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Pöck: „Viele Hallen stehen zum Abriss bereit“

EISHOCKEY: WM / GRUPPE H IN HELSINKI: OeSTERREICH - FINNLAND
EISHOCKEY: WM / GRUPPE H IN HELSINKI: OeSTERREICH - FINNLAND / Bild: APA/HELMUT FOHRINGER 

Ex-NHL-Verteidiger Thomas Pöck trägt nach 13 Jahren im Ausland wieder das KAC-Dress. Die Entwicklung der Liga stimme, aber die Anzahl der Legionäre nicht.

 (Die Presse)

Klagenfurt/Fin. Thomas Pöck ist wieder da. Nach 13 Auslandsjahren nimmt er am Sonntag in der Erste-Bank-Liga wieder das Eis unter die Kufen. Der Verteidiger mit NHL-Erfahrung ist im Sommer zum KAC zurückgekehrt und geht mit den Rotjacken auf die Titelverteidigung los. Pöck geht davon aus, dass die gegenüber der Meistersaison nur punktuell veränderte Mannschaft des Rekordchampions wieder im Titelkampf mitmischen wird. Der Auftakt wird gleich zum Gradmesser – KAC tritt am Sonntag in Wien gegen die Capitals (17.45 Uhr, Servus TV) an.

„Es wird von Anfang an hart werden, mit vielen Spielen in kurzer Zeit. Es ist eine ausgeglichene Liga, aber ich glaube schon, dass wir vorn mitspielen werden“, sagte der 31-Jährige wenige Tage vor Beginn der Erste-Bank-Eishockey-Liga. In der entscheidenden Meisterschaftphase seien es aber ohnehin „kleine Dinge, die auf und neben dem Eis zusammenspielen müssen, damit alles passt“, betonte der ehemalige NHL-Crack.

An der hohen Erwartungshaltung an den KAC habe sich in der Zeit seiner Abwesenheit, in der er für die NY Rangers, Stadtrivalen Islanders sowie in Schweden und der Schweiz gespielt hat, nichts geändert. „Als ich im Jahr 2000 weggegangen bin, sind wir Meister geworden. Es folgten vier weitere, dreimal war KAC im Finale. Das wird auch heuer wieder erwartet.“

Die Rückkehr zum KAC sei für ihn nach dem nicht mehr zustande gekommenen NHL-Engagement in Colorado außer Frage gestanden, stellt Pöck klar. Auch Gattin Arlene und die zwei Kinder haben sich am Wörthersee schnell eingelebt. „Meine Frau sagt, dass Klagenfurt eine der schöneren Städte ist, in denen man Eishockey spielen kann“, berichtet der Sohn von Ex-Teamchef Herbert Pöck.

Die Entwicklung der Liga bewertet Pöck positiv. Nur die vielen Legionäre samt der Punkteregelung missfallen ihm. „Das ist eine Katastrophe, das kann man aber nicht ändern, wenn die Klubs nicht wollen“, sagt der Verteidiger. KAC und andere Vereine hätten sich entschlossen, mit möglichst wenigen Ausländern auszukommen und verstärkt auf junge Österreicher zu setzen. Klubs, die das nicht tun, könne man aber trotzdem nichts vorwerfen.

Deutlicher wurde er in einem ganz anderen Punkt. „Ich bin der Meinung, dass es in Österreich 50 neue Hallen geben müsste“, betonte der langjährige Teamspieler. „Bis auf die in Wien stehen alle zum Abriss bereit.“

1. Runde, heute: Dornbirn – VSV (19.15 Uhr).

Sonntag (17.45 Uhr): Linz – Graz, Znaim – Fehervar; Innsbruck – Bozen, Capitals – KAC (ServusTV).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2013)

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