Kailua-Kona. Nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und einem Marathonlauf über 42,195 Kilometer überquerte der Australier Chris McCormack nach 8:15:34 Stunden als Erster die Ziellinie. McCormack, Vorjahres-Zweiter hinter dem Deutschen Normann Stadler, setzte sich gegen seinen australischen Landsmann Craig Alexander (8:19:04) und den Dänen Torbjörn Sindballe (8:21:30) durch.
McCormack holte im Marathon elf Minuten Rückstand auf Sandballe auf und nahm dem Dänen weitere sechs Minuten ab. "Ich freue mich über den Sieg, bin aber ziemlich erledigt", sagte der 34-jährige australische Sieger. McCormack widmete seinen ersten Sieg auf Hawaii seiner Mutter, die an Brustkrebs leidet. Tim DeBoom, zweifacher Hawaii-Sieger aus den USA, wurde in 8:22:28 Minuten Vierter. Dahinter folgte mit dem Belgier Marino Vanhoenacker (8:23:29) der zweitbeste Europäer. Der belgische Rekordhalter Luc Van Lierde (8:04:08 Stunden im Jahr 1996) wurde Achter.
Kein Glück hingegen für die erfolgsverwöhnten deutschen Triathleten beim diesjährigen Ironman auf Hawaii. Seit 2004 kamen die Sieger des wichtigsten Ironman der Welt aus Deutschland. 2004 und 2006 hatte Normann Stadler gewonnen, der diesmal aufgeben musste. Sein Landsmann Faris Al-Sultan, Sieger 2005, konnte nach Magen-Darm-Problemen gar nicht erst an den Start des härtesten Triathlons der Welt gehen. "Ich fühle mich fertig", sagte Al-Sultan. "Ich weiß nicht, was ich mir eingefangen habe". Bei den deutschen Startern kam sowohl bei Frauen und Männern keiner unter die ersten zehn: Das ist das schlechteste Ergebnis seit Jahren.
Bei den Frauen sorgte Chrissie Wellington für den ersten britischen Triumph in der Geschichte des Ironman auf Hawaii. Auf den Plätze zwei und drei landeten die US-Amerikanerin Samantha McGlone (9:14:04) und die Australierin Kate Major (9:19:13). "Ich dachte nicht, dass ich es schaffen könnte. Ich habe nur gebetet, beim Laufen durchzuhalten", sagte Wellington. Wellington hatte vor knapp zwei Monaten den Ironman in Südkorea gewonnen. Ihre Siegerzeit in Hawaii: 9:08:45 Stunden. Den Hawaii-Rekord hält weiterhin die US-Amerikanerin Paula Newby-Fraser mit 8:55:28 seit 1992.
Andrea Geier belegte Platz 80 bei den Frauen
"DiePresse.com"-Redakteurin Andrea Geier, 24, benötigte bei ihrem ersten Antreten in Hawaii für die Distanz 10:46:00 Stunden (Schwimmen: 1:00:21 Std.; Rad: 5:47:12 Std.; Laufen: 3:52:49 Std.). Sie belegte damit Gesamtrang 685, in der Wertung der Frauen reichte das für Platz 80. In der Alterskategorie: "Frauen 18-24" wurde sie Sechste. Andrea Geier: Ergebnis im Detail (phu)