Formel 1: PS-Show von Vettel in Graz

01.12.2012 | 14:20 |   (DiePresse.com)

Sebastian Vettels Besuch in Graz wird von rauchende Reifen und einem enormer Zuschauerandrang begleitet.

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Viel mehr als ein bunter Streifen und der intensive Geruch nach Gummi waren nicht wahrzunehmen, als der frisch gebackene Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel am Samstag durch Graz zischte. Mit seinem Rennwagen fuhr er eine kleine Runde durch die obere Altstadt, zuvor trug er sich noch zusammen mit Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko in das Goldene Buch der Stadt ein.

Bereits eine Stunde vor dem Showrun des jüngsten Dreifachweltmeisters aller Zeiten waren die Plätze an den Absperrungen alle besetzt, ein Durchkommen rund um Schauspielhaus, Freiheits- und Karmeliterplatz war so gut wie unmöglich. Journalisten aus nah und fern strömten zur Pressekonferenz in die Alte Universität, es mussten mehrere Kontrollen passiert werden, ohne Akkreditierung gab es keine Chance auf Eintritt.

Eintrag ins Goldene Buch

Zunächst wurde Marko befragt, er hielt Rückschau auf die vergangene Rennsaison, bei der es "zwischendurch zu einem Abwärtsstrudel mit 44 Punkten Rückstand gekommen ist", schilderte er. Doch zuletzt ging für Vettel und Red Bull alles gut, und so betrat schließlich der 25-jährige Deutsche als Dreifach-Weltmeister die Bühne. "Schon unglaublich wie schnell das alles gegangen ist, ich darf nur nicht zur sehr darüber nachdenken", meinte er. Dann trug er sich zusammen mit Marko in das Goldene Buch der Stadt Graz ein, wo sich zuletzt Roger Moore verewigt hatte.

Dann warteten die laut Veranstalter rund 30.000 Zuschauer gespannt darauf, dass Vettel in seinem Rennwagen richtig Gas geben würde. Das tat er gegen 12.15 Uhr dann auch, und obwohl er die 160 km/h nicht ganz erreichte, war er nur ein hell aufheulender bunter Fleck, der am Publikum vorbeirauschte. Weil es so schön war, fuhr er gleich ein zweites Mal, obwohl sowieso etwas später eine zweite Runde geplant war. Der erste Showrun - übrigens weltweit der einzige mit Vettel selbst am Steuer - war jedenfalls nach wenigen Augenblicken vorbei, es folgte nach einem kurzen Gespräch ein zweiter Durchgang, und Autogrammwünschen kam der Weltmeister auch noch nach. Unter den Zuschauern waren auch rund 200 Mitglieder des Fanklubs aus Heppenheim, der Heimatstadt Vettels, die extra nach Graz geflogen waren.

Etwas irritiert wirkten nur so manche Touristen, die sich teilweise darüber wunderten, was für Menschenmassen an diesem Adventsamstag in Graz unterwegs waren.

(APA)

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5 Kommentare

lauter handyopfer :D


Vernünftig wie er nun mal ist

hat er Winterreifen aufziehen lassen. Sicherheit geht nun mal über alles!

Re: Vernünftig wie er nun mal ist

Es sind die M&S Reifen von Semperit die schon 1970 von Jochen Rindt und später von Marco selbst gefahren wurden. Im ÖAMTC Test wurden sie Vorletzter im Jahre 1972 aber nur weil sie nur auf F1 Boliden zu gebrauchen sind. Nichtsdestotrotz, ich hab diese "Schläuch" auch auf meinem roten Flitzer Trabant 1982. Echt geil.

Re: Vernünftig wie er nun mal ist

Erstens war das sicher nicht Vettels Entscheidung sondern die des Teams. Und zweitens sind das keine Winterreifen, sondern die Regen-Pneus von Pirelli der Formel 1 Saison 2012.

Re: Re: Vernünftig wie er nun mal ist

Aber am Wochenende war doch in Graz Schneefall angekündigt? Man kann sich auf die Wettervorhersage einfach nicht mehr verlassen!

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