Eishockey-WM: Die Anspannung auf dem Eis

Das Zuschauerinteresse in Köln und Paris ist gewaltig. Außenseiter Deutschland fordert im Viertelfinale Titelverteidiger Kanada.

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Symbolbild. – (c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)

Köln/Paris. Die Eishockey-WM in Köln und Paris elektrisiert die Massen: 584.827 Zuschauer kamen allein zu den 56 Spielen der Gruppenphase, nur der Rekord aus 2015 (741.690 Besucher in Prag und Ostrava) ist aufgrund der Kapazitäten außer Reichweite. Mit dem Start der K. o.-Phase steigt die Spannung, neben den Topnationen hat Deutschland mit einem 4:3-Sieg nach Penaltys gegen Lettland das letzte Ticket gelöst.

Die DEB-Auswahl trifft heute (20.15 Uhr, live Sport1) vor Heimpublikum in Köln auf Titelverteidiger Kanada. „Wir haben absolut nichts zu verlieren. Sie sollen einfach das Spiel gegen einen absoluten Topfavoriten genießen“, gab der deutsche Teamchef Marco Sturm seinen Spielern mit auf den Weg. Selbstvertrauen soll seiner Mannschaft der Auftaktsieg gegen die USA geben, die im weiteren Verlauf ungeschlagen geblieben sind. „Man kann auch große Nationen schlagen“, so Sturm.

Die Deutschen hoffen auf ein ähnliches Eishockey-Märchen wie bei der bisher letzten WM im eigenen Land, als 2010 erstmals seit 57 Jahren wieder der Einzug ins Halbfinale gelungen war. „Man muss nicht nervös werden, nur weil es Kanada ist“, meinte Torhüter Philipp Grubauer, der im entscheidenden Spiel gegen Lettland eine überragende Partie spielte. Der regierende Weltmeister hat in der Gruppenphase jedoch eine überzeugende Bewerbung für den ersten Titelhattrick seit 16 Jahren abgegeben, musste sich einzig der Schweiz nach Verlängerung geschlagen geben. Ebenfalls einen starken Eindruck hat die US-Mannschaft hinterlassen. Die junge Auswahl von Jeff Blashill – gleich neun Spieler sind 21 Jahre alt oder jünger – sicherte sich noch vor Rekordchampion Russland den ersten Tabellenplatz und trifft auf Vizeweltmeister Finnland, der bislang nicht voll überzeugen konnte.

Die Russen treffen in Paris auf Tschechien, anschließend fordert die Schweiz Mitfavorit Schweden. Die Eidgenossen sinnen auf Revanche für das verlorene WM-Endspiel von 2013. Die Schweden haben zwar schon zwei Niederlagen kassiert, aber mit Torhüter Henrik Lundqvist (NY Rangers) und Stürmer Nicklas Bäckström (Washington Capitals) zwei Superstars aus der NHL als Verstärkung bekommen.

EISHOCKEY-WM VIERTELFINALE

16.15 Uhr: USA – Finnland (Köln/Sport1), Russland – Tschechien (Paris/ORF Sport+).

20.15 Uhr: Kanada – Deutschland (Köln/Sport1), Schweiz – Schweden (Paris/SF2, ORF Sport+).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2017)

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