Kritik an Tour-Strecke: Abfahrt "unverantwortlich"

27.06.2013 | 16:24 |   (DiePresse.com)

Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin und Andy Schleck ist bei der 100. Auflage die ungesicherte Abfahrt von der Alpe d'Huez ein Dorn im Auge.

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Der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin hat zwei Tage vor dem Start der 100. Tour de France seine Kritik an der Streckenführung erneuert. Am 18. Juli müssen die Radprofis den legendären Anstieg nach L'Alpe d'Huez zweimal meistern und dazwischen die enge und teils ungesicherte Straße des Col de Sarenne hinunterfahren. "Ich kenne keine Abfahrt mit diesem Gefahrenpotenzial", sagte der zweifache Weltmeister und kritisierte die Veranstalter scharf: "Das ist absolut verantwortungslos von der Tour-Organisation. Sie spielen mit unserem Leben."

Martin will kein übermäßiges Risiko eingehen. "Ich hätte kein Problem, die Sache ruhiger angehen zu lassen und nur darauf zu achten, nicht aus dem Zeitlimit zu fallen. Mein Leben ist mir lieber", sagte der Wahlschweizer am Donnerstag am Tour-Startort Porto Vecchio auf Korsika.

Auch der Luxemburger Andy Schleck, der Toursieger von 2010, fand harte Worte. "Da kannst du 500 Meter tief fallen, wenn du stürzen solltest. Wir waren schockiert, als wir die Strecke inspizierten. Eine solche Streckenführung ist unverantwortlich."

(APA/dpa)

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2 Kommentare

Wer bremst, gewinnt...

Die Tour gewinnt man nicht auf ca. 15km bergab. Wenn jeder gerade so schnell fährt, dass er eben auf der Strecke bleibt, wo ist das Problem? Eigenverantwortung, Kopf einschalten.

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Re: Wer bremst, gewinnt...

Von Sportlern, welche ihr Leben auf schnell sein eingestellt haben, zu erarten, dass ALLE vernünftig bremsen sollen, finde ich schon sehr blauäugig.

Warum kommt so viele Dopingfälle ans Tageslicht? Weil hier die Vernunft siegt?

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