Enke-Witwe geht gegen Stück über depressiven Tormann vor

08.01.2013 | 15:25 |   (DiePresse.com)

Das Berliner Maxim Gorki Theater plant "Demenz, Depression und Revolution". Es soll sich an der Biografie über Robert Enke, der sich 2009 das Leben nahm, orientieren.

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Teresa Enke, die Witwe des 2009 verstorbenen deutschen Fußball-Nationaltormanns Robert Enke, geht mit Hilfe eines Rechtsanwalts gegen das Berliner Maxim Gorki Theater vor. Sie will verhindern, dass ihre Familientragödie auf der Bühne vermarktet wird. Anlass ist das neue Stück "Demenz, Depression und Revolution" von Fritz Kater. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der scheidende Gorki-Theaterchef Armin Petras.

Das Stück, das am 5. Jänner uraufgeführt wurde, habe Teresa Enke sehr verärgert, weil es sich ungefragt an der Enke-Biografie von Ronald Reng entlanghangele, sagte der frühere Manager des Tormanns, Jörg Neblung, am Dienstag der dpa. Mehrere Medien hatten berichtet, dass die 36 Jahre alte Witwe eine Klage gegen das Theater prüfe.

Der Keeper von Hannover 96 hatte unter schweren Depressionen gelitten und sich im November 2009 das Leben genommen.

(APA/dpa)

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