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Formel 1: Hamilton holt Pole in Singapur

22.09.2012 | 17:26 |   (DiePresse.com)

WM-Leader Alonso startet nur von Platz fünf, Sebastian Vettel erreichte in der Qualifikation den dritten Platz.

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Weltmeister Sebastian Vettel hat die sicher geglaubte Pole Position in Singapur verpasst. Denn McLaren-Pilot Lewis Hamilton gelang am Samstag in der Qualifikation eine Zauberrunde und sicherte sich den besten Startplatz für das Rennen am Sonntag (14.00 MESZ/ORF 1, RTL, Sky) vor dem Venezolaner Pastor Maldonado im Williams sowie Vettel. Gar nur von Platz fünf startet WM-Leader Fernando Alonso im Ferrari.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht. Keine Ahnung, warum wir den Schritt nicht mehr machen konnten", sagte Vettel nach der verpassten Pole. Mehr als eine halbe Sekunde fehlte dem Titelverteidiger in der nächtlichen Qualifikation auf dem Marina Bay Street Circuit auf Hamilton. Und dann schnappte Williams-Pilot Maldonado dem Deutschen als Zweiter überraschend auch noch den Platz in der ersten Startreihe weg.

"Es ist schade. Der Speed war da, aber es kam nicht zusammen", urteilte Vettel. Alle drei Trainingseinheiten hatte der WM-Vierte zuvor dominiert, teils mit deutlichem Abstand auf seine Rivalen. Doch als es darauf ankam, zauberte diesmal Hamilton in seinem McLaren eine perfekte Runde auf den Asphalt. "Das war großartig, ich bin echt glücklich", sagte der WM-Zweite, den die Spekulationen um einen Wechsel zu Mercedes zu beflügeln scheinen.

Hamilton schaffte sich mit der 24. Pole seiner Karriere die beste Ausgangsposition für eine Fortsetzung seiner Aufholjagd auf den Gesamtführenden Alonso. In Singapur gewann in den vergangenen drei Jahren stets der Mann auf Startplatz eins. Ferrari-Star Alonso wurde hinter Jenson Button Fünfter und muss im Rennen nun Schadensbegrenzung betreiben. "Du hast nicht eine Sekunde, in der du dir einen Fehler erlauben kannst. Wir müssen den anderen dann gratulieren, wenn sie schneller sind", meinte der Spanier.

In den 14. von 20 Saisonläufen nimmt Alonso 37 Punkte Vorsprung auf Hamilton mit. Lotus-Pilot Kimi Räikkönen, der als Zwölfter startet, hat 38 Zähler Rückstand, Vettel noch einen mehr. "Es ist ein langes Rennen, da kann viel passieren", sagte Vettel in der Hoffnung auf satte Punkte.

Die beiden Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg begnügten sich mit den Plätzen neun und zehn. Aus strategischen Erwägungen fuhren die Silberpfeil-Fahrer im Schlussabschnitt keine gemessene Runde mehr und können daher bei der Reifenstrategie pokern. "Wenn man sich die Zeiten anschaut, war das ziemlich das Optimum, was für uns drin war", urteilte Schumacher.

Hamilton bleibt also der Mann der Stunde in der Formel 1. Zwei der jüngsten drei Rennen hat der Engländer gewonnen, zum fünften Mal in dieser Saison raste er auf Pole Position. Sein McLaren scheint derzeit mit jeder Strecke zurecht zu kommen. "Sebastian war unglaublich schnell im Training, daher bin ich zufrieden, dass ich die Runde noch aus dem Hut zaubern konnte", sagte der 27-Jährige.

Eine eigenwillige Strafe erhielt Marussia-Pilot Charles Pic. Der Franzose wurde für das Überholen bei Rot in Singapur zu einem Tag Sozialarbeit verdonnert. Pic muss nach dem Vergehen im Training gemeinnützige Dienste im Programm des Weltverbands für Sicherheit im Straßenverkehr leisten. Der Renningenieur des Franzosen wurde zur gleichen Strafe verurteilt, nachdem Pic vier rote Ampeln ignoriert und einen Konkurrenten überholt hatte. Zudem erhielt Pic eine 20-Sekunden-Zeitstrafe, die zu seiner Rennzeit addiert wird.

(APA/dpa)

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2 Kommentare

Diese Italiener

Der Umstand, dass Mateschitz anscheinend nicht ausschliesst, dass die Ferrari-Mafia ihre Finger in einem sehr italienischen Spiel mit Marelli haben könnte, wirft doch ein bezeichnendes Licht auf Ferrari. Ich würde das auch nicht ausschliessen.

Und zum Thema Schummeln: es ist eine Sache, die Regeln bis zum Äussersten zu beanspruchen, aber eine ganz andere, echte Schweinereien anzustellen, wie sie den italienischen Freunden ja nicht gänzlich unbekannt sind.

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Licht aus?

Einige Fahrer, mit dem gleichen Teil, haben kein Problem damit. Auch als im letzten Rennen Vettl aufgefordert wurde sofort stehen zu bleiben kann es nicht die Lichtmaschine gewesen sein. Vielleicht trickst Red Bull irgendwie und das ist ihnen auf den Kopf gefallen. Das Schummeln ist ja nicht so unbekannt bei den Deutschen.

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