Österreichs Handball-Herren haben noch leise Hoffnungen auf die zweite WM-Teilnahme in Folge. Im Hinspiel des Qualifikations-Play-offs musste sich Österreich in Skopje Mazedonien mit 21:26 geschlagen geben und steht damit im Rückspiel am Samstag in der Eishalle Kagran vor einer großen Herausforderung.
Rotweißrot war in einer im Finish atmosphärisch heißen Partie gegen den EM-Fünften zwar nicht chancenlos, mit Ausnahme von Goalie Thomas Bauer konnte aber keiner der Teamspieler vollends überzeugen. Die Auswahl von Teamchef Patrekur Johannesson hatte in der mit 7000 Zuschauern gefüllten Boris-Trajkovski-Arena freilich schon in der ersten Hälfte durchaus die Chance auf ein besseres Resultat. Doch Fehlwürfe und Ballverluste machten ihr das Leben schwer. Auch sorgte der zehnminütige Ausfall der Zeitnehmung für Unmut, vom Wurf eines Feuerzeuges auf Torhüter Bauer und dem darauffolgenden Disput mit mazedonischen Spieler ganz zu schweigen.
Volle Halle, beste Chancen
„Unsere Deckung war heute gut, dafür hatten wir Probleme im Angriff. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, aber das gesamte Team hat gut gekämpft“, meinte Teamchef Johannesson. Der Isländer sieht dennoch weiterhin die besten Möglichkeiten für das Erreichen der Endrunde in Spanien (Jänner 2013). „Natürlich, in einer vollen Halle in einer Woche sind alle Chancen intakt.“ Auch Kapitän Szilagyi ärgerte sich über „zu viele einfache Fehler und einfache Gegenstoßtore. Die Ausgangsposition ist nicht optimal, aber auch nicht aussichtslos.“
Beste Werfer: Santos 5, Szilagyi, Weber, Schlinger je 3, Bozovic, Ziura, Wilczynski je 2, Fölser 1.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.06.2012)

Grid GirlsSchönheiten der Boxenstraße
SchnappschussDie besten Sportbilder