Michael Schumacher beendet nach der laufenden Saison seine Formel-1-Karriere. Das gab der siebenfache Rekordweltmeister am Donnerstag in Suzuka bekannt. Der 43-jährige Deutsche beendete nach seinem bevorstehenden Aus beim Werksteam Mercedes, das seinen per Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängert hatte, damit alle Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem anderen Rennstall.
"Time to say goodbye", meinte Schumacher vor dem 15. Saisonrennen am Sonntag in Japan. "Ich habe die Motivation und Energie verloren, die zweifelsfrei notwendig sind."
Der Superstar hatte sich 2006 schon einmal aus der Formel 1 zurückgezogen. 2010 war er für den deutschen Autobauer aber in die Königsklasse des Motorsports zurückgekehrt. Bei Mercedes blieben die Erfolge jedoch aus. Schumacher kam in bisher 52 Rennen im "Silberpfeil" nur einmal aufs Podest, in Valencia wurde er in diesem Sommer Dritter.
Schumachers Dreijahresvertrag bei Mercedes wurde nicht verlängert. Nicht einmal eine Woche, nachdem der Wechsel des 16 Jahre jüngeren Ex-Champions Lewis Hamilton (McLaren) als Schumacher-Nachfolger offiziell geworden war, zog Schumacher nur vor dem Japan-Grand-Prix einen Schlussstrich. Der Rekordchampion erzielte in seiner Karriere 91 Siege und hält viele weitere Rekorde.
Die Karriere des Michael Schumacher: Zwischen ''Schummel-Schumi'' und Formel-1-Legende
Alle 45 Bilder der Galerie »"Wenn ich helfen kann, sich weiterzuentwickeln, wenn wir eine paar Siege einfahren und vielleicht die WM gewinnen können - das wäre für jeden von uns ein großartiges Gefühl", betonte Hamilton in Tokio, wo der 27-Jährige erstmals nach Bekanntgabe des spektakulären Wechsels zu den "Silberpfeilen" öffentlich über seine Beweggründe sprach.
Hamilton offenbarte dabei auch sein großes Ziel, - wie Schumacher Anfang des Jahrtausends bei Ferrari - künftig mit Mercedes die Formel 1 zu dominieren. "Natürlich ist das immer der Plan", bekräftigte der Brite, der seit seinem Formel-1-Debüt 2007 bisher nur für McLaren gefahren ist.
Hamiltons Wechsel von einem WM-Anwärter zu einem aktuell schwächeren Team hatte nicht nur in Großbritannien für Verwunderung gesorgt. Der Engländer hofft indes, sich nicht verspekuliert zu haben. "Irgendwo zu bleiben, ist einfach. Aber eine neue Herausforderung ist manchmal eben möglicherweise aufregender." Gleichzeitig bat Hamilton die Mercedes-Fans um Geduld: "Ich denke, der Fokus ist mehr auf die Zukunft gerichtet."
(APA/dpa)















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