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Tennis: Becker kritisiert Agassi nach Beichte scharf

03.11.2009 | 16:08 |   (DiePresse.com)

"Er schadet nur dem Tennissport" meinte die deutsche Legende zu den Drogen-Enthüllungen seines ehemaligen Konkurrenten. Agassi bezeichnete Becker in seinem Buch als "verdammten Deutschen"

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Boris Becker ist mit seinem alten Konkurrenten Andre Agassi böse ins Gericht gegangen. "Er schadet nur dem Tennissport", sagte der dreifache Wimbledonsieger am Dienstag in der Online-Ausgabe der "Sport Bild" zu dem Doping-Geständnis des Graf- Ehemannes. Agassi hat in seiner in Kürze erscheinenden Autobiografie zugegeben, 1997 die Droge Crystal Meth konsumiert und nur durch eine Lüge eine Sperre durch die Profispieler-Organisation ATP verhindert zu haben.

In seiner Autobiografie hat Agassi sein Bild als untadeliger Sportsmann nachhaltig beschädigt - und auch die angebliche Freundschaft mit Becker: "Ich will diesen verdammten Deutschen nicht in Sichtweite haben", soll Agassi in seinem Werk geschrieben haben. Gemeinsame Bilder vom Oktoberfest oder anderen Treffen sollten die ohnehin vermutete Antipathie früherer Tage offenbar nur verschleiern.

"Da muss er jetzt einige Abstriche machen", sagte Becker. "Wenn er zu viel Bier getrunken oder mal einen Joint geraucht hätte, dann könnte man es vergessen. Aber wir reden über eine der schlimmsten Drogen überhaupt: Crystal Meth ist ein synthetisches Aufputschmittel und eine der gefährlichsten Drogen der Welt. Es kann schon bei der ersten Einnahme süchtig machen und führt langfristig zu geistigen Behinderungen und dann zum Tod."

Schon als junger Tennisspieler sei er von seinem Vater mit Ephedrin und später sogar mit Speed gedopt worden, berichtet der Olympiasieger in seinem Buch. "Wie man damit überhaupt Tennisspielen kann, weiß ich nicht", sagte Becker: "Ich fühle mich als Sportler enttäuscht. Er hat viele Grand Slams gewonnen, einige auch gegen mich. Wenn er die gewonnen hat, weil er auf Speed war, dann ist das einfach unfair und hat im Sport nichts zu suchen."

Becker selbst betont, nie etwas mit Doping zu tun gehabt zu haben. "So was ist im Tennis nicht verbreitet, und da muss ich auch für meine Kollegen, ob das ein Roger Federer oder Rafael Nadal ist, meine Hand ins Feuer legen." Zudem hätten diese Betrugsversuche keinen Sinn, meinte der Wimbledonsieger, der nur 4 von 14 Vergleichen mit Agassi gewonnen hat. "Wir haben einen koordinativ hochkomplizierten Sport, wo es auf Bruchteile von Sekunden ankommt. Da gibt es meines Wissens keine Droge, die einen weiterbringt. Deshalb ist die Veröffentlichung umso schlimmer."

(Ag.)

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2 Kommentare
Dekkard
03.11.2009 20:42
0 0

Langeweiler Becker/geldgeiler Agassi

Das Becker ein absoluter Langweiler ist, der es zum Medienstar auch nur geschafft hat weil langweilige Deutsche ihresgleichen anhimmeln wollen ist eine Sache. Aber wenn er keine Ahnung von Drogen hat, soll er seine Vermutungen doch bitte für sich behalten...
Agassi ist nicht besser: das dem Dolm kein weniger leicht durchschaubarer Mediencoup für sein neues Buch einfällt?

ReginaD
03.11.2009 19:21
0 0

Agassi ist ehrlich - zwar ein bissl spät

und schadet meiner Meinung nach dem Sport überhaupt nicht - ganz im Gegenteil: Sport sollte Sport bleiben - ganz ohne Aufputschen. Leistungssport macht sowieso krank - da braucht man nicht irgendwelche Medikamente noch extra dazu. Ich möchte nicht wissen, wie die Gelenke von Boris Becker oder Thomas Muster aussehen. Tennis ist auch nicht der ideale Sport, den man regelmäßig bis ins hohe Alter ausüben sollte, weil die Gelenke zu sehr beansprucht werden auf Grund von ruckartigen Bewegungen. Ich glaube, dass der Hype dieses Sports weltweit vorüber ist. Daran sollten sich unsere Oldstars auch schön langsam gewöhnen. Die haben ja auch genug Geld damit gemacht. Macht den Jungen Platz!

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