenn man bedenkt, dass der transfer erst seit wenigen tagen fix ist und dass der eishockeysport in österreich immer noch ein nischensport ist, dann ist das jetz nicht so schlecht.