Volleyball: Der nächste Schlagabtausch

Keine Ruhe will in der Kraftprobe zwischen Volleyball-Verbands-Präsident Peter Kleinmann und Hypo-Tirol-Manager Hannes Kronthaler einkehren.

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In einer Aussendung am Dienstag sprach Kleinmann von immer konkreter werdenden Abwanderungsplänen Kronthalers in die deutsche Liga. Der Tiroler wiederum findet diese "neuen Aspekte" (Kleinmann) lächerlich - weil "bekannt": "Das sage ich seit zwei Jahren."

"TSV Unterhaching Volleyball hat bei der deutschen Liga um eine Wildcard angesucht. Die Hinweise verdichten sich, dass Hypo Tirol mit der Unterhachinger Spiellizenz in der deutschen Bundesliga antreten möchte", schrieb Kleinmann. Selbst sein deutscher Kollege, DVV-Präsident Thomas Krohne, habe diese Überlegungen bestätigt. Kleinmann: "Wie man hört, soll Hypo-Tirol-Manager Hannes Kronthaler planen, die Mehrheitsanteile von TSV Unterhaching zu erwerben, um dann die Spiele abwechselnd in Unterhaching und Innsbruck auszutragen."

Beim österreichischen Serienmeister wollte man das nicht bestätigen. Kronthaler verwies auf seine schon seit längerem geäußerten Ideen von Teilnahmen in Italien oder Deutschland. Ende April werde man mehr wissen, sagte der Manager. Die Nennfrist für die kommende Saison hat man beim Meister jedenfalls verstreichen lassen, nach derzeitigem Stand geht die Austrian Volley League 2017/18 ohne Tirol über die Bühne.

Hintergrund ist ein Sponsor-Konflikt, steht dem jahrelangen Tirol-Geldgeber Hypo doch auf Liga-Ebene seit einem Jahr mit DenizBank ein anderes Geldinstitut gegenüber. In der laufenden Saison hat Tirol-Manager Kronthaler so darauf reagiert, dass er die verpflichtenden DenizBank-Banden bei Ligaspielen nicht aufgestellt hat. Die dafür fällige Strafsumme hat er gezahlt. Die Pönale wurde nun aber kräftig erhöht. Letztlich haben die Tiroler die Nennung für die nächste Saison unterlassen.

Für Kleinmann ist klar: Er soll im Falle eines Tiroler "Fremdgehens" als Buhmann herhalten. Für Kronthaler eine bestenfalls kuriose Behauptung: "Ich brauche keine Ausrede. Es hat nichts mit meiner Entscheidung zu tun, in Österreich nicht mitzuspielen."

(APA)

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