Neuer Dopingvorwurf gegen Lance Armstrong

Lance Armstrong, der siebenfache siebenfache Sieger der Tour de France, ist weiterhin im Visier der Dopingjäger. Der 40-Jährige wurde gesperrt. Armstrong weist auch die neuen Vorwürfe konsequent von sich.

Schließen
(c) GEPA pictures/ Herman Seidl

Boston. Lance Armstrong hat seine Radkarriere längst beendet, seit einem Jahr engagiert sich der siebenfache Sieger der Tour de France als Triathlet. Mit dem Speichen-Spektakel hat der Texaner abgeschlossen, dennoch befindet er sich weiterhin im Visier der amerikanischen Dopingjäger. Nun gibt es neue Vorwürfe. Wie die US-Antidopingagentur mitteilte, wurde Armstrong in einem Schreiben darüber informiert, dass gegen ihn und fünf weitere Mitglieder seines früheren Rennstalls US Postal Service Team Anschuldigungen erhoben werden. Gleichzeitig wurde der 40-jährige Texaner für alle Wettkämpfe gesperrt.

In dem 15 Seiten umfassenden Schreiben informierte die Agentur Armstrong darüber, dass mutmaßliche Dopingproben von ihm aus den Jahren 2009 und 2010 „mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Bluttransfusionen vorgenommen wurden“.

500 Kontrollen waren negativ

Armstrong hat bisher jegliches Doping bestritten und wies auch die neuen Vorwürfe konsequent von sich. „Ich habe nie gedopt und bin im Gegensatz zu vielen meiner Ankläger 25 Jahre als Ausdauerathlet angetreten, ohne dass meine Leistung plötzlich angestiegen ist“, betonte er. Armstrong wies zudem darauf hin, dass er mehr als 500-mal auf Doping hin kontrolliert worden ist und alle Tests bestanden habe.

Die Antidopingagentur hingegen betont, dass „mehrere Fahrer mit Wissen aus erster Hand“, aussagen würden, dass Armstrong zwischen 1998 und 2005 EPO und Testosteron genommen, Bluttransfusionen genutzt sowie Dopingmittel vertrieben und verwaltet habe. Die Profis, so heißt es weiter, würden zudem bezeugen, dass der Radstar bereits vor 1996 mit dem menschlichen Wachstumshormon HGH gedopt habe.

Kommentar zu Artikel:

Neuer Dopingvorwurf gegen Lance Armstrong

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen