Schwimmen: In Fall "Jukic" kommt Bewegung

07.11.2012 | 19:38 |   (DiePresse.com)

Der Anwalt von Dinko Jukic hat nun grünes Licht, Klage und Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Sperre des Schwimmers einzubringen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mit einiger Verspätung soll in den "Fall Dinko Jukic" nun doch etwas Bewegung kommen. Thomas Krankl als Anwalt des Olympia-Vierten über 200 m Delfin hat nun endlich das Einverständnis seines Mandanten, die Klage und den Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen die bis 23. Juni 2013 laufende Sperre des 23-Jährigen einzubringen. Der Weg zu Gericht soll nun Anfang nächster Woche beschritten werden.

Dass sich das nach der Bestätigung der Sperre am 15. September beim Verbandstag des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV) solange hingezogen hat, liegt primär an der Nichterreichbarkeit von Jukic. Der Wiener war rund sechs Wochen lang in Australien und auch für Krankl nicht erreichbar gewesen. Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Österreich ist Jukic am Mittwoch in die USA weitergereist.

Jukic steht im Training

Krankl ist sich sicher, dass der Österreicher mit der bei Olympia in London besten Einzelplatzierung für einen Gerichtstermin - falls notwendig - auch aus den USA anreisen würde und dem Antrag auf Einstweilige Verfügung stattgegeben werde. Dies könne laut dem Juristen in recht kurzer Zeit passieren, im Fall der einzubringenden Klage habe der OSV aber zunächst eine Frist zur Stellungnahme von vier Wochen.

Jukic steht im Training und hat laut Krankl einige Einladungen zu Wettkämpfen. Der Start der US-Grand-Prix-Serie an diesem Wochenende in Minneapolis kommt in jedem Fall zu früh, die zweite Station ist aber erst für 18. bis 20. Jänner in Austin angesetzt.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

6 Kommentare

Ich wünsche ihm alles Gute

Die Trainingsbedingungen in Österreich spotten jeder Beschreibung - jedes bessere Entwicklungsland schafft es, zumindest EIN 50m-Becken in der Hauptstadt am Laufen zu halten.

Anstatt dass der OSV aggressiv in der Öffentlichkeit gegen diesen desaströsen Zustand Stimmung macht, machen Sie auch noch intern jene Leute Mundtot, die es wagen, diese Farce zu kritisieren.

Welchen Respekt soll man als Schwimmer dem OSV da bitte noch entgegenbringen?

komiker

hanswurst jukič

Forza Dinko - Teil 2

Lieber OSV: Die undurchsichtigen Machenschaften einiger OSV-Granden - wann werden die endlich aufgedeckt, und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen?

Offensichtlich haben einige genau davor Angst, und versuchen Jukic mundtot zu machen.

Ich befürchte nach dem ÖOC hier den nächsten Skandal.

Forza Dinko

Ich drück ihm die Daumen.

Er wird bestraft, weil er berechtigt Sachen kritisiert. Ein Verband soll seine Sportler fördern und unterstützen - nicht bekämpfen! Dinko Jukic trainiert täglich stundenlang, und muss bei berechtiger Kritik wegen schlechten Trainingsmöglichkeiten "wenn's dir net passt, trainier daham du Tschusch" von einem OSV-Funktionär hören. Dass da der Kragen platzen kann, verstehe ich, ohne es hiemit zu entschuldigen,

Seine Art und Weise war sicher nicht in Ordnung. Wir haben es hier allerdings mit einem Sportler zu tun, und nicht mit einem Pressesprecher. Was würde der OSV mit einem Didi Kühbauer machen? Strafe ok - aber ein Jahr Berufsverbot ist eine Farce.

Wir haben im wirtschaftl. Verfehlungen weitaus größeren Ausmaßes zu tun, welche mit einer "bedingten" abgeurteilt werden und somit eigentlich ohne Folgen bleiben.

Re: Forza Dinko

er ist ein besserwisser und repektlos gegen über seine arbeitgeber.

Re: Re: Forza Dinko

welche Arbeitgeber? Der OSV ist ein Verband, welcher für seine Mitglieder arbeiten sollte. Angestellt sind die Leute im Verbandsbüro - aber keine Schwimmer!

Und Jukic' Leistungen kommen ganz stark dem OSV zu Gute. Oder versuchen sie mal Sponsoren aufzutreiben ohne vorweisbare Topergebnisse. Jeder Titel von Jukic hilft dem OSV.

Ihm selbst natürlich auch, aber dafür arbeitet er ja - was macht hier der OSV?

AnmeldenAnmelden