Sebastian Vettel scheint auch in Indien wieder unschlagbar. Der Deutsche hat am Freitag im Training für den GP am Sonntag (10.30 Uhr/live ORF eins) mit der Tagesbestzeit die Hoffnungen auf seinen vierten Sieg in Serie genährt. Das wäre persönlicher Rekord für den 25-jährigen Doppelweltmeister. Auf den Hauptwidersacher im Kampf um seinen Titel-Hattrick, Fernando Alonso, hatte Vettel beeindruckende 0,599 Sekunden Vorsprung - das sind Welten in der Formel 1.
Vettel fuhr am Nachmittag die Bestzeit der beiden eineinhalbstündigen Einheiten. Er benötigte 1:26,221 Minuten auf seiner schnellsten Runde über den 5,125 Kilometer langen Buddh International Circuit. Am Morgen hatte er 1:27,619 Minuten gebraucht und war 0,425 Sekunden schneller als der Spanier Alonso in seinem Ferrari gewesen (3.). Dazwischen schoben sich zuerst Jenson Button im McLaren und in der zweiten Session Vettels Teamkollege Mark Webber (1:26,339).
Der Australier hat bereits angekündigt, selbst die volle Punktzahl beim Rennen ansteuern zu wollen. Hilfe will Vettel auch nicht, und von Webber kann er sie schon gar nicht erwarten.
Enges Duell mit Alonso
Im WM-Duell mit Alonso sieht es erstmal so aus, als könnte Vettel seinen Sechs-Punkte-Vorsprung nach der Übernahme der WM-Führung vor knapp zwei Wochen in Südkorea ausbauen. Vier Rennen gibt es noch, theoretisch könnte Vettel sogar schon beim übernächsten Grand Prix in Abu Dhabi den Titel einfahren.
Vorne aber fuhr Vettel mit Webber im Windschatten in einer eigenen Liga. Nach seinen drei Siegen in Serie in Singapur, Japan und Südkorea tritt der Hesse als Spitzenreiter in Indien an. Vor dem viertletzten Saisonrennen an diesem Sonntag hat Vettel 215 Punkte. Alonso, der seit dem 10. Juli auf dem Hockenheimring auf seinen nächsten Sieg wartet, kommt auf 209.
Vettel: "Wir können glücklich sein"
Sebastian Vettels zog nach seiner Trainingsbestzeit für den Formel 1-GP von Indien ein zufriedenes Tagesresümee. "Ich glaube, wir hatten schon schlechtere Freitage. Wir können ziemlich glücklich sein", sagte Vettel, allerdings ohne in Übermut zu verfallen. Stattdessen forderte er noch weitere Steigerungen: "Wir müssen uns über Nacht immer noch ein bisschen verbessern."
Allein nach dem Eindruck am Freitag geht Vettel aber auch in den viertletzten Saisonlauf als der ganz große Favorit, nachdem er schon vor einem Jahr die Premiere auf dem 5,125 Kilometer langen Buddh International Circuit gewonnen hatte. Gefährlich könnte ihm aber Red-Bull-Teamkollege Mark Webber werden: Der Australier war am Freitag Zweitschnellster und will auf Vettels WM-Ambitionen keine Rücksicht nehmen. "Wenn ich vorne liege, mache ich für niemanden Platz", kündigte er bereits an.
Ferrari: "Unsere Chance unter 50 Prozent"
Auf seinen schärfsten WM-Konkurrenten, Ferrari-Pilot Fernando Alonso, hatte Vettel im Training einen beruhigenden Vorsprung. "Unsere Chance ist sicherlich unter 50 Prozent, weil Red Bull vorne liegt", räumte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali mit Blick auf den packenden WM-Kampf ein, "aber das Rennen um den Titel ist noch in vollem Gange".
Nebenbei könnte Vettel in Indien auch die 1.000 Punkte-Marke als dritter Fahrer nach Michael Schumacher (1.560) und Alonso (1.295) knacken. Der Weltmeister hält bei 988, mit Rang vier in Greater Noida käme er auf 1.000 Zähler.
(APA)
Stand in der WM-Wertung
Grid GirlsSchönheiten der Boxenstraße
SchnappschussDie besten Sportbilder