Djokovic: "Armstrong ist eine Schande für den Sport"

18.01.2013 | 09:48 |   (DiePresse.com)

Der Serbe Novak Djokovic erreichte das Achtelfinale des Tennis-Grand-Slams in Melbourne, dann ging er mit Lance Armstrong nach dessen Doping-Geständnis hart ins Gericht.

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Melbourne. Titelverteidiger Novak Djokovic hat am Freitag als erster Spieler das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Der topgesetzte Serbe gab auch in seinem Drittrunden-Match in Melbourne gegen den Tschechen Radek Stepanek (Nummer 31) keinen Satz ab und gewann 6:4, 6:3, 7:5. Der Weltranglisten-Erste, der um seinen dritten Titel in Folge bei diesem Grand-Slam-Turnier spielt, trifft nun auf den Gewinner des Duells zwischen Stanislas Wawrinka (Schweiz) und Sam Querrey (USA).

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Danach ging der Sportstar mit Lance Armstrong nach dessen Doping-Geständnis hart ins Gericht. "Ich finde, es ist eine Schande für den Sport, einen solchen Athleten zu haben", sagte Djokovic in Melbourne nach seinem Einzug ins Achtelfinale der Australian Open.

"Er hat den Sport betrogen. Er hat viele Menschen auf der ganzen Welt mit seiner Karriere und seiner Lebensgeschichte betrogen", sagte der Serbe. "Er sollte für seine Lügen über all die Jahre büßen."

Armstrong hatte in einem Fernseh-Interview bei Oprah Winfrey zugegeben, sich von Mitte der 90er Jahre bis 2005 unter anderem mit EPO, Eigenblut, Kortison und Wachstumshormonen gedopt zu haben.

Den Tennis-Sport hält Djokovic dagegen für sauber. "In meinen Augen sind die Anti-Doping-Regeln im Tennis gut", sagte der 25-Jährige. "Ich glaube, Tennisspieler sind mit die saubersten Athleten auf der Welt." Allerdings räumte Djokovic ein, dass es bei ihm in den vergangenen sechs, sieben Monaten keine Bluttests gegeben habe. Er habe jedoch nichts dagegen. "Je mehr Urin-Tests, je mehr Blut-Tests sie nehmen, desto besser."

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5 Kommentare

Es wäre Besser den Mund zu halten

Keiner der in den Top 10 ist ist sauber Joko sein kein Heuchler.

2 0

Ah ja, aber ...

dann ist André Agassi eben so eine Schande für den Tennissport ... Biographie lesen lieber Herr Djokovic !!

aja

ich bin ihrer meinung. doch ist wohl die mentale komponente im tennis hoeher als im radsport. und da kann man meines wissens nach noch nix machen.

Re: aja

Na ja, es gibt einige Mittelchen die Sie menthal entspannen und dann eventuell bei Big-Points entspannter an die Sache herangehen lassen.

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Ganz ehrlich..

Bei dem dichten Kalender, wo sich sogar -wenn ich mich recht erinnere- Nadal über die unmenschliche Belastung aufgeregt hat, ist es für mich schwer nachvollziehbar, dass nicht auch im Rennissport zur schnelleren Regeneration des Körpers gedopt wird.

Wie sonst können die Stars (auch während eines Turniers) konstant so extreme Leistungen bringen?

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