Rad: Lausanne-Laborleiter streitet Vorwurf ab

11.01.2013 | 15:43 |   (DiePresse.com)

Martial Saugy, Leiter des Doping-Labors in Lusanne, setzt sich gegen die Vorwürfe der Usada in der Causa lance Armstrong zur Wehr. Ein Treffen mit dem Texaner habe 2002 aber stattgefunden.

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Lausanne. Der Leiter des Doping-Analyse-Labors in Lausanne, Martial Saugy, hat sich am Freitag in einer Pressekonferenz gegen diese Woche erhobene Vorwürfe gewehrt, er soll dem gefallenen US-Radstar Lance Armstrong in Sachen EPO-Doping "Nachilfe" gegeben haben. "Dass ich ihm den Schlüssel zum Test gegeben haben soll, darauf ist die Antwort 'nein'", betonte Saugy.

Travis Tygart hatte in seiner Funktion als Präsident der US-Antidoping-Agentur (USADA) in einer US-Fernsehsendung die Vorwürfe gegen Saugy erhoben. Demnach soll dieser Armstrong 2002 auf Geheiß des Weltverbandes (UCI) den "Schlüssel" zum Test gegeben haben. Ein Jahr zuvor hatte Armstrong bei der Tour de Suisse eine auf EPO-Doping weisende Probe abgegeben.

Dass er wie von Tygart ausgeführt von der UCI 2002 den Befehl erhalten habe, Armstrong und US-Postal-Manager Johan Bruyneel vor der Tour de France 2002 zu treffen, um ihnen die Methode zum Nachweis von EPO zu präsentieren, stritt Saugy nicht ab. "Ich bin überzeugt, dass das zu machen okay war. Es war weder ein Fehler, noch eine Naivität, wie manche meinen."

Es sei geradezu paradox, dass sich jenes Labor, in denen die ersten EPO-Dopingfälle nachgewiesen wurden, mit einem großen Champion treffen soll, um ihm den "Schlüssel" zu den Test zu geben. "Die Antidoping-Kontrollen, das ist die Zielsetzung unseres Lebens im Labor", stellte Saugy klar.

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