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Giro d'Italia: Ab Samstag ist Rosa wieder Trendfarbe für Herren

03.05.2012 | 17:07 |   (Die Presse)

Am Samstag beginnt die 95. Auflage der Italien-Radrundfahrt – in Dänemark. Dabei wurde gerade erst der Sieger des Jahres 2011 geehrt. Auch fünf Österreicher nehmen den 3500 Kilometer langen Klassiker in Angriff.

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Herning/Wien/Red. Erst zwei Tage vor dem Start des Giro d'Italia 2012 wurde der Sieger des Vorjahres geehrt. Der Italiener Michele Scarponi, eigentlich Zweitplatzierter, rückte durch die Disqualifikation von Alberto Contador wegen Dopings auf den ersten Platz vor. Über das gestern nachträglich überreichte Rosa Trikot konnte sich der 32-Jährige aber nicht wirklich freuen: „Ich möchte die Emotionen spüren, wenn man das Rosa Trikot auf der Straße erobert.“

Ab morgen hat er die Gelegenheit dazu. Dann beginnt die 95. Auflage der Italien-Rundfahrt – in Dänemark. Erst nach einem 8,7-km-Einzelzeitfahren zum Auftakt und zwei Flachetappen geht es nach Italien. Durch Scarponis Sieg am grünen Tisch stellt das Lampre-Team nun zwei Giro-Gewinner: Damiano Cunego siegte 2004.
Auch das Liquigas-Team stellt einen der großen Favoriten auf den Sieg: Ivan Basso, zuletzt nicht in bester Verfassung, peilt den dritten Erfolg nach 2006 und 2010 an.

Der Tscheche Roman Kreuziger (Astana) und der Luxemburger Fränk Schleck (RadioShack) führen die Liste der ausländischen Mitfavoriten an. Weltmeister und Paradesprinter Mark Cavendish wäre bei seinem „Lieblingsrennen“ schon mit einigen Etappensiegen und einer gewissen Zeit im Rosa Trikot zufrieden.
Helfen soll ihm dabei auch ein Steirer: Bernhard Eisel ist Cavendishs Teamkollege bei Sky und einer von fünf Österreichern beim Giro. Auch Thomas Rohregger soll einem Star behilflich sein: Der Tiroler ist bei Radioshack als Helfer von Fränk Schleck in den Bergen vorgesehen.



Matthias Brändle unterstützte im Vorjahr seinen spanischen Teamkollegen Juan Jose Cobo bei Geox auf dem Weg zum Vuelta-Gesamtsieg. Heuer genießt der Vorarlberger bei seiner zweiten Teilnahme ebenso wie sein Landsmann und NetApp-Kollege Daniel Schorn viele Freiheiten. Der fünfte Österreicher, Stefan Denifl, rechnet in der Equipe Vacansoleil mit der Chance auf eine gute Etappenplatzierung.

Die Entscheidung in der dreiwöchigen Rundfahrt über etwas mehr als 3500 Kilometer fällt erst in den letzten drei Tagen. Den Bergetappen über vier Dolomitenpässe ins Val di Fiemme (Alpe di Pampeago) bzw. auf das Stilfser Joch folgt als Finale ein 31-km-Einzelzeitfahren in Mailand.

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