Der Österreicher Werner Schlager hat am Sonntag bei der Tischtennis-Europameisterschaften in Stuttgart in seinem ersten Einzel-EM-Finale gegen den Dänen Michael Maze 1:4 verloren und damit die Silber-Medaille gewonnen. Inklusive des bei diesen Titelkämpfen errungenen Team-Bronze der Herren ist es die insgesamt 25. EM-Medaille des ÖTTV sowie die 16. Schlagers. Maze blieb während der achttägigen EM in allen seinen 16 Matches ungeschlagen.
Dieser Erfolg hat für Werner Schlager besondere Bedeutung. Längst nicht mehr ist er nur noch Tischtennis-Profi, hat mit der in Schwechat in Bau befindlichen "Werner Schlager Akademie" (WSA) und der Familiengründung neue Prioritäten. Lebensgefährtin Bettina Müller und der sieben Monate alte Sohn Nick waren selbstverständlich auch in Stuttgart dabei, als sich Schlager EM-Silber im Einzel und -Bronze mit der Mannschaft sicherte.
18 Medaillen hat er bisher gewonnen, davon 16 auf EM-Ebene. Dazu kommen WM-Bronze 1999 und natürlich WM-Gold 2003. Der Triumph vor sechs Jahren in Paris war der kaum überbietbare Höhepunkt seiner Karriere. Nur das Olympia-Podest fehlt in seiner Sammlung. Ob der Niederösterreicher bei den Spielen 2012 in London noch dabei ist, weiß er selbst noch nicht. Schlager will solange spielen, wie der Körper mitmacht, er Spaß daran und Zeit dafür hat.
Spielerisch profitiert der 36-Jährige trotz stark reduziertem Training noch immer von der soliden Grundausbildung bei seinem Vater. Begonnen hat es auf dem Dachboden mit einer Eternit-Platte als erstem Schläger. Im WSA-Komplex will Österreichs "Sportler des Jahres 2003" sein Wissen weitergeben, es wird u.a. als Ausbildungszentrum dienen. Schlager stellt damit die Weichen, dass Österreichs Tischtennis auch nach seiner Laufbahn große Erfolge feiern darf.

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