Doping: Bei Armstrong-Geständnis Olympia-Medaille weg

Lance Armstrong hat schon seine sieben Tour-Siege verloren, nun droht auch Edelmetall verloren zu gehen. Das IOC erwägt, ihm Zeitfahr-Bronze von Sydney 2000 abzuerkennen.

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AP

Lausanne. Lance Armstrong dürfte bei einem Doping-Geständnis seine olympische Bronzemedaille von 2000 verlieren. Das kündigte der Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Mark Adams, in der Zeitung "USA Today" (Mittwoch-Ausgabe) an. "Wenn Armstrong zugibt, betrogen zu haben, dann werden wir die Medaille zurückfordern, so wie wir es bei jedem Sportler machen würden", sagte Adams dem Blatt.

Der des Doping überführte und inzwischen offenbar geständige Ex-Radprofi hatte bei den Sommerspielen 2000 in Sydney im Einzelzeitfahren hinter dem Russen Wjatscheslaw Jekimow und dem Deutschen Jan Ullrich Bronze gewonnen.

Spekulationen um einen möglichen Ausschluss des Radsports von den Olympischen Spielen trat Adams entgegen. Es sei noch zu früh, um über einen derart drastischen Schritt nachzudenken, meinte der Sprecher. IOC-Mitglied Richard Pound hat jüngst eine Verbannung der Sportart von den Sommerspielen als mögliches Szenario beschrieben, sollte hohen Funktionären des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) Mitwisserschaft bei Armstrongs Dopingvergehen und Vertuschung nachgewiesen werden.

 

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