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Ein WM-Kampf in Güssing: Der Ring ist sein Zuhause

14.06.2012 | 16:11 |   (Die Presse)

Der Wiener Gogi Knezevic ist Boxweltmeister, will „faire, gute Kämpfe“ zeigen und träumt von Amerika. Filmreif ist die Lebensgeschichte des 1,79 Meter großen und 75 Kilogramm schweren Boxers zweifelsohne.

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Wien/DAT. Gogi Knezevic war Basketballer bei den Oberwart Gunners. Seine Hände und Beine waren flink, er besaß die richtige Koordination, und trotzdem wollte er sich in einem anderen Sport behaupten. Edip Sekowitsch (†) nahm sich seiner an und Knezevic wurde Boxer. Auf Anhieb wurde der Wiener 2004 Staatsmeister, wechselte später ins Profilager, und mittlerweile schlägt er sich im Mittelgewicht beachtlich. 21 Siege aus 26 Kämpfen stehen zu Buche.

Seine Erfolge lockten auch die Politik wieder an den Ring. H.-C. Strache sponserte ihn, auch für die SPÖ war Knezevic der geeignete Mann, um Themen wie Integration oder Gewalt zu bedienen. Jeder war mit seinen Auftritten zufrieden, nur Knezevic nicht, er wollte mehr. 2011 gewann er den WM-Titel der „Professional Boxing Union“, eines kleinen, unbedeutenden Verbands. Dennoch, der 1,79 Meter große und 75 Kilogramm schwere Boxer trägt seitdem „Silberware“ um die Hüfte.

Nun plant „Lionheart“, wie er sich im Ring nennt, seinen größten Coup. Er will noch einen WM-Titel erobern. Am Samstag schlägt er in Güssing (19 Uhr) zu, sein Gegenüber kommt aus den USA und heißt Bruce Rumbolz. „Weghauen kann ich ihn nicht, aber ich werde gewinnen.“ Der Wiener verspricht „einen tollen, fairen Kampf“.

Wer weiß, vielleicht wird das Märchen Wirklichkeit, und dieser Kampf öffnet ihm die Tür ins Boxparadies Amerika. Filmreif ist seine Lebensgeschichte zweifelsohne.

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