Los Angeles. Die US-Staatsanwaltschaft stellte ihre Dopingermittlungen gegen den siebenmaligen Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong ein. Die Juristen hatten knapp zwei Jahre lang versucht zu klären, ob während Armstrongs Zeit beim von der Regierung gesponserten Rennstall US-Postal ein Dopingprogramm aufgebaut wurde und ob der Radstar die Anwendung unerlaubter Mittel unterstützt oder sogar befürwortet hat. „Ich bin erfreut zu erfahren, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen beendet hat. Es ist die richtige Entscheidung“, zeigte sich Armstrong freilich erleichtert.
Der Texaner war in der Vergangenheit mehrfach von ehemaligen Teamkollegen, unter anderem dem selbst des Dopings überführten Floyd Landis und Tyler Hamilton, beschuldigt worden, leistungssteigernde Mittel genommen zu haben. Armstrong selbst hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Amerikas Anti-Doping-Agentur hingegen setzt ihre Ermittlungen fort. „Unsere Investigationen gehen weiter, und wir hoffen, aus den Ermittlungsergebnissen der Behörden Informationen zu erhalten“, teilte Usada-Chef Travis Tygart mit. Die Aufgabe seiner Agentur sei es, den Sport zu schützen und nicht die strafrechtliche Verfolgung. Die Einnahme von Dopingsubstanzen wird in den USA strafrechtlich nicht verfolgt.
US-Staatsanwalt stellt Dopingfall Armstrong ein
04.02.2012 | 16:44 | (Die Presse)
Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong feiert seinen Etappensieg. Die US-Staatsanwaltschaft stellte ihre Dopingermittlungen ein, nur die amerikanischen Dopingjäger ermitteln hingegen weiter.

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