12.02.2012 02:45 | Meine Presse Merkliste0

Doping: Matschiner weist Hütthalers Vorwürfe zurück

27.03.2009 | 16:36 |   (DiePresse.com)

Der umstrittene Sportmanager will die Triathletin nicht betreut haben. Er habe sie nur als Klientin von Arzt Andreas Zoubek gekannt. Matschiner meint zudem, er sei seit Wochen observiert worden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das Doping-Geständnis von Triathletin Lisa Hütthaler schlug hohe Wellen. Die 25-Jährige erhob in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" schwere Vorwürfe gegen den Sportmanager Stefan Matschiner und den Arzt Andreas Zoubek.

Matschiner, Ex-Manager von Radprofi und Dopingsünder Bernhard Kohl, wies die Anschuldigungen am Freitag zurück. Gegenüber dem ORF Oberösterreich meinte er, er habe Hütthaler nie betreut, er habe sie nur als Teil eine Trainingsgruppe von Zoubek gekannt. Den Kontakt mit der Sportlerin bestreitet er nicht: "Klar hatte ich Kontakt zu Lisa. Ich versuchte, ihr das Laufen beizubringen, weil das ihre Schwäche im Triathlon war."

Der Sportmanager behauptete in diesem Zusammenhang auch, er sei seit fünf Wochen von der Polizei observiert worden. In sein Auto und das seiner Frau seien Peilsender eingebaut worden. Matschiner, der sich zur Zeit in Florida aufhält, meint: "Ich bin gut überwacht, ging meine Wege trotzdem ungehindert und bin nicht verhaftet worden, nicht einmal befragt", erklärte der Ex-Kohl-Manager. Nun müsse er sich mit seinem Anwalt absprechen, über weitere Schritte könne er nicht mehr sagen.

Wird Hütthalers Sperre jetzt reduziert?

Die Nationale Anti-Doping-Agentur Nada gab unterdessen bekannt, dass Hütthaler durch ihr Geständnis eventuell mit einer Verringerung ihrer Sperre rechnen kann. "Wenn ihre Aussagen vor der Kommission weiterhelfen und eine wesentliche Unterstützung vorliegt, dann könnte die Zusatzstrafe ausgesetzt werden und der WADA-Code bietet seit 1.1.2009 die Möglichkeit, bereits ausgesprochene Strafen zu reduzieren", erklärte Gernot Schaar, der Vorsitzende der NADA-Rechtskommission. Dazu sei aber die Zustimmung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nötig. Hütthaler wurde im Oktober 2008 wegen einer positiven Dopingprobe für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre wurde rückwirkend mit 22. März 2008, dem Zeitpunkt der Öffnung der A-Probe schlagend.

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

35 Kommentare
 
1 2
Gast: Nico
01.04.2009 10:18
0 0

Alles legalisieren

Ich finde alle Dopingmittel sollten legalisiert werden. Jeder soll soviel nehmen wie er will, es ist die Verantwortung jedes einzelnen wieviel er seinem Körper zumutet.

Gast: Lisa
30.03.2009 14:51
0 0

Darabos for President!

Ich stimme zu: auch Sportler sollen bei Doping bestraft
werde können. Sie haben selbst den meisten Profit davon.


Gast: Werner Langthaler
28.03.2009 07:12
0 0

Eine traurige Entwicklung,

selbst in Randsportarten wird also schon mit der Brechstange gearbeitet. Die heranwachsende Jugend wird zum Betrügen, Kratzen, Beißen erzogen, nur so - wird, scheint es, versichert - kommt man zu was. Die Individualität der jungen Menschen bleibt dabei auf der Strecke, andere haben sie benutzt.
Lebensfreude, Eigenverantwortung, Persönlichkeitsfindung. Da sind die Möglichkeiten, die Jugendliche in behutsam geführten Vereinen vorfinden sollen. Neben LehrerInnen sollten auch TrainerInnen sorgfältig ausgewählt sein...

heduda
27.03.2009 18:38
0 0

glaub der schüssel lebt gar nicht mehr

hab schon monate nicht mehr gehört was der typ eigentlich macht,wenn man dem im geschichtsbuch ignoriert,wirds niemanden auffallen.gilt auch für rote und grüne.haben in Ö leider keinen GISY.hört euch mal seine rede im bundestag an.you tube einschalten!!

Antworten Gast: arbeiter
27.03.2009 21:56
0 0

Re: glaub der schüssel lebt gar nicht mehr

weg mit dem schwarzen sumpf ! jeder redet von veränderung, und bankenrettung. aber wer schützt uns von den verantwortlichen, bänkern, öbblern, omv?! schaut nach oö. oder nö., hier regierren zwei sebsternannte heilige! pürinnger u. pröll, auf kosten von uns arbeiter. es wird zeit dass wir denn wiener sumpf ,wieder an die chechen zurück geben wo sie ja herstammen, und uns unser südtirol wieder enverleiben. denn die arbeiten für und nicht gegen uns!!

Gast: Richter
27.03.2009 17:27
0 0

Stoppt die Heuchler

Seit schwarz/blau/orange ihren unbedarften neoliberalen Wahn möglichst jedem Bereich überstülpten holen uns regelmäßig die negativen und kostspieligen Veränderungen ein. Sieh, ÖBB, AUA, diverse Banken etc. Bis der ganze Mist aufgearbeitet ist wird es noch einige Zeit dauern und viel Steurgeld kosten. Wer Geschäfte macht(e) durfte möglichst nicht behindert werden. Davon war der Sport nicht ausgenommen. Unter dem Schutz dieser Prämissen konnten sich auch kriminelle Kaliber ungeniert austoben. Das Österreich in Europa zu den Big Playern bei Doping gezählt wird sehe ich als Verdienst von Schüssel und co. Es paßt ins Bild, dass Doping erst seit kurzem bei uns strafbar ist. Viele Bananrepubliken sind da schon lange rigoroser.

Antworten Zapflhuber
27.03.2009 18:06
0 0

Re: Stoppt die Heuchler

Richtig! Schüssel ist am Doping schuld! Und ich bin für den Irak Krieg veranrwortlich! Und sie sollten ihre Tabletten nehmen...

0 0

wen wunderts

dazu muss man wissen, dass der matschiner ein ganz lieber hawara des entsprechenden orf-redakteurs ist. soviel zur verlautbarung.

0 0

immer das selbe

erst wenns ganz heiß wird, singen sie wie die vögel....

teifl eini
27.03.2009 13:56
0 0

freigeben!

wo stand neulich zu lesen, dass ein hobby-wettkampf (rad?) abgesagt werden musste, weil jemand über internet vor einer dopingkontrolle gewarnt hatte und statt der 1.200 nur 400 teilnehmer an den start gehen wollten?

es gibt halt überall menschen/individuen, die betrügen, tricksen, gaunern. in jeder branche, bei jedem spiel. die einen mehr, die anderen weniger. sogar im hobbysport (was ich in wahrheit für verrückt halte!) ich hab den marathon ohne doping geschafft und bin stolz drauf!

mir wäre ein dopingfreier spitzensport auch lieber aber ganz ehrlich, die realität - und ich war auch im leistungssport - sieht leider anders aus.

schweren herzens bin ich daher für die freigabe! dann hört sich diese verlogenheit auf und die sportler stehen nicht mehr mit einem bein im kriminal. soll der mit dem besten arzt und der dadurch kürzesten lebenserwartung gewinnen ... interessieren wird so ein sport allerdings keinen mehr ...

Antworten heduda
27.03.2009 18:45
0 0

Re: freigeben!

sorry,das heisst die mafia hat recht.sie sind ein weichei.kampf gegen diese wixxer ist richtig,alleine schon um unserer jugend was echtes bieten zu können."schweren herzens"den neoliberalen verbrechern das wort zu reden,ist verachtenswert.

Antworten Antworten teifl eini
03.04.2009 13:21
0 0

Re: Re: freigeben!


moment! nur weil einer verbrecher ist, ist er nicht gleich neoliberal. schauen sie sich nur die kommunistischen verbrecher weltweit an ... die kriminelle energie des menschen findet in jedem system wege. die antwort? einschränkung der freiheiten, bürokratie, unterdrückung auch der guten ...

mir gefällt die entwicklung im sport genauso wenig wie ihnen und freue mich über die erfolge der doping-fahnder. aber ganz ehrlich, welches sportereignis der letzten dreißig jahre wurde nicht durch doping verfälscht?

sie haben 1964 sport betrieben? klar, andere zeiten ... andere zeiten? hab da zufällig einen kollegen, der in den 60ern leichtathletik betrieben hat. frage nicht ...

die kriminalisierung führt nur zur stärkung des organisierten verbrechens mit allen negativen begleiterscheinungen. bestes beispiel: die prohibition.

Antworten Antworten heduda
27.03.2009 18:49
0 0

Re: Re: freigeben!

@ich war 1964 bis 68 leistungsspotler im kanu.diesen scheiss gab es nicht!.war sogar kurz vor einer olympiateilnahme.

witzigfrau
27.03.2009 13:40
0 0

Eingenommen hat sie das Mittel aber schon selbst, oder? Wie verantwortlich ist man ab 18???


Insider
27.03.2009 13:21
0 0

Ehrenhaft

ist dieses Auspacken nicht zu bezeichnen. Auch wenn es wahrscheinlich nützlich ist. Niemand wird zum Doping gezwungen. Wer dopt ist krankhaft ehrgeizig. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun. Lisa Hütthaler trat im eigenen Interesse die Flucht nach vorne an.

Antworten Gast: wild life
27.03.2009 14:26
0 0

Re: Ehrenhaft

ob "ehrenhaft" oder nicht, es ist gut wenn sich das rad zu drehen beginnt. vielleicht gibt es nun doch einige sportler/innen mehr die dem flotten treiben einiger trainer, ärzte und apotheker ein ende setzen. von mir aus auch in deren eigenem interesse. das wichtigste ist meiner meinung nach dass die allgemeine blauäugigkeit ("... das gibts ja nicht ...", "... einzelfall ...") langsam aber sicher ein ende findet!

wild life

Gast: Frau50
27.03.2009 12:28
0 0

Respekt + Mut zum Durchhalten

Respekt vor dem Mut, dass Frau Hütthaler auspackt, damit die Hintermänner zur Verantwortung gezogen werden.

Ich wünsche ihr viel Kraft, damit sie alles, was in dieser Angelegenheit auf sie zukommt, gut übersteht.

Antworten Gast: gastschreiberling
30.03.2009 08:29
0 0

Re: Respekt + Mut zum Durchhalten

ich finde den mut auch bewunderswert; frau hütthaler wurde bereits vom bundesheer gekündigt (ihre beiden verfahren sind noch gar nicht abgeschlossen) ...
herr mayer, ein echte vorzeigemitarbeiter (blutbeutelaffäre, dann turin, betrunken ein polizeiauto gerammt, lebenslange sperre vom ioc, seit 2006 im krankenstand) ist noch immer angehöriger des bundesheeres ...
es ist zu hoffen, dass es nun wirklich mal allen zoubeks (arzt), matschingers (manager), arrighis (apotheker), mayers (verteiler und drahtziher scheinbar) und wem auch sonst immer an den kragen geht; frau hütthaler ist jedenfalls die erste, die wirklich courage zeigt, soetwas verdient jedenfalls beachtung und anerkennung.
ich meine, dass es der richtige weg wäre, ihre strafe drastisch zu reduzieren (das erwartet sie sich sicherlich auch), das wäre dann ein wirklicher anreiz für weitere sportler aus zu packen ...

nomane
27.03.2009 11:25
0 0

Ich möchte nur die Anzahl

der ehrlichen Österreicher wissen...

Gibt es sie überhaupt?

Antworten Gast: Graf Gudenus
27.03.2009 13:48
0 0

ehrlicher Österreicher

PERFECTIONIERUNG des Linkswalzers, der allerhand g'schicht'ln verdrängt

Antworten Gast: Österreicher
27.03.2009 12:29
0 0

Re: Ich möchte nur die Anzahl

Geh heim in die Türkei oder nimmst Du unser Geld doch lieber?

Gast: radfahrer
27.03.2009 11:03
0 0

Ironie

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist nicht gedopt in diesen Land?

Antworten Gast: Graf Gudenus
27.03.2009 11:23
0 0

Spieglein, Spieglein an der Wand, was sagen nationale als auch internationale Ärztegremien?

Oder verstehen sich diese nur als Inkassabureau?

Gast: hat0r
27.03.2009 10:53
0 0

Sehr gut!!!!!

Sehr gut, das sie "auspackt"! Sie hätte sich genauso gut in Schweigen hüllen können, wo das EPO herkommt weiß sie nicht, warum der Test positiv auch nicht, usw. Siehe Bernhard Kohl!!!! Sie hat Mist gebaut, aber ihre Aussage ist ein extrem wichtiger Schritt im Kampf gegen Doping! Eine "dumme Nuss" sind eigentlich jene, die sich weigern, den Sumpf trocken zu legen. Siehe Kohl.

Antworten Gast: Eia
27.03.2009 13:20
0 0

Re: Sehr gut!!!!!

sie bringen die sache auf den punkt. nur das rechtsempfinden in diesem land ist halt so lala .....
aber der weg der dame ist richtig ....

Re: Sehr gut!!!!!

Dir ist recht zu geben, hat0r. Ich schließe mich Deiner Meinung zu 100% an !!

 
1 2