Formel 1: Ecclestone entschuldigt sich für Bahrain-GP

18.04.2013 | 14:09 |   (DiePresse.com)

Bernie Ecclestone argumentierte in Briefen an humanitären Einrichtungen mit unzureichender Information bei Erstellung des Rennkalenders.

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Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone hat sich indirekt für die geplante Durchführung des Grand Prix von Bahrain trotz anhaltender Unruhen im Inselstaat entschuldigt. Das berichtete die deutsche Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe. Demnach habe der Chefvermarkter einen Brief an mehrere humanitäre Einrichtungen in Bahrain geschrieben.

Ecclestone will laut eigenen Angaben nicht ausreichend über die politisch brisante Situation im Königreich im Persischen Golf informiert gewesen sein. "Es ist eine große Schande, dass ich davon nicht schon vor September 2012 erfahren habe, als der Formel-1-Kalender erstellt wurde. Jetzt ist es zu spät, noch Änderungen an dem Kalender vorzunehmen", zitierte "welt.de" aus seinem Schreiben.

Bisher hatten die politischen Auseinandersetzungen in Bahrain für Ecclestone keine besonders große Rolle gespielt, obwohl sie seit Beginn des Arabischen Frühlings im Februar 2011 kein Ende genommen haben. Die Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit des Landes richten sich gegen das sunnitische Königshaus. Die Opposition fordert Reformen, Demokratie und die Freilassung von politischen Gefangenen.

2011 hatte der Grand Prix nach zweimaliger Ansetzung nicht stattgefunden. Im vergangenen Jahr hatte es erneut scharfe Kritik an der Durchführung gegeben, es wurde aber gefahren. Britische Politiker versuchten Ecclestone diese Woche erneut vergeblich zu einer kurzfristigen Absage zu bewegen. Die Februar-14-Koalition will in Bahrain rund um das GP-Wochenende Protestmärsche starten und versuchen, Straßen zu blockieren.

(APA)

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3 Kommentare
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wo noch

dann dürfte man auch nicht in China und so lange es Guantanamo gibt auch nicht in den USA fahren

Da ist halt auch der Zuseher gefragt

Die Masse hat die Macht. Wenn sich den GP keiner ansehen würde, die Quoten im Keller sind, dann wäre dieses leidige Thema ein für alle mal erledigt...

Re: Da ist halt auch der Zuseher gefragt

Ich glaube, das die Quoten nicht so wichtig sind. Wenn ein Zuseher nur die problematischen Rennen auslässt, merkt das niemand.

Die Ausrede, das man von den Problemen nichts wußte, ist eine Ausrede, die niemand glaubt. Die ganze Welt weiß es!

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