Sotschi. Selten war eine Niederlage für Florian Gosch und Alexander Horst so erträglich. Österreichs Nummer-eins-Duo verlor das Finale der Beachvolleyball-Europameisterschaft in Sotschi gegen die Niederländer Reinder Nummerdor/Richard Schuil zwar klar, aber die beiden können sich mit der Silbermedaille trösten.
„Ein krönender Abschluss der Saison. Wir haben ein verdammt gutes Turnier gespielt“, sagte Gosch über den bislang größten Erfolg der gemeinsamen Karriere mit Horst. Seit 2004 sind der Steirer Gosch und der Wiener Horst gemeinsam unterwegs. Die Olympia-Fünften 2008 sorgten mit ihrer „Silbernen“ nach den EM-Titeln von Nik Berger/Clemens Doppler 2003 und von Doppler/Peter Gartmayer 2007 für die dritte österreichische Medaille bei Europameisterschaften. „Die Medaille ist absolut kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer stetigen Entwicklung“, freut sich Alex Horst.
Gold konnten Gosch/Horst den Niederländern am Samstag in der russischen Olympiastadt von 2014 nicht streitig machen. Zu ruhig, zu abgeklärt und zu souverän agierten die Titelverteidiger. Zu Beginn des Finalduells gingen die Österreicher überraschend schnell 10:4 in Führung, doch die Niederländer machten Punkt um Punkt gut und konnten den Satz mit 21:17 gewinnen.
Satz Nummer zwei war ein klare Angelegenheit. Flo Gosch und Alex Horst machte vor allem die Blockstärke der Gegner zu schaffen. Den ersten Matchball konnte das rot-weiß-rote Duo noch abwehren, der zweite besiegelte aber den 21:16-Endstand. „Sie haben fast fehlerfrei gespielt und uns zu viel Risiko gezwungen. Aber auch aus dieser Partie können wir das Positive mitnehmen“, analysierte Gosch.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2009)

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