Die 28-jährige Oberösterreicherin Sybille Bammer gewann erstmals in dieser Saison zwei Matches in Folge und das beim großen Premier-WTA-Turnier in Indian Wells. Bammer fertigte am Montag in der dritten Runde des mit 4,5 Millionen Dollar-Events in Kalifornien die Russin Wera Duschewina nach 79 Minuten mit 6:1 und 6:3 ab und steht damit bereits im Achtelfinale. In diesem trifft Österreichs Nummer 1 noch in der Nacht zum Mittwoch auf die Slowakin Daniela Hantuchova.
Für Bammer, die im Vorjahr an dieser Stelle schon in Runde zwei ausgeschieden war, war das Resultat gleich doppelt erfreulich, weil sie zuletzt ja lange Zeit auch unter starken Schmerzen angetreten war. "Ich bin happy. Noch vor einer Woche konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen, hier an den Start zu gehen, nun habe schon zwei Siege in der Tasche", freute sich die einzige Mutter in der Tennis-Weltklasse.
Bammer überwindet Nackenschmerzen
Die Ottensheimerin, in Indian Wells als Nummer 23 gesetzt, hatte vor allem an unerklärlichen Nackenschmerzen gelitten. "Ich habe noch leichte Schmerzen, aber ich bin zuversichtlich, dass ich meine Nackenprobleme nun in den Griff bekommen habe bzw. arbeiten wir intensiv daran. Ich freue mich schon auf die nächste Runde." Gegen Hantuchova hat Bammer eine 1:2-Bilanz. "Daniela Hantuchova hat dieses Turnier zweimal gewonnen und war vergangenes Jahr im Semifinale, aber auch ich komme hier gut zurecht", erinnert Bammer auch an ihr Semifinale in Indian Wells vor zwei Jahren.
"Es wird ein hartes Match, ich habe aber weniger zu verlieren als sie", glaubt Bammer, die auf dem Weg ins Achtelfinale nach einem Freilos nur insgesamt neun Games abgegeben hat. Zufrieden zeigte sich auch ihr Coach Jürgen Waber. "Sybille konnte sich im Vergleich zur ersten Runde steigern und bot heute eine sehr solide Leistung." Bammer war der Russin heuer in Pattaya, damals allerdings mit starken Schmerzen, noch in zwei Sätzen unterlegen. Am Montag war sie aber die Chefin auf dem Platz. "Sie spielte im gesamten ersten und vor allem zu Beginn des zweiten Satzes (13 Punkte in Folge - Anm.) eine taktisch fehlerfreie Partie."
Aus internationaler Sicht gab sich auch Titelverteidigerin Ana Ivanovic keine Blöße: Die Serbin bezwang Gisela Dulko (ARG) sicher 6:3,6:3 und trifft nun auf die starke Italienerin Flavia Pennetta. Danach meinte die French-Open-Siegerin 2008, die seit dem Triumph in Paris nur ein Turnier gewonnen hat, dass ihr neuer Coach Craig Kordon ihr neues Vertrauen in sich selbst gegeben habe. "Ich hatte in den vergangenen sechs Monate viele Zweifel an meinem Spiel", gestand die Weltranglisten-Siebente. Nun fühle sie, dass sie auf dem Platz wieder einen Plan habe.
Federer bezwingt Karlovic
Bei den Herren bezwang der Weltranglisten-Zweite Roger Federer den 2,08 Meter großen Kroaten Ivo Karlovic mit 7:6,6:3 und trifft nun im Achtelfinale auf Fernando Gonzalez. Der Chilene besiegte seinerseits den US-Amerikaner James Blake mit 7:5,6:1. Ausgeschieden ist Gilles Simon (FRA-8) gegen den offenbar wieder stärker werdenden Kroaten Ivan Ljubicic. Letzterer trifft nun nicht wie erwartet auf Jo-Wilfried Tsonga, denn mit der Nummer 11 des Turniers musste sich ein weiterer starker Franzose schon in Runde drei geschlagen geben. Tsonga unterlag dem Russen Igor Andrejew 5:7,4:6.
Ein weiterer Franzose war erwartungsgemäß chancenlos: Paul-Henri Mathieu machte gegen den als Nummer 4 gesetzten Schotten Andy Murray nur fünf Games, Murray trifft nun auf den Spanier Tommy Robredo. Jürgen Melzer bestreitet sein Drittrundenmatch gegen Juan Martin del Potro am Dienstag.
(APA/Red.)

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