Fernando Alonso ist der strahlende Sieger des ersten Flutlicht-Rennens in der Geschichte der Formel 1. Der Spanier bejubelte in Singapur zwei Stunden vor Mitternacht seinen 20. GP-Sieg, den ersten seit 9. September 2007. "Fantastisch. Das erste Podium und dann gleich der erste Sieg, ich kann es kaum glauben", freute sich der 27-jährige Doppelweltmeister. Er siegte nach 61 Runden und zwei Safety-Car-Phasen 2,9 Sekunden vor Nico Rosberg im Williams sowie 5,9 vor Lewis Hamilton (McLaren).
"Ich werde einige Tage brauchen, um das zu realisieren", sagte der Spanier, der nach zwei Trainings-Bestzeiten im Qualifying einen Benzinpumpenschaden erlitten hatte und nur von Platz 15 gestartet war." Ich hatte Samstag Pech und dafür Glück im Rennen", meinte Alonso.
Zunächst schien auf dem 5,067 Kilometer langen Marina Bay Street Circui alles für die Favoriten zu laufen. Felipe Massa und Lewis Hamilton waren dem Feld bereits klar enteilt, als ein Unfall von Alonsos Teamkollegen Nelson Piquet in der 15. Runde alles auf den Kopf stellte.
Massa reißt Tankschlauch mit
Nach der folgenden Safety-Car-Phase leistete man sich bei Ferrari eine peinliche Panne. Massa fuhr beim Tanken wegen falschen Grünlichts zu früh los, riss den ganzen Tankschlauch mit sich und musste am Ende der Boxengasse lange warten, ehe man ihn von diesem Teil befreit hatte.
Der Brasilianer fiel dadurch auf den letzten Platz zurück, musste auch noch eine Zehn-Sekunden-Strafe hinnehmen und war letztlich chancenlos. Teamkollege Kimi Räikkönen machte das Ferrari-Dilemma komplett. Der Weltmeister kämpfte zwar bis zum Schluss um Platz vier, zerstörte seinen Boliden aber vier Runden vor Schluss an der Mauer und ist damit wohl endgültig aus dem WM-Rennen.
Zu den Glücklichen der Nacht zählte neben Alonso auch Rosberg. Zwar hatte ihn das Boxen-Tohuwbohu zunächst in Führung gespült, aber das nur, weil er wie Robert Kubica im BMW verbotener Weise in die gesperrte Boxengasse gefahren war. Trotz der dafür ausgesprochenen Stop-und-Go-Strafe,schaffte es der Deutsche erstmals auf Platz zwei.
Hamilton geht mit einer 84:77-Führung gegenüber Massa in die letzten drei Rennen in Japan, China und Brasilien. "Ich hatte vor Singapur nur einen Punkt Vorsprung und die Ferraris waren hier absolut top. Das heute war für uns wirklich wichtig", gab sich Hamilton abgebrüht.
1. Fernando Alonso (ESP) Renault 1:57:16,304 Stunden
2. Nico Rosberg (GER) Williams-Toyota + 2,957 Sek.
3. Lewis Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes + 5,917
4. Timo Glock (GER) Toyota + 8,155
5. Sebastian Vettel (GER) Toro-Rosso-Ferrari + 10,268
6. Nick Heidfeld (GER) BMW-Sauber + 11,101
7. David Coulthard (GBR) Red-Bull-Renault + 16,387
8. Kazuki Nakajima (JPN) Williams-Toyota + 18,489
(APA/Red.)
Formel 1: Chaos bei Ferrari
Bentley Continental GTC: Noch schneller
Ford F-Serie: Der Golf der Amerikaner


Reinhart Gaugg will für BZÖ-Obmannschaft kandidieren
Tödlicher Polizeischuss auf Schwarzen: Unruhen in Kalifornien
RSS