London/Ag./Swi. Über eine Woche nach ihrem schweren Unfall macht Maria De Villota laut ihren behandelnden Ärzten kleine, aber signifikante Fortschritte. Die 32-jährige Spanierin wurde aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt und befinde sich nicht mehr auf der Intensivstation. Sie benötige keine Beruhigungsmittel mehr und könne bereits ohne Hilfe mit ihrer Familie und den Ärzten sprechen, berichtete eine offizielle Stellungnahme des Marussia-Teams. Trotz ihrer ernsten Verletzungen verlaufe die Genesung bemerkenswert.
De Villota war am vergangenen Dienstag bei Testfahrten gegen die Laderampe eines Lasters geprallt und hatte sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Der genaue Unfallhergang und die Ursachen werden noch untersucht. Trotz einer sofortigen Notoperation, die insgesamt zwölf Stunden dauerte, konnten die Ärzte nach dem erlittenen Schädelbruch das rechte Auge nicht mehr retten. Es folgten weitere operative Eingriffe, die De Villota gut überstand. Eine Aussage über mögliche weitere Langzeitfolgen kann derzeit allerdings noch nicht getroffen werden.
Weltweite Anteilnahme
Die gesamte Formel-1-Gemeinde zeigte sich vom Unfall schockiert und sprach der Spanierin und ihrer Familie ihr Mitgefühl aus. Beim Grand Prix von Großbritannien am letzten Wochenende trugen fast alle Piloten De Villotas Markenzeichen – einen asymmetrischen Stern – auf dem Helm oder Auto. „Einmal mehr möchten wir unsere große Dankbarkeit für die erwiesene Anteilnahme von unzähligen Menschen in der ganzen Welt aussprechen. Auch die Nachrichten und Gesten aus Silverstone spendeten uns viel Trost“, hieß es in einem Statement der Familie auf De Villotas offizieller Website.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.07.2012)
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