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Darabos will Betrug durch Doping unter Strafe stellen

04.11.2009 | 11:04 |   (DiePresse.com)

Österreichs Sportminister plant eine Gesetzesnovelle, mit der Dopingsünder wegen "Schweren Betrugs" strafrechtlich verfolgt werden können. Schon am 1. Jänner 2010 soll die Verschärfung in Kraft treten.

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Sportminister Norbert Darabos plant eine Verschärfung des Kampfes gegen Doping. Im Parlament soll demnächst eine Gesetzesnovelle behandelt werden, die Sportbetrug durch Doping ins Strafgesetz aufnimmt. "Wer dopt, betrügt. Dopingsünder verschaffen sich nicht nur im sportlichen Wettbewerb einen unrechtmäßigen Vorteil, sondern auch in finanzieller Hinsicht. Jetzt kann dieser Betrug auch verstärkt verfolgt werden", meinte Darabos zur geplanten Gesetzesnovelle. "Der Sportbetrug durch Doping im Spitzensport wird unter Strafe gestellt. Damit werden die strafrechtlichen Bestimmungen verschärft", so Darabos: "Doping ist kein Kavaliersdelikt. Was im Strafrecht verankert ist, ist gesellschaftspolitisch unerwünscht".

Geplant ist, den § 147 des Strafgesetzbuches ("Schwerer Betrug") für Dopingsünder zu adaptieren. Wann sich das Parlament damit befasst, ist vorerst noch nicht abzusehen. Es wird aber angestrebt, dass die Novelle bereits am 1. Jänner 2010 in Kraft tritt.

Noch am (heutigen) Mittwochnachmittag tagte im Parlament der im Februar eingesetzte "Anti-Doping-Unterausschuss" und danach der Sportausschuss.

Der Vorsitzende des Sportausschusses und BZÖ-Abgeordnete Peter Westenthaler teilte allerdings in einer Aussendung mit, dass der Ausschuss der Forderung von Darabos "eine klare Absage" erteilen werde. Darüber habe man eine entsprechende Einigung zwischen den Fraktionen erzielt, so Westenthaler weiter. Die geltenden sportrechtlichen Sanktionen, wie etwa langjährige Sperren würden völlig ausreichen. Eine explizite Festschreibung im Strafrecht wäre eine "Fleißaufgabe und brächte nur zusätzlichen Verwaltungsaufwand".

Derzeit können nur Personen, die Dopingmittel organisieren, strafrechtlich verfolgt werden. Sportlern, die dopen, drohen Sperren.

(APA/Red.)

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