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Rogan-Raiffeisen: "Einvernehmliche" Trennung

10.09.2009 | 18:27 |  MARTINA LEINGRUBER (Die Presse)

Markus Rogan muss seine Bankerausbildung bei Raiffeisen beenden - in "beiderseitigem Einverständnis". Aber auch hinter der sportlichen Zukunft des Schwimmers steht ein großes Fragezeichen.

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wien. Was „Die Presse“ in ihrer Donnerstags-Ausgabe berichtet hat, ist nun auch offiziell bestätigt: Markus Rogan und Raiffeisen gehen getrennte Wege. Österreichs erfolgreichster Schwimmer wird seine Bankerausbildung bei der Raiffeisen Landesbank Ende September beenden. Das bestätigte Raiffeisen-Sprecher Peter Wessely gegenüber der „Presse“.

Das Traineeprogramm war Teil von Rogans Sponsorvertrag mit Raiffeisen, der am 30. September ausläuft. Seit November 2008 wurde der Wiener in Sachen Finanzberatung geschult. Nach nicht einmal einem Jahr muss der 27-Jährige, der auch ein Bachelorstudium für „International Relations and Economics“ an der Stanford-Universität vorweisen kann, seinen Sessel räumen. In „beiderseitigem Einverständnis“, wie Wessely bestätigte. Rogans Manager, Ronnie Leitgeb, war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Mithilfe von Raiffeisen konnte sich Rogan ein zweites Standbein aufbauen. Denn zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vor gut einem Jahr stagnierte seine sportliche Karriere. Als Weltmeister und Weltrekordler war Rogan zu den Olympischen Sommerspielen nach Peking gereist. Doch in seiner Paradedisziplin über 200 Meter Rücken reichte es „nur“ für den undankbaren vierten Platz.

Gemeinsam mit Skistar Hermann Maier steht Rogan in der ersten Reihe der Raiffeisen-Werbeträger. Seinem Testimonial Rogan schneiderte der Konzern auch einen atypischen Sponsorvertrag zurecht. Er enthält neben den üblichen leistungsbezogenen Zahlungen auch eine Ausbildung zum Banker.

Zugunsten der Bankerausbildung leitete Rogan eine sportliche Veränderung in die Wege. Nach den Sommerspielen in Peking kehrte er den zeitintensiven Distanzen über 100 und 200 Meter den Rücken und wechselte auf die Sprintstrecke über 50 Meter. Die Prioritäten waren ab diesem Zeitpunkt anders verteilt. „Bis Peking war ich Vollprofi, Vollzeitschwimmer. Jetzt mach ich noch eine Ausbildung nebenbei“, sagte Rogan damals. An alte Erfolge konnte der Wiener nicht mehr anschließen. In Rom ging er über 50 Meter Rücken mit Rang 33 unter. Was das Vertragsende mit Raiffeisen für Rogans sportliche Laufbahn bedeutet, ist unklar. Noch im Februar bezeichnete der Rückenschwimmer die Olympischen Sommerspiele in London 2012 als sein Fernziel. „Wenn ich verletzungsfrei bleibe, könnte ich dort über 50 Meter Kraul starten“, sagte er.

 

Disco-Affäre: Keine Sanktionen

Paul Schauer, Präsident des österreichischen Schwimmverbandes, hofft jedenfalls, dass Rogan seine Karriere nicht beendet. Er stehe mit Rogans Management in regelmäßigem Kontakt, ob Österreichs Schwimmaushängeschild auch in Zukunft um Medaillen schwimmen wird, konnte Schauer aber nicht beantworten: „Es ist gänzlich seine Entscheidung, im OSV ist er aber jederzeit willkommen.“

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Disco-Affäre. Vonseiten des Verbandes hat Rogan keine Sanktionen zu befürchten. Am letzten Abend der WM in Rom wurde Rogan von Türstehern einer Disco zusammengeschlagen. Die Barbetreiber bestritten den Vorfall, Rogan ist seither nicht mehr öffentlich aufgetreten. „Nach Prüfung aller Fakten sind wir zum Schluss gekommen, dass Markus keine aggressiven Handlungen gesetzt hat“, sagte Schauer zur „Presse“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2009)

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4 Kommentare
Gast: Blitzky
11.09.2009 21:37
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Echte Freunde erkennt man an ihrem Verhalten in schlechten Zeiten.

In diesem Sinne wünsche ich dem Markus Rogan noch einmal ein strahlendes Comeback.
Ich halte ihn nämlich für durchaus lernfähig.

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finanzberater.

man stelle sich vor , einem Finanzberater vom Schlage eines Kohl , oder Goldberger , oder...this one ! gegenüberzusitzen . Was in diesem Land alles einegeht , nur weil man "brominent" und "freunderl" ist . Gut , ist er hal ein paarmal schnell geschwommen , fas so schnell wie der jeweils schnellste . aber Finanzberater...... oh wie mir graut......Gottseidank habe ich kein Geld bei dieser Bank....

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jaja, der promibonus zieht nicht mehr...

vor drei, vier jahren, hätte der promibonus noch saftige gewinne versprochen. wenn der herr rogan, der superschwimmer, den man hauptsächlich aus der werbung kennt, eine versicherung oder eine fondsbeteiligung anpreist, dann kann das doch nichts schlechtes sein, oder? nun hat sich das geschäft selbst ruiniert und die leute überlegen sehr genau, was sie kaufen. da kann der herr rogan viel erzählen, ich glaubs ihm trotzdem nicht. jetzt kommt noch die disco-affäre hinzu, wo der herr rogan zumindest ziemlich fett war und wahrscheinlich einige erinnerungslücken aufweist. nach sowas hat man halt bei so großgoscherten herren wie dem herrn rogan auch so seine zweifel an der perfekten natur des menschen.

Gast: FRANZ
10.09.2009 22:14
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3 PUNKTE

1. schlecht beraten Leitgeb
2.falsche Freunde Brockmann
3.Falscher Präsident Schauer nicht Schröcksnadel