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Hirscher und Schild sind Sportler des Jahres

31.10.2012 | 22:14 |   (DiePresse.com)

Der Titel Mannschaft des Jahres geht wieder einmal an die ÖSV-Skispringer Koch, Kofler, Morgenstern und Schlierenzauer.

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Die Alpinsikläufer des ÖSV haben bei der Wahl der österreichischen Sportler des Jahres 2012 erstmals seit sechs Jahren wieder ein Double geschafft. Slalomkönigin Marlies Schild bei den Damen und Gesamtweltcup-Sieger Marcel Hirscher bei den Herren wurden am Mittwoch im Rahmen der Galanacht des Sports in Vösendorf als heimische Top-Sportler des Jahres ausgezeichnet.

Mannschaft des Jahres wurde zum vierten Mal in den jüngsten fünf Jahren das Skispringerteam mit Martin Koch, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer, das den Erfolg der ÖSV-Wintersportler komplettierte.

Morgenstern neuer Rekordhalter

Für Morgenstern war es bereits die siebente Auszeichnung, der "Adler" ist damit Rekordhalter. Der Kärntner wurde 2008 und 2011 im Einzel als Sportler des Jahres geehrt und nun schon fünfmal (2005, 2008, 2009, 2011, 2012) mit seinen Springer-Kollegen. Morgenstern zog mit Rekordsiegerin Annemarie Moser-Pröll gleich, die allerdings 1973, 1974, 1975, 1977, 1978, 1979 und 1980 jeweils im Einzel gewonnen hatte.

Die Wahl wurde von den Mitgliedern von Sports Media Austria (SMA), der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, durchgeführt. Eine Rekordzahl von 491 Mitgliedern haben ihre Stimme abgegeben. 1.500 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Society sorgten bei der von der Sporthilfe organisierten Lotterien-Galanacht für einen würdigen Rahmen.

Schild stand nach drei zweiten Plätzen jeweils hinter Teamkolleginnen (2006 Michaela Dorfmeister, 2010 Andrea Fischbacher und 2011 Elisabeth Görgl) erstmals ganz oben und zog mit ihrem Lebensgefährten Benjamin Raich gleich. Raich hat 2006 gewonnen. "Es hat lange gedauert, aber es ist wunderschön. Ich freue mich riesig", erklärte Schild. "Die Trophäe von Benni steht zu Hause, die habe ich bewundern dürfen. Jetzt ist es perfekt."

Schild gewann mit 1.674 Punkten ebenso klar vor der Leichtathletin Beate Schrott (1.284) und Kletterin Angela Eiter (558). Die 31-jährige Steirerin feierte im Weltcup 2011/12 sechs Siege im Slalom und holte sich damit zum vierten Mal nach 2007, 2008 und 2011 den Slalom-Weltcup. Sie sorgte für den dritten Sieg in Serie für eine Alpin-Skifahrerin nach Andrea Fischbacher (2010) und Elisabeth Görgl (2011). Bei der 64. Sportlerwahl kam damit zum 32. Mal die Siegerin aus dem ÖSV-Alpinlager.

Hirscher gewann in der Saison 2011/12 Gesamtweltcup, Riesentorlauf-Weltcup und neun Weltcup-Rennen und nun auch souverän die Wahl zum Sportler des Jahres. Der 23-jährige Salzburger setzte sich mit 1.872 Punkten klar vor Fußballer David Alaba (1.338) und Skispringer Gregor Schlierenzauer (724) durch und ist der erste Alpine seit Raich 2006, der gewählt wurde. "Das ist die größte Auszeichnung, die man in Österreich bekommen kann. Das ist eine unglaubliche Ehre", sagte Hirscher, der die große Konkurrenz mit Bayern München-Legionär Alaba und Eishockey-Star Thomas Vanek hervorhob. "Das ist eine unglaublich starke Konkurrenz", so der Salzburger.

Fünfter Sieg für Skispringer

In der Mannschaft gewann zum fünften Mal in Folge die Nordische Abteilung des ÖSV. Die Skispringer gewannen schon zum vierten Mal innerhalb dieser Zeit, 2010 war die Ehrung an die Nordischen Kombinierer gegangen. Die Skiflug-Weltmeister setzten sich mit 1.364 Punkten klar vor den Rodel-Weltmeistern Andreas und Wolfgang Linger (886) sowie dem Formel 1-Team Red Bull Racing (726) durch. "Das wird nie fad", meinte Koch.

Geehrt wurden auch der Aufsteiger des Jahres und die Behindertensportler des Jahres, die erstmals auch von den Sportjournalisten gewählt worden sind. Aufsteigerin 2012 ist Leichtathletin Beate Schrott, die bei den Olympischen Spielen in London über 100 m Hürden ins Finale kam. Sportlerin des Jahres mit Behinderung wurde Heidi Mackowitz (Leichtathletik/Ski alpin), Sportler des Jahres mit Behinderung Günther Matzinger (Leichtathletik). Special-Olympics-Sportler wurde Anna-Maria Manolakas (Eiskunstlauf). Alle Sieger erhielten eine rund fünf Kilogramm schwere Trophäe aus Messing und Stahl des Metallkünstlers Stefan Gahr.

Als Laudatoren für die fünf Kandidatinnen und Kandidaten wurden Persönlichkeiten aus Sport (u.a. Herbert Prohaska, Stephan Eberharter, Mirna Jukic, Felix Gottwald, Trixi Schuba, Renate Götschl) und Society (Mirjam Weichselbraun, Harald Serafin, Rudi Roubinek, Karina Sarkissova) gewonnen. Den Showact liefert Austro-Popper Rainhard Fendrich.

 

 

(APA)

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5 Kommentare

alle 6 sporteln auf ski.

alles skifahrer oder skispringer - zufall? in jedem fall kann man daraus eines ableiten: morgenstern wird immer geehrt, dazu noch die aktuell besten skifahrer und das wars dann. es gibt also keine konkurrenz zu denen die sich auf den brettln ihr geld verdienen. das ist in österreich sicherlich keine grosse überraschung und ganz sicher keinen bericht wert.

Ich frag mich halt wirklich

ob wir nichts Wichtigeres in diesem Land zu erledigen haben.

Das ist doch reine Selbstbeweicherung einer bestimmten Gruppe in diesem Land. Die Sportler selbst sind doch nur Staffage.

Ich erinnere nur an verschiedene andere Leute, die sich dem Diktat der Werbefritzen und dem Gesocks der Sportjournalisten nicht unterordnen wollten. Dazu auch noch diejenigen, die sich auch der österreichischen Pflichtunterwerfung in der Form von Vereinsvorstandshuldigunggedichten- und -aussagen vor den Vereinen und Verbänden - eine Kür, die jeder Sportler durchmachen muss in diesem Land, sonst wird er gesperrt - nicht durchmachen wollen.

Ich kann jedem nur empfehlen: von 1000 ambitionieren Sportlern können am Ende nur 10 tatsächlich davon leben. Der Rest ist danach schlechter gestellt, als wenn er einen Beruf erlernt hätte. Aber über die spricht keiner.

Aber eines haben alle Sportler gemeinsam: Am Ende des Weges sind sie alle körperliche Krüppel. Geistig waren sie das schon am Anfang, sonst hätten sie gleich aufgegeben.

Großartiger Titel!

Einfach nur großartig. Manchmal fragt man sich schon wie man heutzutage Journalist wird..
Eine korrekte Rechtschreibung braucht man wahrscheinlich nicht dazu.

Re: Großartiger Titel!

Jetzt wurde es wenigstens korrigiert. Lob dafür, dass sich anscheinend wirklich jemand auch die Kommentare durchliest.

Re: Großartiger Titel!

Seit Chorherr bei der "Presse" auf keinen Fall mehr.