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Doping: Triathletin Lisa Hütthaler gesperrt

23.10.2008 | 18:39 |   (DiePresse.com)

Die 25-jährige Niederösterreicherin wurde am Donnerstag von der Dopingbehörde NADA für zwei Jahre gesperrt. Hütthaler wurde im März positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet.

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Die Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) in Österreich hat die Triathletin Lisa Hütthaler des Dopings für schuldig befunden und für zwei Jahre gesperrt. Das bestätigte Christian Flick, der Anwalt der ehemaligen U23-Europameisterin, am Donnerstag nach der Verhandlung vor dem Disziplinargremium in Wien.

Hütthaler war im März positiv auf das Dopingmittel EPO getestet worden. Seit Mai ist sie suspendiert. Die 25-Jährige hatte stets ihre Unschuld beteuert. Sie könnte gegen das Urteil noch Einspruch erheben.

"Der Senat kam zur Auffassung, dass ein Dopingvergehen vorliegt und hat daher die Regelstrafe von zwei Jahren verhängt", erklärte Flick. Das Gremium hätte zwar "Mängel bei der Dopingkontrolle" eingeräumt, gleichzeitig aber betont, dass diese im vorliegenden Zusammenhang keine Rolle spielten. "Es hätte aus meiner Sicht auch die Möglichkeit gegeben, das Verfahren einzustellen", sagte Flick. Er will das Urteil als Fingerzeig für eine Null-Toleranz-Haltung verstanden haben. "Das war ein klares Signal. Jetzt ist Schluss mit lustig", so der Steirer, "es wird in Zukunft ein anderer Wind wehen."

Die Sperre wirkt rückwirkend mit 22. März 2008, dem Zeitpunkt der Öffnung der ersten Probe. Die NADA wird das Urteil in den nächsten Tagen schriftlich veröffentlichen. Als zweite Instanz fungiert die Unabhängige Schiedskommission. Hütthaler kann innerhalb von vier Wochen ab Urteilsverkündung eine Überprüfung des Urteils verlangen. Die Kommission hat ihrerseits spätestens innerhalb von sechs Wochen zu entscheiden.

Die dritte und letzte Instanz stellt der Internationale Sport-Gerichtshof CAS in Lausanne dar. Ein Einspruch sei laut Flick mit "langwierigen Prozeduren verbunden" und müsse daher sorgfältig von seiner Mandantin abgewogen werden. Erst in der kommenden Woche könne er diesbezüglich vermutlich mehr sagen.

Auch Bestechungsvorwürfe

Die WM- und EM-erprobte Niederösterreicherin ist neben dem sportrechtlichen Verfahren auch noch mit einer Anzeige wegen des Vorwurfs versuchter Bestechung einer Mitarbeiterin im Anti-Doping-Labor in Seibersdorf konfrontiert. Sie soll 20.000 Euro geboten haben, damit die Labortechnikerin die B-Probe so manipuliert, dass ein negatives Ergebnis herauskommt. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat ihre Erhebungen in diesem möglichen Kriminalfall noch nicht abgeschlossen. Auch hier beteuerte Hütthaler stets ihre Unschuld.

Wegen der Dopingsperre wird die Heeressportlerin laut Statuten vom Bundesheer gekündigt. Laut Flick könne dieses strafrechtliche Verfahren aber auch Auswirkungen auf das sportrechtliche Urteil zeitigen: "Wenn es zur einer Neuaufrollung kommt, sind Zusatzstrafen möglich."

(APA/Red.)

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3 Kommentare
Gast: Sigi
28.10.2008 17:46
0 0

Unrechtsbewusstsein

Leider hat diese "Sportlerin" kein Unrechtsbewusstsein. Die Aussagen im Zusammenhang mit der Bestechung sind unglaubwürdig. Warum sollte eine Mitarbeiterin eines Labors solche Behautptungen aufstellen. Die Gründe bei Frau Lisa H. sind offensichtlich.

Antworten Gast: gast1
27.03.2009 12:14
0 0

Re: Unrechtsbewusstsein

Also ich finde schon interessant, dass Frau H. vom Bundesheer gekündigt wurde, ihr Verfahren ist noch nicht einmal abgeschlossen, Herr M. (um bei den Abkürzungen zu bleiben) allerdings nicht; er hat seinerzeit nur volltrunken ein Polizeiauto gerammt, ist lebenslang gesperrt, seit 2006 (angeblich) im Krankenstand...
ein Vorzeigemitarbeiter so zu sagen!
Aber scheinbar gibt es auch dafür Gründe; vielleicht wird jetzt mal ordentlich was aufgedeckt!

Antworten Gast: konrad
30.10.2008 11:18
0 0

Re: Unrechtsbewusstsein

Leider lassen einige Leute eine selbstgerechte, moralisierende Tendenz erkennen - ohne die tatsächlichen Hintergründe zu kennen! Vorverurteiloen geht halt so leicht und lenkt so schön von einem selbst ab!

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