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Lance Armstrong laufen die Sponsoren davon

18.10.2012 | 09:26 |   (DiePresse.com)

Sportartikelhersteller Nike und die Großbrauerei Anheuser-Busch fühlen sich vom Dopingsünder getäuscht. Der Texaner legte den Vorsitz seiner Stiftung zurück.

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Nächster Rückschlag für Lance Armstrong. Nach den Doping-Enthüllungen beendete sein langjähriger Sponsor Nike die Zusammenarbeit mit dem Texaner. "Angesichts der anscheinend unüberwindbaren Offensichtlichkeit, dass Lance Armstrong gedopt und Nike mehr als ein Jahrzehnt lang in die Irre geführt hat, haben wir mit großer Betroffenheit unseren Vertrag mit ihm beendet. Nike duldet auf keine Weise stillschweigend den Gebrauch illegaler, leistungssteigernder Mittel", heißt es in einem Statement des amerikanischen Sportartikelriesen.

Danach wurde auch noch bekannt, dass die US-Großbrauerei Anheuser-Busch den mit Jahresende auslaufenden Vertrag mit dem Texaner nicht verlängern wird. Anheuser-Busch hatte seit 2009 mit dem gefallenen Rad-Idol zusammengearbeitet. Der Bierkonzern will aber weiterhin Armstrongs Krebsstiftung "Livestrong" unterstützen.

Das aber wohl nur, weil Armstrong zuvor als Vorsitzender von "Livestrong" zurückgetreten war. "Diese Organisation, ihre Mission und ihre Unterstützer liegen mir unglaublich am Herzen", erklärte er. Aus diesem Grund, und "um der Stiftung negative Auswirkungen zu ersparen, die aus den meine Radfahrerkarriere betreffenden Kontroversen resultieren, werde ich meinen Vorsitz beenden". Armstrong, der das Amt, wie es heißt, unentgeltlich ausübte, bleibt aber offensichtlich Mitglied des 15-köpfigen "Livestrong"-Vorstands. Sein Vize Jeff Garvey übernimmt nun den Vorsitz und wohl auch die nächsten öffentlichen Auftritte.

Vor einer Woche hatte die US-Antidopingagentur (Usada) den 41-Jährigen mit der Veröffentlichung eines mehr als 1000-seitigen Berichts schwer belastet. Armstrong muss mit der Aberkennung seiner sieben Tour-Titel durch den Radsport-Weltverband (UCI) und Schadensersatzklagen in Millionenhöhe rechnen.

(red)

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14 Kommentare
Gast: Knaller
19.10.2012 15:01
0 0

Hat nicht ohnedies JEDER gedopt?

Warum geht ihr dann gerade auf den einen los? Diese Menschenhatz ist widerlich!

mal von den Dopingvorwürfen abgesehen...

... ein Sportler macht Werbung für Alkohol?

Re: mal von den Dopingvorwürfen abgesehen...

erstens gibt's bei Brauereien meistens auch alkoholfreies Bier bezw ist Bier abgesehen vom doch sehr geringen Alkoholgehalt eines der gesündesten Getränke überhaupt!
Bier Werbung gibt es in sehr vielen Sportarten und ich sehe darin kein Problem!
schlimm ist dagegen die vorbildwirkung in Bezug auf Doping!

ganz einfach

ich denke wenn man jeweils den 100. der Endwertung eines jeden Radrennens zum Sieger erklärt dann hat man ziemlich sicher den ersten nicht Gedopten

Gast: gast346
19.10.2012 03:43
0 0

Spielregeln

Leistungssport bedeutet, dass man, bestimmten Regeln folgend eine Höchstleistung zu erbringen versucht. Sich nicht an die Regeln zu halten bedeutet, disqualifiziert zu werden. Doping ist gegen die Regeln, mit guten Gründen. Weil es massiv gesundheitsschädlich ist, weil es ähnlich wie bei Supermodels, etwas suggeriert, das beim Durchschnittskonsumenten als "Vorbild" missverstanden wird, obwohl es nicht echt ist. Mich interessieren "Leistungen" nicht, die unter solchen Bedingungen erbracht wurden. Ich würde sogar die Sponsoren hier mit in die Verantwortung nehmen. Es ist ziemlich billig, sich indirekt mit einem Werbestar zu bereichern, und dann, wenn der dopt, die Hände in Unschuld zu waschen. Ganz im Gegenteil, die haben mit unmoralisch hohen Summen das ganze System erst provoziert.

Gast: ibk-bike
18.10.2012 20:12
0 2

@LA

Hoffe, dass LA sich nicht dazu hinreißen lässt, diesen Gutmenschen in die Arme zu spielen und erzwungene Geständnisse abliefert. Bitte nicht wegen Geld oder Juristerei....
Der Typ hat einfach mehr Willen ausgestrahlt, als alle anderen zusammen; außerdem is einfach keiner cooler Rennrad gefahren wie er...ja, was solls denn überhaupt??: bester Rider, professionellster Doper, am Ende wollte er noch seine Gegner besiegen - wie unmenschlich; nein welch böser Typ!; die Leute regen sich eh nur auf weil ihnen sonst nix besseres mehr einfällt, weil ihnen fad is.
Immer wieder inspirierend - kill them all
http://www.youtube.com/watch?v=RtZhG2kWVLY

Gast: beobachter52
17.10.2012 21:03
2 2

Ferig machen ...

Jetzt stürzen sich alle wie Hyänen auf den "armen Armstrong" (wer kann nach 8, 10 Jahren wirklich ein gerechtes Urteil fällen?)! Motto: Den, den wir zum Helden gemacht haben, machen wir nun fertig - obwohl er eigentlich nur gemacht hat, was viele von uns (auch und va. Journalisten) machen: Eine Tablette, damit ich ruhiger werde, ein "Saftl" - und sei es Kognac oder Red bull, damit ich noch weiter arbeiten kann....)!
Dann gibt's (hoffentlich nicht!) einen Selbstmord (siehe Pantani) - und wieder wundern sich alle, sind vollkommen unschuldig ....

Antworten Gast: Hans Hummer
18.10.2012 15:47
0 2

Re: Fertig machen ...

diese Dopinghysterie geht mir schon am Keks.
mir ist das egal was die Burschen schlucken oder spritzen..es ist ihr eigener Körper den sie ruinieren.
Sind ja sog. Profis.Alles wird kriminalisiert.
Die Sportler werden wie Sträflinge behandelt.Das ganze Theater entsteht ja nur durch die Superprämien für die Manche ihr Leben riskieren(mit oder ohne Doping).
Ausserdem: Sport ist doch nur Unterhaltung für das Volk(Brot und Spiele).Dieser Medaillienzirkus und Kampf um Plätze um tausendstel Sek. ist doch langsam fad.Wir sind Weltmeister..sehr witzig ..ja im Schuldenmachen

Re: Ferig machen ...

Leute wie sie, die auch Betrüger als Helden sehen sind wohl das Letzte. Solche Typen braucht keine Sport!

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Re: Ferig machen ...

Viele haben ihn nie zum Helden gemacht, sondern seinen Gegnern die Daumen gedrückt. Einige der Gegner waren dann gedopt, aber ER ist scheinbar immer der Gute gewesen. Wie es ausschaut, hat ER (im Gegensatz zu anderen) halt im entscheidenden Moment einen Wink bekommen: aufgepasst, Kontrolle im Anmarsch...
Wenn man Ihrer Logik folgt, so könnte man ja übrigens dem Bernhard Kohl den 3.Tourplatz und das Bergtrikot zurückgeben.
Sicher, ER hatte einmalige Fähigkeiten: er konnte (zwar im Bewusstsein außerirdischer Kräfte, aber immerhin) ein Rennen "lesen", traf taktisch richtige Entscheidungen. ER hat sicher ein Höchstmaß an Trainingsdisziplin an den Tag gelegt. Sein Gesicht strahlte extremsten Ehrgeiz und Härte aus. ER führte sich manchmal oberlehrerhaft auf (im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger, Indurain).
ER dürfte auch einige legale, innovative Trainingsmethoden umgesetzt haben: mit absurd hoher Frequenz die Pedale zu treten, ist vielleicht das Ergebnis enger Zusammenarbeit mit Elektro-Physio- Therapeuten. Den Testosteronspiegel hat man vielleicht (legal, da Substitution) im oberen Bereich gehalten. In jedem Fall muss man eine hohe Intelligenz und Einsicht mitbringen, um das umzusetzen. Ähnlich wie ein Formel 1 Pilot.
ER war auch ein geborener Herrenmensch.
Manchen taugt das ja.
Es soll Männer geben, die im Bundesheer genau diejenigen Ausbildner mögen, von denen sie am meisten gequält werden.

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Re: Ferig machen ...

und der vorsätzliche langjährige Verstoss gegen die Regeln des Sports (vom moralischen will ich gar nicht reden) ist null und nichtig? Sie haben eine komische Rechtsansicht.

Armstrong hat langjährig betrogen und manipuliert, und jetzt zahlt er dafür die Rechnung. Ich würd ihm eine Geldstrafe, welche die ungerechtfertigten Preisgelder und auch Sponsorgelder (ohne Betrug hätte er die nämlich gar nie bekommen) weit übersteigt, geben!

Re: Re: Ferig machen ...

Warum wollen Sie eine Existenz einer Industrie ruinieren, wo alle mit ähnlichen Mittlen kämpfen und gekämpft haben?

Wer auch immer die ihm aberkannten Titel zugesprochen kommen wird, hat 100%ig genauso gedopt.

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Re: Re: Re: Ferig machen ...

dann gehört auch der aus dem Verkehr gezogen. Ein Verbrecher kann auch nicht sagen: "Hätte ich nicht gestohlen, hätte jetzt ein anderer die Beute!"

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Re: Re: Re: Re: Ferig machen ...

Allerdings funktionier dieser Sport nur noch durch Menschen wie ihn da sonst keine Höchstleistungen erbracht werden! Kein Mensch und auch kein Sportler hätte Interesse an mittelmäßigen leistungen! Somit gebe ich den geldgeilen Sponsoren und der leistungsorientierten Gesellschaft die Schuld die immer erst Menschen zu Teten drängt und sie dann in der Luft zerreißt.