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Kommunikations-Knotenpunkt

30.10.2008 | 14:21 | von Michael Köttritsch (DiePresse.com)

Beim "Presse" Business Cup presented by Allianz vor der kroatischen Küstenstadt Trogir trafen einander Wirtschaftskapitäne und Segelfreaks: Um sich sportlich zu messen und um Netzwerke zu bauen.

Eines hat sich in Trogir auch diesmal gezeigt: Der „Presse" Business Cup ist mit knapp 70 Booten und mehr als 650 Seglern mehr als bloß eine der bedeutendsten und größten Hochseeregatten Österreichs. Als fixer Bestandteil des Segelkalenders ist das Event zum Treff- und Kommunikationsknotenpunkt der heimischen Wirtschaft avanciert. Segelbegeisterte Wirtschaftskapitäne und wirtschaftsbegeisterte Segelfreaks waren gleichermaßen in die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Kleinstadt an der kroatischen Adriaküste, 730 Kilometer südlich von Wien, gereist, um sich einerseits im sportlichen Wettkampf zu messen und andererseits fernab von Büro und Termindruck an ihrem Netzwerk zu bauen. „Presse"-CEO Reinhold Gmeinbauer spannte den Bogen weiter: „In turbulenten und unsicheren Zeiten wie diesen steht der Business Cup wohl als Metapher für Wettbewerb, Optimismus und unbezwingbaren Siegeswillen." Dass der „Presse" Business Cup tatsächlich Wirtschaft und Sport verbindet, bestätigte Christoph Marek, Mitglied des Vorstandes des Presenting-Sponsors Allianz: „Der Business Cup ist die Nummer-1-Veranstaltung seiner Art." Aber nicht nur nur als Kommunikationsplattform, auch in sportlicher Hinsicht war der Business Cup erstklassig. Zwar mussten sich die Crews an den drei Wettfahrttagen bis in die Nachmittagsstunden gedulden, ehe segelbarer Wind einsetzte, dennoch konnten die Besten in immerhin vier Wettfahrten ermittelt werden.

Trophäensammler

Interessant verlief der Bewerb in der Einheitsklasse Salona 37. Zwölf baugleiche Schiffe ermöglichten den direkten Vergleich. Nur das seglerische Können entschied, ohne dass eine Crew durch das Material benachteiligt gewesen wäre. Die Erfahrung von 258 Segeljahren vereint auf einem Boot gab schließlich den Ausschlag: Thomas Stelzl gewann mit der Stelzl Yachtcharter-Crew alle vier Wettfahrten überlegen vor Wolfgang Schmalzl (Boote Schmalzl) und Helmut Böhm (Transporte Helmut Böhm). Doch mit dieser einen Trophäe wollte sich Stelzls Mannschaft nicht zufriedengeben. Sie entschied auch die Klasse der Yachten mit Spinnaker für sich. Christian Bayer, mit der Riedl Consulting-Crew als Favorit in die Regatta gegangen, hatte durch eine Berührung der Wendemarke alle Chancen auf den Klassensieg verspielt. Aber nicht nur Stelzl konnte seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen, dieses Kunststück gelang auch Ferdinand Lang auf dem von Austrian Windpower gesponserten Boot in der Klasse der Fahrtenyachten mit Spinnaker. Auf der „Dolce Vita", wie die stolze 50-Fuß-Yacht heißt, wurde wie schon in früheren Jahren beste deutsch-österreichische Freundschaft gepflegt: Sechs Crewmitglieder kamen aus Österreich, fünf aus Deutschland. Und sie brachten jede Menge Business-Cup-Erfahrung ein, waren die Mannen um Ferdinand Lang doch schon das siebente Mal mit von der Partie. Renè Mangold und Christian Binder, hochseeerprobte und vor allem erfolgreiche Segler, lobten auch die Gegner: „Heuer mussten wir schon besonders hart kämpfen." Beinahe wie ein Kinderspiel hingegen sah die Titelverteidigung von Denise Tiringer in der Klasse der Fahrtenyachten ohne Spinnaker aus. Mit drei Siegen in vier Wettfahrten war die ehemalige Olympiastarterin mit der Julius Bär-Crew der Konkurrenz überlegen. „Wir hatten am ersten Tag nicht mit Siegen gerechnet und haben deswegen die Siegerehrung ausgelassen", meinte sie nach dem Gesamtsieg. Mit Christian Tiringer (Partner bei arax.at), Norbert Cesky (Steuerberatungskanzlei Cesky), Franz Pacheiner (Chef des Alpenhotels auf der Gerlitzen) und Erich Gröger (Julius Bär, Wien) als Besatzung an Bord hatte sie neuerlich einem „alten Hasen" und Business-Cup-Evergreen die Show gestohlen: Hubert Raudaschl. Der Rekord-Olympiateilnehmer (er war bei zehn Sommerspielen dabei) erreichte mit der Alpine-Bau-Mannschaft zwei zweite und zwei dritte Plätze und zeigte sich als fairer Geschlagener: „Denise ist einfach gut gesegelt", meinte er anerkennend.

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