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Fernando Alonso verdirbt Vettels Heimspiel

22.07.2012 | 15:44 |   (DiePresse.com)

Ferrari-Pilot Fernando Alonso feiert einen Start-Ziel-Sieg auf dem Hockenheimring und führt weiterhin in der Fahrer-WM. Red Bulls Motor wird von einem FIA-Steward kritisiert und Vettel auf Platz 5 strafversetzt.

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Fernando Alonso behält weiterhin die Vorfahrt in der Formel 1. Der spanische Ferrari-Fahrer war am Sonntag auch beim Grand Prix in Hockenheim nicht zu bremsen und fuhr nach dem Gewinn des Qualifyings einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.

Hinter Alonso aber wurde es im Duell um die weiteren Podestplätze interessant. Denn in der vorletzten Runde überholte Sebastian Vettel den Briten Jenson Button und verließ bei diesem Manöver mit allen vier Rädern die Rennstrecke. Es war der zweite Punkt, in dem Red Bull an diesem Renntag in Konflikt mit dem Reglement des Automobilweltverbandes FIA geriet. Der Rennstall wurde freigesprochen, Vettel aber bestraft und mit einer 20-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Damit verlor er den zweiten Platz an Jenson Button und landete auf Platz 5.

Alonso tangierte all das nicht. Er feierte seinen 30. GP-Sieg und befindet sich weiter auf WM-Kurs. Nach zehn von 20 Saisonrennen führt er dank des dritten Saisonsieges mit 154 Punkten vor Red-Bull-Pilot Mark Webber (120) die Fahrer-WM an. „Was soll ich sagen? Es hat alles einfach gepasst.“

Wirbel vor und nach dem Rennen

Vor jedem Grand Prix untersuchen „Stewards“ der FIA und technische Delegierte noch jeden Rennwagen. Es könnte ja sein, dass an Chassis und Motor etwas verändert wurde, was dem Reglement widerspräche. Am Hockenheimring ließ der Delegierte Jo Bauer nach seinem Rundgang aufhorchen: Er bemängelte den Motor der Red-Bull-Rennwagen. Kurzerhand war von einem Start aus der Boxengasse oder sogar einer Disqualifikation die Rede.
Vettel beim Heimrennen nicht dabei, eine Horrorvision für Vermarkter und Veranstalter. Bauer stellte dennoch das Drehzahlmoment infrage. Seiner Meinung nach liege ein Verstoß gegen Artikel 5.5.3 des Technischen Reglements (Stichwort: Motor) vor.

Damit zog er sich den Zorn des RB-Chefs Christian Horner zu. „Ich weiß nichts von Regelwidrigkeiten“, grollte er, verlor aber über die Verwendung der Auspuffgase für die Aerodynamik kein Wort. Das Team um Designguru Adrian Newey hatte die Autos mit Löchern im Unterboden, vor den Hinterreifen, ausgestattet. Das war nachträglich verboten worden. In Deutschland jedoch blieben Sanktionen aus. Horner: „Wir haben die Sache mit den Stewards diskutiert. Unser Auto ist regelkonform.“

Die offizielle Mitteilung klang wenig später jedoch anders: „Die Rennkommissare haben nicht alle Argumente von Red Bull akzeptiert.“ McLaren protestierte – aber nicht wegen des Autos, sondern Vettels Fahrstils. Die Briten sollte recht behalten, der Deutsche nahm es zerknirscht zur Kenntnis. „Zu mir hat Button nichts gesagt.“

Ergebnis, GP von Hockenheim:

1. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:31:05,862
2. Jenson Button (GBR) McLaren 6,949
3. Kimi Räikkönen (FIN) Lotus 16,409
4. Kobayashi (JPN) Sauber 21,925 5. Vettel (GER) Red Bull 23,721 6. Perez (MEX) Sauber 27,896 7. Schumacher (GER) Mercedes 28,970 8. Webber (AUS) Red Bull 46,941 9. Hülkenberg (GER) Force India 48,162 10. Rosberg (GER) Mercedes 48,889.

Fahrer: Alonso (154) vor Webber (120).

Konstrukteure: 1. Red Bull 238 2. Ferrari 177.

(APA)

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10 Kommentare

der Hitzkopf

steht in Punkto Souveränität noch weit hinter Alonso
die F1 hat inzwischen aber eh die Spannung und das Niveau von Hallen Halma
abgesehen Spa und Monaco gibts keine selektiven Rennstrecken mehr

3 1

richtig so.

vettel hätte auf der anderen Seite Platz gehabt.
Normalerweise hätte red bull überhaupt nicht starten dürfen.

liebe redaktion, dieser artikel

liefert in der android app einen rendering fehler ...

Re: liebe redaktion, dieser artikel

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auch wenn ich rote stricherl dafür bekomme,

... der Fehler im Artikel wird in der Android App noch immer angezeigt, auch wenn er inzwischen zumindest vollständig angezeigt zu werden scheint.

also, der Artikel

wird vollständig angezeigt.

Gast: fehlentscheidung
22.07.2012 19:10
2 9

a witz

wo hätte er hin solln ? da der rb schon vor dem turn vorn war hätte button platz lassen solln.
typisch f1, das wäre bei einem roten nie und nimmer gestraft worden ...

5 0

Re: a witz

Vettel war nicht vorne. Button ist natürlich Kampflinie gefahren und hat innen die Rechtskurve abgedeckt, er hat Vettel aber nicht abgedrängt und ließ ihm genug Platz. Nur war für Vettel eben nur der äußere Radius frei, womit er nicht vorbeigekommen wäre. Deshalb hat Vettel weniger gebremst um mit Hilfe der asphaltierten Auslaufzone neben der Strecke mehr Geschwindigkeit mitnehmen zu können und Button zu überholen. Das Verlassen der Rennstrecke (Vettel war mit allen 4 Rädern draußen) um sich einen Vorteil (Geschwindigkeitsüberschuss) zu verschaffen ist nicht erlaubt. Deswegen wurde Vettel zu recht bestraft.

2 0

Re: a witz

a bisserl blind.
der arrogante fingerzeiger hätte halt noch warten sollen.

Antworten Gast: gusch!!!
22.07.2012 21:02
1 1

Re: a witz

ertens war er nicht vor button, zweitens hatte er genug platz auf den doch sehr breiten kerbs.

Die Formel-1-Saison 2013