Ein Pferderennen wie aus dem Märchenbuch

29.03.2013 | 18:33 |   (Die Presse)

Der „Dubai World Cup“ ist das höchstdotierte Rennen der Welt. In neun Läufen warten stolze 27,25 Millionen Dollar auf die Sieger, im Hauptbewerb zehn Millionen. Die Meydan-Rennbahn ist Scheich Muhammads Prunkstück.

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Dubai/Fin. Scheich Muhammad bin Raschid al-Maktum ist Pferdeliebhaber. Da Dubais Regent seiner Vorstellungskraft keine Grenzen setzen muss, baute er sich in Meydan eine eigene kleine Stadt. Ihr Herzstück ist eine riesige Pferderennbahn, auf der sich Scheichs, Businessmanager aus Asien, Züchter aus Amerika und Wett-Freaks fortlaufend Duelle mit ihren Vollblütern liefern. Der Höhepunkt des saisonalen Schaulaufens ist der „Dubai World Cup“, der am heutigen Samstag ab 22 Uhr über die Rennbahn gehen wird.

Neun Rennen sind ausgeschrieben, 27,25 Millionen Dollar stehen auf dem Spiel und damit das Event seinem Status als „teuersten Galopprennen der Welt“ auch gerecht wird, waret auf den Sieger des World Cups ein Scheck über sechs Millionen Dollar.

Während dieses Spielfeld für die Meydan-Group bereits zu klein scheint und sie intensive Gespräche mit Investoren aus China führt, um ein solches Spektakel auch in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, durchzuführen, blickt die Pferdesportewelt andächtig auf das mit vergoldeten Türgriffen geschmückte Rennbahnparadies.

Die 18. Auflage des märchenhaften Events findet, nicht der Hitze, sondern des Flairs wegen unter Flutlicht statt. Millionenteure Vollblüter, also nur die besten Pferde aus den Emiraten, USA, Frankreich, Südafrika und Großbritannien stehen am Start, beschleunigen auf gut 50 oder mehr km/h und erfüllen ihren Besitzern alle Träume.

 

Der nächste Heimsieg wartet

1600, 2400 oder 3200 Meter umfassen die jeweiligen Distanzen, doch zumeist werden die Rennen ohnehin nur von einem Rennstall gewonnen. Das Godolphin-Imperium stellt auch heuer mit dem fünfjährigen Wallach „Hunter's Light“ den Favoriten. Er soll den Vorjahressieg von Monterosso wiederholen und dem Veranstalter alle Ehre machen – immerhin befinden sich Rennstall und Rennbahn in einer Hand. Sie gehören Scheich Muhammad.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.03.2013)

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