Dopingaffäre: "Lächerlich und zynisch"

Erneut werden Vorwürfe gegen Ex-UCI-Präsident Verbruggen laut. Armstrong verliert die Olympiamedaille.

Dopingaffaere Laecherlich zynisch
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Dopingaffaere Laecherlich zynisch
(c) AP (Robert F Bukaty)

Washington. In der Dopingaffäre Lance Armstrong tauchten neue Vorwürfe gegen die Radsport-Eminenz Hein Verbruggen auf. Der ehemalige Vorsitzende des Weltverbandes (UCI) soll Geschäftsbeziehungen zu Armstrongs Förderer und Geldgeber Thomas Weisel unterhalten haben.

Der Finanzier des US-Postal-Teams, für das der überführte Armstrong sechs seiner sieben Toursiege einfuhr, soll laut „Wall Street Journal“ Verbruggens Gelddepots verwaltet haben. Verbruggen, Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees, bezeichnete alle Vorwürfe als „lächerlich und zynisch“.

Auch das IOC reagierte nun in dieser Causa. Armstrong muss seine Olympia-Bronzemedaille von Sydney 2000 zurückgeben. Die Androhung, den Radsport im Fall eines Geständnisses und etwaiger Vertuschungen durch die UCI auszuschließen, blieb aufrecht.

Ein weiteres Indiz, warum Armstrong jetzt zur „TV-Beichte“ bereit war, nennt US-Sportrecht-Experte Michael McCann. Der Texaner habe bei einem Geständnis keine Gefängnisstrafe wegen Meineids zu fürchten. Armstrongs Aussagen vor Gericht geschahen 2005. McCann: „Weil mehr als fünf Jahre seitdem vergangen sind, ist dies verjährt.“ Seite 25

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.01.2013)

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