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Test verordnet: Ist Leichtathletin Caster Semenya eine Frau?

20.08.2009 | 14:33 |   (DiePresse.com)

Caster Semenya, 800-Meter-Weltmeisterin aus Südafrika, muss sich einem Geschlechtstest unterziehen. Der Leichtathletik-Weltverband zweifelt nämlich, ob sie wirklich eine Frau ist.

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Eine umstrittene Siegerin gab es bei der Leichtathletik-WM in Berlin im 800 Meter Rennen der Frauen. Die 18-jährige Caster Semenya gewann in der Jahresweltbestzeit 1:55,45 Sekunden. Das Rennen war sauber, möglicherweise stimmt aber bei Semenya etwas nicht. Sie muss sich einem Geschlechtstest unterziehen.

Zweifel, ob die 18-Jährige eine Frau ist, waren wegen ihrer männlichen Erscheinung aufgetreten. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchung sollen innerhalb einer Woche vorliegen.

Jahresbestzeit aus dem Nichts

Semenya war vor drei Wochen aus dem Nichts kommend mit einer Zeit von 1:56,72 Minuten Weltjahresbestzeit und bei der WM in Berlin ins 800-Meter-Finale am Mittwochabend gelaufen. "Wir haben keine Beweise, um ihr einen Start nicht zu erlauben", sagte IAAF-Sprecher Nick Davies. "Wir warten auf das Ergebnis der Untersuchung. Es wäre falsch, sie nicht laufen zu lassen." Der südafrikanische Leichtathletik-Verband ließ mitteilen, dass es keinen Grund für den Verdacht gebe, dass Semenya ein Mann sei.

Geschlechtstests eigentlich abgeschafft

Geschlechtstests sind bei den Olympischen Spielen 1968 eingeführt worden, nachdem eine Reihe von osteuropäischen Athleten in Verdacht geraten waren. Vor den Sommerspielen 2000 in Sydney wurde die "Gender verification" jedoch wieder abgeschafft und sieht sie nur noch in strittigen Fällen vor.

Ärger und Empörung in Südafrika

In Südafrika mischten sich in die Freude über Semenyas Titel auch Ärger und Empörung über den verfügten Geschlechts-Test. Die 18-Jährige sorgte am Donnerstag auf den Titelseiten der Medien am Kap als "Golden Girl" für Schlagzeilen.

"Sie rief mich später an und sagte mir, dass sie sie dort für einen Mann halten", sagte Casters Großmutter Maphuti Sekgala (80) der Zeitung "The Times" und meinte: "Was kann ich machen, wenn man sie als Mann bezeichnet, obwohl sie keiner ist? Gott hat sie so gemacht!" Ähnliche Reaktionen gab es am Donnerstag auch im Rundfunk. Dort wurde die Frage aufgeworfen, ob nicht neidische Mitbewerber Semenyas Weltjahresbestzeit von 1:55,45 Minuten madigmachen wollten.

Frauenminister gratuliert demonstrativ

Vor dem Hintergrund der Spekulationen über ihr Geschlecht gratulierte ihr demonstrativ das südafrikanische Frauenministerium. Wörtlich heißt es in dem am Donnerstag in Pretoria veröffentlichten Glückwunsch-Telegramm des Ministeriums: "Der unglaubliche Erfolg Semenyas - trotz aller negativen Medienspekulation über ihr Geschlecht - zeigt ihre Entschlossenheit."

Dabei hatte die Südafrikanerin aus dem nahe der Stadt Polokwane gelegenen Dorf Ga-Masehlong schon früh mit solchen Zweifeln zu kämpfen. "Bei Sportveranstaltungen beschwerten sich Lehrer von anderen Schulen mitunter und behaupteten, sie wäre ein Junge. Ich denke, das lag daran, dass sie physisch stark ist und von der Figur her einem Jungen ähnelt", berichtete ihr ehemaliger Lehrer von der Nthema-Schule. Wenn sie mit ihren fünf Geschwistern nicht gerade im elterlichen Haushalt half, Essen kochte, Wäsche wusch oder Wasser holte, galt ihre ganze Begeisterung dem Fußball.

"Ich habe sie oft gefragt, warum sie weiter Fußball mit den Burschen spielt - sie sagte mir nur: 'Weil es mir Spaß macht'", sagte ihre Mutter Dorcas Semenya der Zeitung "The Star".

(Ag.)

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57 Kommentare
 
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Iason
21.08.2009 13:39
0 0

Also bitte, was für ein Wirrwarr

Die Grenze zwischen Mann und Frau ist ziemlich verwischt. Das weiß man mittlerweile.
Transsexualität gibt es viel häufiger als man früher annahm.

Die äußeren Geschlechtsmerkmale alleine geben da keine sichere Auskunft, ob man von der leistungsfähigkeit eher ein Mann oder eher eine Frau ist.

Gibt es dazu eine EU Norm, die genau definiert wer Mann und wer Frau ist?
Es gibt jedenfalls Gesetze gegen Diskriminierung. Diese werden hier sichtlich nicht eingehalten.
Wenn jemand Bedenken gehabt hätte, dann hätte er schon lange VOR der WM einen Sextest anordnen müssen. Aber jetzt, weil sie den WM- Titel gewonnen hat ???

Antworten Birgit 68
22.08.2009 14:02
1 0

Re: Also bitte, was für ein Wirrwarr

Ja, es gibt eine Norm, die genau definiert, wer Mann und wer Frau ist:

Eine Frau hat kein Y-Chromosom.
Sobald ein solches Chromosom Teil des Chromosomensatzes ist, ist der betroffene Mensch keine Frau.
Ob es sich nun um einen Mann oder eine Mischform (Zwitter = Hermaphroditen) handelt, richtet sich nach der Anzahl der X-Chromosomen. Ein Mann hat genau gleich viele X-Chromosomen wie Y-Chromosomen (meistens von jeder Sorte eines). Sind mehrere X-Chromosomen als Y-Chromosomen vorhanden, wobei beides vorkommen muss, so handelt es sich um einen Zwitter.


Antworten Antworten Iason
23.08.2009 09:49
0 0

Re: Re: Also bitte, was für ein Wirrwarr

Also ist die Bestimmung der Chromosomen doch nicht der einzige Beweis?

Es kommt also auf die Mischung an.
Wenn eine Frau ein paar Y- Chromosomen hat, ist sie dann sofort ein Mann?

Für mich genügen die äußeren Geschlechtsmerkmale, um einfach vom Gefühl zu sagen, was er/sie ist.

Bei der Caster habe ich eher das Gefühl sie sieht ziemlich männlich aus.


Antworten Antworten Antworten Birgit 68
23.08.2009 10:16
0 0

Re: Re: Re: Also bitte, was für ein Wirrwarr

Nein, da bin ich anderer Meinung!
Nur die äußeren Geschlechtsmerkmale als Indiz für das Geschlecht heranzuziehen, finde ich ziemlich diskriminierend. Vor allem Männern gegenüber. Fairer Weise müsste man dann, analog dazu, kleine Männer oder z. B. Männer mit Gynecomastie bei den Frauen mitlaufen lassen.

Wo soll man denn da die Grenze ziehen?
Bei einer bestimmten Größe und einem bestimmten Gewicht?
Die Idee wäre im Prinzip ja nicht schlecht, ist aber schwer durchzuführen, da man da leicht vom Hundertsten ins Tausendste käme:
Beim Gewicht könnte man z. B. über das Verhältnis Muskelmasse : Fett streiten und so weiter, und man müsste auch noch die einzelnen Trainningspläne einander gegenüberstellen, wenn man ganz fair sein will (das wäre auch im Bezug auf Doping eine Möglichkeit, zu unterscheiden)

Also, wo ziehen wir da die Grenze?

Antworten Antworten Antworten Antworten Iason
23.08.2009 11:50
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Re: Re: Re: Re: Also bitte, was für ein Wirrwarr

Größe und Gewicht sind ja keine äußeren Geschlechtsmerkmale, oder? Habe mir gestern die Hammerwerferinnen (neuer Weltrekord!) angesehen.

Aber natürlich kann man den Hormonhaushalt oder die Chromosomen auch heranziehen.

Wer z.B. zu viel Testosteron hat, ist gedopt oder gilt eben dann als Mann.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
23.08.2009 16:26
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Also bitte, was für ein Wirrwarr

Da habe ich die äußeren Geschlechtsmerkmale wohl mit den sekundären verwechselt.
Beim Mann ist aber auch ein Teil der primären Geschlechtsorgane äußerlich, und es gibt deren auch sekundäre, die äußerlich nicht sichtbar sind. Das stimmt.

Mit meiner Argumentation meinte ich natürlich, dass man ausschließlich die primären Geschlechtsorgane und deren genetische Anlage, die Geschlechtschromosomen, heranziehen soll, um zwischen Männlein und Weiblein zu unterscheiden.
Das sind ausschließlich die Genitalorgane.

Nur, das Testosteron an sich, kann man schon nicht mehr da dazu zählen, da es physiologisch nicht nur in den Hoden, sondern auch in der Nebennierenrinde und in den Eierstöcken gebildet wird und daher (in mehr oder weniger) geringen Mengen auch bei Frauen zu finden ist, die nicht gedopt sind.
Hat eine Frau nun z. B. eine Geschwulst an der Nebennierenrinde, was eine Krankheit ist, so hat sie mehr Testosteron im Blut, obwohl sie nicht gedopt ist.

Antworten Peregrin
21.08.2009 18:04
0 0

Re: Also bitte, was für ein Wirrwarr

Um "Transsexualitaet" - ein psychisches Leiden - geht es hier nicht, sondern um die unten erwaehnte Intersexualitaet. Von "viel haeufiger" ist allerdings keine Rede, sondern diese Syndrome sind alles in allem ziemlich selten.

Gast: Walter Weiss
21.08.2009 13:12
1 0

Caster Semenya

Wenn die Leute wüssten, was Intersexualität überhaupt ist, würden sie keine so blöden und diskriminierenden Berichte und Kommentare schreiben. Ein als intersexuell geborenes Kind "muss", da der Staat kein Neutrum kennt entweder alks männlich oder weiblich registriert werden. Caster Semenya wurde laut Geburtsschein als weiblich eingetragen und sollte daher überall, auch im Sport, als Frau behandelt werden. ie Kommentatoren und Reporter sollten sich lieber einmal erkundigen, was Intersexualität ist und nicht einfach Blödsinn in die Luft oder die Zeitschrift lassen. Hier zwei Adressen, wo sie sich informieren können : www.intersex.ch oder www.si-global.ch. Da ich mich in dieser Angelegenheit sehr gut auskenne, hoffe ich, dass Caster Semenya weitere Diskriminierungen und Frechheiten erspart bleiben und wünsche ihr von Herzen alles Gute.

Antworten Peregrin
21.08.2009 18:06
0 0

Re: Caster Semenya

Da fragen sich halt die anderen Frauen, wieso sie sich mit jemandem messen muessen, der quasi permagedopt ist. Frauen treten ja extra separat an, weil sie eben in den meisten Sportarten mit Maennern nicht mithalten koennen.

Antworten Antworten Birgit 68
22.08.2009 14:05
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Re: Re: Caster Semenya

Sicher, aber das fragen sich auch die Männer, wenn sie sich mit jemandem messen müssen, der quasi permagedopt ist, oder glauben sie, unter den Männern gäbe es das nicht?

Antworten Antworten Antworten Gast: Andrea
24.08.2009 21:54
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Re: Re: Re: Caster Semenya

Als Zwitter mit AIS muss ich hier einmal mit ein paar Sachen aufräumen.

Die grösste Beleidigung ist es uns mit Transsexuellen zu vergleichen.

Was Birgit 68 schreibt ist auch nicht alles richtig, auch AISler haben XY, haben aber Mutionen, so das wir Testosteron nicht oder nur teilweise verarbeiten können.

Dadurch ist der eine AISler sehr weiblich und der andere sieht sehr männlich aus.

Um mehr darüber zu lernen, könnt ihr einmal auf diese Seite schauen.

http://blog.zwischengeschlecht.info/

Wie gesagt lest Euch mal die Seite durch, den vieles in den Kommentaren ist sehr beleidigend, und intersexuell zu sein, bedeutet kein Zuckerschlecken, denn wir haben alle viel in unseren Leben mitgemacht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
25.08.2009 09:26
0 0

Re: Re: Re: Re: Caster Semenya

Höret was Erfahrung spricht:
Hier ist so wie anderswo:
Nichts Genaues weiß man nicht, dieses aber ebenso.

Ja, ja das leidige Lied der Abgrenzung von normal und krank.
Alles, was man nicht einordnen kann, ist krank und muss behandelt werden.
Das ist wohl die wahre Diskriminierung.

Du siehst dich also als Frau, habe ich das richtig verstanden? Hast du dich damit abgefunden, kein richtiger Mann zu sein, oder empfindest du dein "Frausein", wie du es nennst, eher als eine Rolle, die dir aufgezwungen worden ist?

Als Frau möchte ich dir allerdings sagen, dass ich es entwertend finde, dass alles, was grad nicht als Mann durchgeht, eine Frau sein soll!
Also, davon möchte ich mich schon distanzieren. Ein genetischer XXY-Mensch ist ja auch keine Frau. Also, warum soll nun ein X0-Mensch, oder jemand, bei dem das Testosteron nicht funktioniert, deswegen als Frau bezeichnet werden?
Eine Frau hat für mich immer noch zwei X-Chromosomen, und sonst nichts. Alles andere ist, nach meiner Definition, keine Frau.
Tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber alles Andere fände ich als Frau diskriminierend!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Andrea
25.08.2009 10:05
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Re: Re: Re: Re: Re: Caster Semenya

Hättest Du einmal auf der empfohlenen Seite gelesen, wäre Dir vielleicht aufgefallen, das wir Intersexuellen in eine Rolle hineingedrängt werden, da es kein drittes Geschlecht gibt und die Bundesregierung kein Interesse an einem dritten Geschlecht hat.

Die meisten von uns sind ohne unsere Einwillung im Baby-Alter zwangsoperiert wurden, die einen wurden zwangsweise zum Mann gemacht, die anderen zum Mädchen.

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1137625/Zwitterprozess-100-000-Euro-Schmerzensgeld.html
" target="_blank">http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1137625/Zwitterprozess-100-000-Euro-Schmerzensgeld.html


Hier kannst Du mehr zu AIS erfahren.

http://www.medhelp.org/www/ais/AISinGerman.htm.
" target="_blank">http://www.medhelp.org/www/ais/AISinGerman.htm.


Und ich bin intersexuell (Zwitter), reicht das.

Übrigens wurden bei mir auch Eileiter und Uterus gefunden, wie erklärst Du Dir das, und was bin ich jetzt.

Für dich ganz sicher ein Monster, für mich bin ich ein Mensch der auch nur einigermassen leben will.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
28.08.2009 09:02
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Caster Semenya

Ja, das stimmt schon.
Nur, wenn du mit mir diskutierst, willst du doch sicher meine Meinung erfahren, und keine Zusammenfassung all dessen, was andere denken, oder?
Ich habe mit der obigen Gangart der Regierung, mit Andersartigen umzugehen, nichts zu tun! Ich bin von ihr auch nie dazu befragt worden.

Erwartest du etwa von mir, dass ich als ein Regierungsmitglied Stellung nehme?
Tut mir leid, das kann ich nicht!

Komisch finde ich es aber, dass es so schwer gewesen sein soll, aus dir einen Mann zu machen, wo du doch eh dazu veranlagt bist/warst. Im Leistungssport ist man da weniger zimperlich. Ich kenne persönlich einen Fall, bei dem einer Frau, ohne ihr Wissen und ihre Einwilligung, von ihrem Trainer zur Leistungssteigerung männliche Hormone verabreicht worden sind, mit der Erklärung, es seien Vitamintabletten!
Die Frau hatte keine nennenswerten körperlichen Veränderungen an sich wahrgenommen, sie hatte sich nur gewundert, warum sie nicht schwanger werden konnte.
-Jetzt weiß sie es.

Klar, aufgrund des Umstandes, dass nur der Mann seine Geschlechtsdrüsen außen hat, ist es für Leute mit deiner Problematik sicherlich leichter zu verheimlichen, dass man keine Frau ist, als dass man kein richtiger Mann ist.
Ein Mann ohne Penis und Hoden fällt auf. Eine Frau ohne Uterus und Eierstöcke hat nur dann ein Problem damit, wenn es darum geht, Kinder zu gebären. Das ist schon richtig, und wahrscheinlich auch der Grund, warum man euch lieber den Phenotypus einer Frau verleiht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
25.08.2009 13:28
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Caster Semenya

Echt?

Ich wusste gar nicht, dass man mit nur einem X-Chromosom auch Eileiter und Uterus haben kann!
Für mich bist du ganz sicher kein Monster, aber ein Wunder!

Am Besten wäre es, meiner Meinung nach, man würde die Betroffenen so lange in Ruhe lassen, bis sie sich selbst für ein Geschlecht entscheiden können.

Wie ist das denn bei dir? Wirkt Testosteron nun überhaupt nicht, oder erst ab einer bestimmten (viel höheren) Konzentration?
Ist das schon einmal ausgetestet worden?
Wenn du dich nicht für ein Geschlecht entscheiden willst (vorausgesetzt, dass du das überhaupt könntest), so würde ich meine Entscheidung von der größeren Sensitivität für ein Hormon abhängig machen, und das Geschlecht wählen, wo das Hormon bereits in geringerer Konzentration wirkt.

Wenn du nichts ändern möchtest, dann beklage dich bitte nicht!

Gast: skeptiker
20.08.2009 22:32
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skepsis

also ich bin sehr gespannt auf die testergebnisse... hab mir die bilder und videos von ihr mehrmals angeguckt, und das sieht schon sehr verdächtig aus... zumal sie mit 18 jahren noch sehr jung ist für ne weltmeisterin. und seit diesem jahr erst dabei ist. aber es gilt ja immer noch die beweispflicht, also muss man fair bleiben und respekt zollen...

Antworten Iason
21.08.2009 13:45
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Re: skepsis

Es gibt genügend Männer mit weiblichen XX- Chromosomen und umgekehrt.

WER bestimmt also was jemand ist? Der Staat? Da es "sächlich" als Geschlecht nicht gibt, kommt das eben hin und wieder vor.

Man sollte das nicht SO ernst nehmen.
Es belebt wenigstens die WM.


Gast: Insider
20.08.2009 16:37
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Sehr verdächtig

Ich vermute eine Transsexuelle bei Caster Semenya, dazu ist Sie als einzige mit langen Hosen angetreten während alle anderen Läuferinnen mit knappen Hosen gelaufen sind.

Das erinnert mich an die Zeit der 800m-Athletin Steffi Graf, die Afrikanerin Maria Mutola, ihre ewige Konkurrentin, hat ja auch stark verdächtig männlich ausgesehen - ist die jemals auf Geschlecht überprüft worden oder war die vielleicht eine Transsexuelle


Antworten Birgit 68
22.08.2009 14:22
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Re: Sehr verdächtig

Zum Thema Zwitter:
Echte Zwitter haben keinen besonders männlichen Habitus, die Ausnahme bilden die bei ihnen nat. vorhandenen männlichen Genitalien.

Ein Zwitter hat aufgrund seiner mehrfach angelegten X-Chromosomen so viel weibliches Hormon im Blut, dass sein männliches Hormon davon größtenteils inhibiert (gehemmt) wird.

Ähnliches kennt man ja auch aus der Urologie, wo man in der Hormontherapie bei Prostatakrebs Östrogene als Inhibitoren des Testosterons einsetzt, um dem betroffenen Patienten die irreversible Kastration zu ersparen.

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Test verordnet: Ist Leichtathletin Caster Semenya eine Frau?

kann man das gleiche hier mit der Fekter machen?! die Frau hat -wenn Sie den Mund aufmacht- eine sehr männliche Erscheinung!!!

Gast: SoIstDas
20.08.2009 11:29
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Fairness geht vor!

Männer und Frauen sind unterschiedlich. Es gibt auch Gemeinsamkeiten - im Leistungssport werden die (zumindest) körperlichen Leistungsunterschiede aber deutlich sichtbar.
Gleichberechtigung sollte nicht auf Kosten der Fairness gehen, ein männlicher 100m Sprinter wird immer schneller laufen als ein gleichermaßen trainierter weiblicher Sprinter.
Deshalb trennt man bei solchen Leistungsvergleichen auch die Geschlechter.

Das ist fair!

Und wenn Er/Sie von den physikalischen Merkmalen nunmal als Mann identifiziert wird, kann Er/Sie nicht als Frau in solchen Wettbewerben starten!

Antworten Birgit 68
20.08.2009 12:09
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Re: Fairness geht vor!

Ja, nur mit dem letzten Absatz bin ich nicht einverstanden. Wo soll man denn da die Grenze ziehen?
Bei einer bestimmten Größe und einem bestimmten Gewicht?
Die Idee wäre im Prinzip ja nicht schlecht, ist aber schwer durchzuführen, da man da leicht vom Hundertsten ins Tausendste käme:
Beim Gewicht könnte man z. B. über das Verhältnis Muskelmasse : Fett streiten und so weiter, und man müsste auch noch die einzelnen Trainningspläne einander gegenüberstellen, wenn man ganz fair sein will (das wäre auch im Bezug auf Doping eine Möglichkeit, zu unterscheiden)

Also, wo ziehen wir da die Grenze?

Antworten Antworten Gast: so
20.08.2009 13:02
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Re: Re: Fairness geht vor!

schon mal was von xy - chromosom gehört??

Antworten Antworten Antworten Birgit 68
20.08.2009 19:47
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Re: Re: Re: Fairness geht vor!

Richtigstellung zu meiner Antwort auf: "Schon mal was von xy - chromosom gehört??":

Ich habe schon richtig verstanden, dass "SoIstDas" mit den physikalischen Merkmalen nicht die Chromosomen gemeint hat, und wissen Sie auch warum? Na, die zweimal erwähnte "Sie" im Posting hat doch gar kein Y-Chromosom!

Antworten Antworten Antworten Birgit 68
20.08.2009 14:17
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Re: Re: Re: Fairness geht vor!

Das sagte ich doch mit: "Ja, nur mit dem letzten Absatz bin ich nicht einverstanden..."

Bitte genau lesen!

Oder meinen Sie, dass SoIstDas die Chromosomen mit den physikalischen Merkmalen gemeint hat?
Das habe ich anders verstanden, wird wohl aber nur von SoIstDas selbst geklärt werden können.


Gast: ichbinich
20.08.2009 10:18
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kennt wer den film knochenmann?

wieso sollte es nicht umgekehrt auch möglich sein? also optisch ein man, genitalien aber von einer frau... wie nennt man das nochmal? zwitter oder?

 
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