Norwegischer Schwimmer starb bei Höhentraining

01.05.2012 | 16:25 |   (DiePresse.com)

Die Todesursache von Weltmeister Oen bleibt nach Herzstillstand vorerst unklar. Der norwegische Schwimmverband ist geschockt. Er war beim Duschen nach dem Training bewusstlos zusammengebrochen.

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Alexander Dale Oen ist am Montag gegen 21.00 Uhr Ortszeit verstorben. Nachdem er längere Zeit nicht aus der Dusche herausgekommen war und nicht geantwortet hatte, fanden ihn seine Teamkollegen leblos am Boden. Norwegens Teamarzt Ola Rönsen veranlasste die sofortige Einlieferung in das Krankenhaus, doch alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. "Das ist unglaublich traurig und tragisch", sagte Rönsen.

Dale Oen hatte 2006 in Shanghai mit Kurzbahn-Bronze über 100 m Brust für Norwegens erste Schwimm-WM-Medaille gesorgt. Der emotionale Sieg 2011 erneut in Shanghai war Norwegens erstes Schwimm-WM-Gold und machte ihn zum nationalen Helden. "Das war heute mehr Herz als Taktik. Ich wollte für die dort zu Hause gewinnen", meinte er damals, am 25. Juli. Auch Olympia-Silber holte er auf chinesischem Boden.

"Einen Helden verloren"

Norwegens Verbandspräsident Per Rune Eknes kondolierte Dale Oens in Oygarden zurückgebliebener Familie. "Das ist der härteste Tag in Norwegens Schwimm-Geschichte", sagte der Funktionär. Ähnlich äußerte sich der Weltverband (FINA) und mit Borre Rognilen der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees. "Norwegens Sport hat einen Helden verloren, nicht nur wegen seiner Leistungen, sondern auch wegen seiner Art."

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg erklärte per Twitter-Mitteilung: "Alexander Dale Oen war ein großer Spitzensportler aus einem kleinen Land. Meine Gedanken gehen an seine Familie und seine Freunde." Oens Trainer Stig Leganger-Hansen meinte in "Bergens Tidende" zum Tod seines Sportlers: "Das hier ist völlig unfassbar. Er war so ein wunderbarer, warmherziger Mensch. Der Sport ist in diesem Moment völlig egal."

Oen hatte in den vergangenen Wochen über Schulterschmerzen geklagt, sich aber nach einer Cortison-Behandlung optimistisch gezeigt. Norwegens Team-Trainer Petter Lovberg hatte vor dem schockierenden Todesfall erklärt, dass Oen ausgeprägten Ehrgeiz beim Training gezeigt habe: "Wir sehen, dass Alexander gerne ausgesprochen kräftig zur Sache gehen will. Aber wir bitten ihn, Geduld zu zeigen. Wir wollen kein Risiko eingehen."

 

(APA/Ag.)

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5 Kommentare
Gast: Ich bin der Meinung
02.05.2012 19:34
0 0

In diesen Tagen sind schon mehrere Sportler zusammengebrochen

auch im Fußball.
So traurig dieses Schicksal ist, es wird allmählich zu hinterfragen seinb ob der (Spitzen)Sport in der Art und Weise wie er gelebt wird als gesundes Vorbild gelten sollte oder ob die Gesellschaft nicht einmal die Uhren anhalten sollte, um darüber nachzudenken.


Gast: Gast sdfas
01.05.2012 17:45
2 0

Doping?

Bei Body-Buildern und Leichtathleten kenn ich dutzende Fälle, die früh gestorben sind, weil sie beim Doping übertrieben haben.

Man sollte ein Autopsie machen

Antworten Gast: b754
01.05.2012 18:45
2 1

Re: Doping?

bei dem zeug dass es heute gibt läßt sich das nicht mehr nachweisen

Gast: dgdgh
01.05.2012 16:51
0 0

Blutverdickung?

Kennt sich da wer aus?

Antworten Gast: Halbwissen
01.05.2012 17:22
1 0

Re: Blutverdickung?

Da müssen Sie Bjarne Riis fragen !
Monsieur 60 Prozent.

Oder Dr. Fuentes !
Ohne ihn wäre Spanien laut seinen Aussagen nicht Fußballweltmeister geworden.

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