Norwegischer Schwimmer starb bei Höhentraining

Die Todesursache von Weltmeister Oen bleibt nach Herzstillstand vorerst unklar. Der norwegische Schwimmverband ist geschockt. Er war beim Duschen nach dem Training bewusstlos zusammengebrochen.

Norwegischer Weltmeister Oen starb bei Höhentraining
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Norwegischer Weltmeister Oen starb bei Höhentraining
(c) EPA (Barbara Walton)

Alexander Dale Oen ist am Montag gegen 21.00 Uhr Ortszeit verstorben. Nachdem er längere Zeit nicht aus der Dusche herausgekommen war und nicht geantwortet hatte, fanden ihn seine Teamkollegen leblos am Boden. Norwegens Teamarzt Ola Rönsen veranlasste die sofortige Einlieferung in das Krankenhaus, doch alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. "Das ist unglaublich traurig und tragisch", sagte Rönsen.

Dale Oen hatte 2006 in Shanghai mit Kurzbahn-Bronze über 100 m Brust für Norwegens erste Schwimm-WM-Medaille gesorgt. Der emotionale Sieg 2011 erneut in Shanghai war Norwegens erstes Schwimm-WM-Gold und machte ihn zum nationalen Helden. "Das war heute mehr Herz als Taktik. Ich wollte für die dort zu Hause gewinnen", meinte er damals, am 25. Juli. Auch Olympia-Silber holte er auf chinesischem Boden.

"Einen Helden verloren"

Norwegens Verbandspräsident Per Rune Eknes kondolierte Dale Oens in Oygarden zurückgebliebener Familie. "Das ist der härteste Tag in Norwegens Schwimm-Geschichte", sagte der Funktionär. Ähnlich äußerte sich der Weltverband (FINA) und mit Borre Rognilen der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees. "Norwegens Sport hat einen Helden verloren, nicht nur wegen seiner Leistungen, sondern auch wegen seiner Art."

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg erklärte per Twitter-Mitteilung: "Alexander Dale Oen war ein großer Spitzensportler aus einem kleinen Land. Meine Gedanken gehen an seine Familie und seine Freunde." Oens Trainer Stig Leganger-Hansen meinte in "Bergens Tidende" zum Tod seines Sportlers: "Das hier ist völlig unfassbar. Er war so ein wunderbarer, warmherziger Mensch. Der Sport ist in diesem Moment völlig egal."

Oen hatte in den vergangenen Wochen über Schulterschmerzen geklagt, sich aber nach einer Cortison-Behandlung optimistisch gezeigt. Norwegens Team-Trainer Petter Lovberg hatte vor dem schockierenden Todesfall erklärt, dass Oen ausgeprägten Ehrgeiz beim Training gezeigt habe: "Wir sehen, dass Alexander gerne ausgesprochen kräftig zur Sache gehen will. Aber wir bitten ihn, Geduld zu zeigen. Wir wollen kein Risiko eingehen."

 

(APA/Ag.)

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