Abu Dhabi/Ag. Für Sebastian Vettel ist Abu Dhabi der Ort seines vielleicht größten Triumphes, für Fernando Alonso jener der bittersten Niederlage seiner Karriere. 2010 holte der Deutsche in Abu Dhabi seinen ersten WM-Titel – und bremste dabei den bis dahin führenden Fernando Alonso aus. Auch heuer entscheidet sich die WM zwischen diesen beiden Fahrern, jedoch noch nicht im Rennen am Sonntag.
Allerdings könnte Vettel mit dem fünften Sieg in Serie den Vorsprung von derzeit 13 Punkten weiter vergrößern. Red Bull hat zudem die Chance, sich vorzeitig den Titel in der Konstrukteurwertung zu sichern. Vettel aber warnt: „Das ganze Jahr war bisher ein harter Kampf und ich bin mir sicher, dass das auch so bleiben wird. Alonso ist niemand, der aufgibt.“ Der Spanier untermauerte dies zuletzt mit fernöstlichen Weisheiten. Nach Platz zwei in Indien twitterte der Weltmeister von 2005 und 2006, der einen japanischen Samurai als Tattoo auf seinem Rücken hat: „Wenn das Schwert bricht, kämpfe mit deinen Händen.“
Obwohl Vettel im Vorjahr ausschied, schwärmt er von der Strecke: „Der Start in der Dämmerung und das Finale in der Dunkelheit machen es hier einzigartig.“ Damals siegte Lewis Hamilton vor Alonso – mit Sicherheit kein Szenario, das sich der Deutsche für heuer wünschen wird.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)
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