Judo-Verband sucht neuen Nationaltrainer

20.11.2012 | 12:39 |   (DiePresse.com)

Die Wege von Udo Quellmalz und dem ÖJV trennten sich nach fünfeinhalb Jahren Zusammenarbeit.

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Quellmalz zog es auch aus beruflichen Gründen nach Katar, er ist dort als Sportlehrer tätig. Der ÖJV hat auf der Verbandswebsite die Stelle als Bundestrainer/Bundestrainerin für den Männerbereich ausgeschrieben. Die Anstellung beginnt am 1. Jänner 2013 und ist bis 31. Dezember 2016, also bis nach Olympia in Rio de Janeiro, befristet. Bewerbungen sind noch bis 30. November möglich.

Der Deutsche Quellmalz war im Jänner 2007 vom ÖJV als neuer Techniktrainer verpflichtet worden und stieg zum Nationaltrainer für Männer und Frauen mit einem zumindest bis Olympia 2012 laufenden Vertrag auf. In seine Ära fiel auch Olympia-Silber von Ludwig Paischer 2008 in Peking sowie mehrere WM- und EM-Medaillen der Aushängeschilder Paischer und Sabrina Filzmoser, aber auch von Hilde Drexler und Andreas Mitterfellner.

Baldige Lösung erwünscht

Quellmalz, selbst 1996 in Atlanta Olympiasieger, war bis zuletzt Vertrauenstrainer der zweifachen Europameisterin Filzmoser (2008, 2011). Die Oberösterreicherin setzt wie Paischer nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Sommerspielen in London die Karriere fort, sie trainiert u.a. nach wie vor beim oberösterreichischen Landestrainer Klaus-Peter Stollberg auf der Linzer Gugl. Dem Vernehmen nach soll Marko Spittka Chefcoach der Frauen werden, er betreut derzeit die weiblichen Nachwuchs-Judoka.

Nach London-Olympia standen im ÖJV die Neuwahlen an, Präsident Hans Paul Kutschera erhielt mit seiner Liste vorerst nicht die erforderlichen Stimmen für den Antritt einer dritten vierjährigen Amtszeit. Am 14. Oktober war er dann bei der außerordentlichen Generalversammlung einstimmig gewählt worden. Ihm zur Seite stehen jetzt aber fünf Vizepräsidenten.

Als Qualifikation für den Judo-Bundestrainer der Männer sind u.a. ein abgeschlossenes Sport-Fachhochschulstudium oder die höchste nationale Judo-Trainerausbildung, nationale und internationale Erfahrung im Judo-Leistungssport als Sportler bzw. Trainer sowie gute Deutschkenntnisse erforderlich, heißt es in der Ausschreibung.

(APA)

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