Das Doping-Geständnis von Triathletin Lisa Hütthaler schlug hohe Wellen. Die 25-Jährige erhob in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" schwere Vorwürfe gegen den Sportmanager Stefan Matschiner und den Arzt Andreas Zoubek.
Matschiner, Ex-Manager von Radprofi und Dopingsünder Bernhard Kohl, wies die Anschuldigungen am Freitag zurück. Gegenüber dem ORF Oberösterreich meinte er, er habe Hütthaler nie betreut, er habe sie nur als Teil eine Trainingsgruppe von Zoubek gekannt. Den Kontakt mit der Sportlerin bestreitet er nicht: "Klar hatte ich Kontakt zu Lisa. Ich versuchte, ihr das Laufen beizubringen, weil das ihre Schwäche im Triathlon war."
Der Sportmanager behauptete in diesem Zusammenhang auch, er sei seit fünf Wochen von der Polizei observiert worden. In sein Auto und das seiner Frau seien Peilsender eingebaut worden. Matschiner, der sich zur Zeit in Florida aufhält, meint: "Ich bin gut überwacht, ging meine Wege trotzdem ungehindert und bin nicht verhaftet worden, nicht einmal befragt", erklärte der Ex-Kohl-Manager. Nun müsse er sich mit seinem Anwalt absprechen, über weitere Schritte könne er nicht mehr sagen.
Wird Hütthalers Sperre jetzt reduziert?
Die Nationale Anti-Doping-Agentur Nada gab unterdessen bekannt, dass Hütthaler durch ihr Geständnis eventuell mit einer Verringerung ihrer Sperre rechnen kann. "Wenn ihre Aussagen vor der Kommission weiterhelfen und eine wesentliche Unterstützung vorliegt, dann könnte die Zusatzstrafe ausgesetzt werden und der WADA-Code bietet seit 1.1.2009 die Möglichkeit, bereits ausgesprochene Strafen zu reduzieren", erklärte Gernot Schaar, der Vorsitzende der NADA-Rechtskommission. Dazu sei aber die Zustimmung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nötig. Hütthaler wurde im Oktober 2008 wegen einer positiven Dopingprobe für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre wurde rückwirkend mit 22. März 2008, dem Zeitpunkt der Öffnung der A-Probe schlagend.
(APA/Red.)

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